Pathologie der Klinik Oberwart setzt neue Maßstäbe: Modernste Diagnostik dank digitaler Innovation

Gewebeproben werden hier genauestens untersucht.
Dank der Digitalisierung sind noch präzisere Analysen möglich.
Primaria Dr.in Evelyn Gräf mit ihrem Team an den Mikroskopen.
Mit Präzision der Ursache auf der Spur.
Institutsleiterin Primaria Dr.in Evelyn Gräf

LH Doskozil: „Die neueste Digitalisierung im Bereich der Pathologie steht für modernste Medizin im Burgenland“

Das Institut für Pathologie und Mikrobiologie der Klinik Oberwart investiert in Zukunftstechnologie und setzt durch die Einführung der digitalen Pathologie neue Maßstäbe in der medizinischen Diagnostik. Damit ist das Institut, das alle vier Kliniken der Gesundheit Burgenland versorgt, nicht nur das modernste Labor des Landes, sondern auch eines der innovativsten österreichweit. Auch histologische Befunde und mikrobiologische Analysen wurden um ein Vielfaches gesteigert. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Die neueste Digitalisierung im Bereich der Pathologie steht für modernste Medizin im Burgenland. Mit dieser Investition stärken wir Qualität, Effizienz und die Zukunftsfähigkeit unserer Gesundheitsversorgung nachhaltig.“

Schnellere Krebsdiagnostik, mehr Analysen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Histologie – der feingeweblichen Untersuchung von Gewebeproben. Sie ist wesentlich für die Krebsdiagnostik und die Bestimmung spezieller Marker, die eine individuell angepasste Therapie ermöglichen. Die steigenden Fallzahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung: Von 2024 auf 2025 erhöhte sich die Zahl der histologischen Befunde um rund 7.000 auf über 45.000. Auch im Bereich der mikrobiologischen Analysen wurde im selben Zeitraum ein Zuwachs von rund zehn Prozent verzeichnet. Das zeigt, wie stark Diagnostik und Therapie heute ineinandergreifen. „Die Pathologie ist heute ein hochmodernes, dynamisches Fach, das eine zentrale Rolle in nahezu allen klinischen Entscheidungsprozessen spielt“, betont Institutsleiterin Primaria Evelyn Gräf. „Unsere Befunde sind die Grundlage für zielgerichtete Therapien – insbesondere in der Onkologie, wo Präzision entscheidend ist.“

Rund 40 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten täglich eine rasche, präzise und patientenorientierte Befunderstellung. 25 Biomedizinische Analytikerinnen und Analytiker arbeiten eng mit den Fachärztinnen und Fachärzten zusammen und stellen durch sorgfältige Probenverarbeitung sicher, dass klinische Entscheidungen auf verlässlichen diagnostischen Grundlagen basieren. „Die Arbeit im Labor ist unverzichtbar, sie bildet die Basis für eine funktionierende Gesundheitsversorgung, weil hier durch präzise Analysen Krankheiten erkannt, Therapien gesteuert und medizinische Entscheidungen zuverlässig abgesichert werden“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Digitalisierung als Meilenstein 

Ein entscheidender Innovationsschritt war die Einführung der Digitalen Pathologie Anfang 2026. Dabei werden klassische Glasobjektträger vollständig gescannt und als hochauflösende digitale Bilder – sogenannte Whole-Slide-Images – gespeichert. Diese können ortsunabhängig abgerufen, beliebig vergrößert und präzise vermessen werden. Die Vorteile sind vielfältig: Befunde stehen standortübergreifend in Echtzeit zur Verfügung, interdisziplinäre Fallbesprechungen werden erleichtert und telemedizinische Konsile effizient ermöglicht. „Die digitale Pathologie bringt für unsere tägliche Arbeit enorme Vorteile“, erklärt Prim.a Gräf. „Sie erhöht die diagnostische Qualität, schafft neue Möglichkeiten der standortübergreifenden Zusammenarbeit und legt den Grundstein für den zukünftigen ergänzenden Einsatz von künstlicher Intelligenz in der feingeweblichen Diagnostik und für den Einsatz KI-gestützter Analyseverfahren.“

Auch der kaufmännische Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland, Franz Öller unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Schrittes: „Die Digitalisierung ist für unsere Kliniken ein zentraler Zukunftsfaktor. Mit der Einführung der digitalen Pathologie investieren wir bewusst in Qualität, Geschwindigkeit und Vernetzung – zum Vorteil unserer Patientinnen und Patienten sowie unserer Mitarbeitenden.“

Pathologie ist mehr als Obduktion

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass sich Pathologie hauptsächlich mit Obduktionen befasst. 98 Prozent der Untersuchungen betreffen heute lebende Patientinnen und Patienten. Das Spektrum reicht von mikrobiologischen Analysen bei Infektionen wie Harnwegsinfekten und Blutvergiftungen bis hin zu komplexen histologischen Untersuchungen bei Tumorerkrankungen. „Moderne Bildgebung wie MRT und gezielte Tests ermöglichen heute, viele Erkrankungen schon zu Lebzeiten präzise zu erkennen, sodass nicht erst nach dem Ableben nach Ursachen gesucht werden muss“, erklärt die Institutsleiterin.

Das Institut für Klinische Pathologie und Mikrobiologie der Klinik Oberwart versorgt alle vier Klinikstandorte der Gesundheit Burgenland – mit histologischen Befundenund mikrobiologischen Analysen, welche die Grundlage für zielgerichtete Therapien und medizinische Beratung bilden. Seit Kurzem wurde hier die digitale Pathologie eingeführt. Diese Innovation macht das Institut nicht nur zum modernsten Labor des Landes, sondernauch zu einem der innovativsten österreichweit. Dies unterstreicht auch die wachsende Bedeutung der Pathologie, besonders im Bereich der Krebsdiagnostik. 

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Digitale Pathologie
Graef_Team
Pathologie 1
Pathologie 2
Graef

Bildtext Digitale Pathologie: Dank der Digitalisierung sind noch präzisere Analysen möglich. 

Bildtext Graef_Team: Primaria Dr.in Evelyn Gräf mit ihrem Team an den Mikroskopen.

Bildtext Pathologie 1: Mit Präzision der Ursache auf der Spur. 

Bildtext Pathologie 2: Gewebeproben werden hier genauestens untersucht. 

Bildtext Graef: Institutsleiterin Primaria Dr.in Evelyn Gräf 

Bildquelle: Gesundheit Burgenland

Eisenstadt, 9. März 2026

Rückfragehinweis: Gesundheit Burgenland, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, kommunikation(at)gesundheit-burgenland.at