Die Umsetzung des neuen Pflegestützpunkt-Modells geht weiter mit großen Schritten voran: Den nächsten Meilenstein im Bezirk Eisenstadt-Umgebung bildet der von der So Wohnt Burgenland GmbH (SOWO), einer Tochtergesellschaft der Landesimmobilien Burgenland GmbH (LIB), errichtete Pflegestützpunkt Trausdorf, der am Samstagvormittag durch Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Bürgermeister Andreas Rotpuller eröffnet wurde. Damit ist Trausdorf der zweite Pflegestützpunkt, der seit dem Start des neuen Pflegestützpunktmodells am 1. April im Bezirk Eisenstadt-Umgebung in Betrieb gehen kann. Im ganzen Burgenland haben damit bereits zehn Pflegestützpunkte ihre Arbeit aufgenommen. Der von den Sozialen Diensten Burgenland betriebene Hauptstützpunkt der Pflegeregion Trausdorf bietet neben vier Wohneinheiten für Wohnen im Alter auch ein umfassendes Angebot im Bereich der Tagesbetreuung, ist aber auch Stützpunkt der mobilen Hauskrankenpflege sowie für die Pflege- und Sozialberatung. „Dieser Pflegestützpunkt ist ein Mosaikstein in einer umfassenden Systemumstellung, die die Lücke zwischen stationärer und häuslicher Pflege schließt und die Pflege und Betreuung im Burgenland nachhaltig verändern wird. Er ist einer jener Standorte, an denen sichtbar wird, was wir mit dieser Reform erreichen wollen: eine wohnortnahe, gut organisierte, leistbare und für die Menschen leicht zugängliche Versorgung“, betonte Schneemann bei der Eröffnung.
Mit der Eröffnung dieses Stützpunktes kann auch in der Pflegeregion Trausdorf die Systemumstellung vollumfänglich vollzogen werden – von der mobilen Pflege und Betreuung über die Tagesbetreuung und das Wohnen im Alter bis hin zur Pflege- und Sozialberatung, die in Trausdorf ihren Standort haben wird. In allen anderen Pflegeregionen – nach der Umstellung im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung – derzeit eine Interimsphase bis zur Fertigstellung des Hauptpflegestützpunktes der jeweiligen Region. Landesrat Leonhard Schneemann erklärte dazu: „Mobile Pflege, Tagesbetreuung und Beratung sind keine getrennten Bereiche, sondern greifen ineinander. Durch die Bündelung an einem Standort entsteht ein Gesamtangebot, das flexibel auf unterschiedliche Lebenssituationen reagieren kann.“
Betrieben wird der Pflegestützpunkt Trausdorf von den Sozialen Diensten Burgenland, die somit die gesamte nicht-stationäre Pflegeversorgung – also Hauskrankenpflege, Pflegeassistenz, Heimhilfe und Tagesbetreuung – in der Pflegeregion übernehmen. „Durch diese Einteilung in die Pflegeregionen und die Bündelung der gesamten nicht-stationären Pflege in der Hand eines zuständigen Trägers haben wir klare Zuständigkeiten und stabile Versorgungsstrukturen geschaffen, für eine bessere Koordination und langfristige Planungssicherheit. Pflege wird dadurch leistbar, kann in Wohnortnähe stattfinden, und vor allem bietet das System auch eine Entlastung für Angehörige. Diese Infrastruktur garantiert, dass die Unterstützung dort ankommt, wo Menschen Unterstützung brauchen – abgestuft, flexibel und aus einer Hand organisiert“, so Landesrat Schneemann.
Trausdorf als Hauptstützpunkt der Pflegeregion
Der neue Pflegestützpunkt in Trausdorf bildet den Hauptstützpunkt der Pflegeregion, die neben Trausdorf auch die Gemeinden Oslip, St. Margarethen, Mörbisch am See, Rust, Siegendorf und Klingenbach umfasst. Neben Trausdorf werden in dieser Pflegeregion Nebenstützpunkte in Mörbisch und Siegendorf errichtet.
Derzeit werden in der Region bereits 93 Personen bereits mobil pflegeversorgt, 107 Personen nehmen eine 24-Stunden-Betreuung in Anspruch. Zudem gibt es in der Region drei Pflegeheime und damit insgesamt 133 Pflegeplätze.
Angebote am Pflegestützpunkt Trausdorf
Der Pflegestützpunkt in Trausdorf beinhaltet vier Wohneinheiten für Personen der Pflegestufen 1 bis 3, in Ausnahmefällen auch Pflegestufe 4 – zwei mit jeweils 44 Quadratmetern Wohnfläche und zwei mit jeweils 60 Quadratmetern. In der Tagesbetreuung können von morgens bis abends bis zu zwölf Personen gleichzeitig betreut werden. Neben einem inkludierten Mittagessen beinhaltet das Angebot einen abwechslungsreichen Aktivitätenplan, und es gibt auch komfortable Ruheräumlichkeiten.
Außerdem fungiert das Gebäude als Stützpunkt der mobilen Hauskrankenpflege und beherbergt die Pflege- und Sozialberatung für die Region. Die einzelnen Trakte werden über einen eigenen Dorfplatz zusammengeführt.
Trausdorf ist einer von 13 Pflegestützpunkten, die 2026 eröffnet werden. Mit Schattendorf und Stinatz werden bis Ende 2026 also 15 Pflegestützpunkte in Betrieb sein. Bis spätestens 2029 soll bei allen 71 Pflegestützpunkten zumindest der Baustart erfolgt sein. Der Ausbau wird schrittweise und regional umgesetzt.
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Bildtext Eröffnung PSP Trausdorf 1 bis 3: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann, Trausdorfs Bürgermeister Andreas Rotpuller und Vizebürgermeister LAbg. Robert Hergovich bei der Eröffnung des Pflegestützpunktes Trausdorf.
Bildtext Eröffnung PSP Trausdorf 4: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann bei der Eröffnung des Pflegestützpunktes Trausdorf.
Bildquelle: Büro LR Schneemann
Nina Sorger, 12. September 2026
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