Ombudsstelle gegen Cybermobbing für Kinder und Jugendliche gegen Mobbing und Hass im Netz

Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler und Kinder- und Jugendanwältin Mag.a Nicole Bartl präsentierten die Ombudsstelle gegen Cybermobbing für Kinder und Jugendliche.

LRin Winkler: Ombudsstelle als bedeutender Schritt zur Unterstützung und Beratung von Kindern und Jugendlichen beim Vorgehen gegen Cybermobbing und andere digitale Grenzüberschreitungen

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer zunehmend digitalisierten Welt mit Social Media, Apps, Chatbots und Online-Gaming auf, und vor allem Cybermobbing, also das wiederholte absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen, Belästigen oder Ausgrenzen über digitale Medien, ist ein stetig wachsendes Problem. Um betroffenen Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle zu bieten, wo sie ab sofort Beratung und Unterstützung finden, wird vom Land Burgenland eine „Ombudsstelle Cybermobbing für Kinder und Jugendliche gegen Mobbing und Hass im Netz“ eingerichtet, die am Dienstag von Bildungs- und Jugendlandesrätin Daniela Winkler und Kinder- und Jugendanwältin Nicole Bartl präsentiert wurde. „Cybermobbing wirksam zu begegnen ist wichtig, weil es sich auf die mentale Gesundheit auswirkt, aber auch, weil das hochladen diskreditierender Inhalte junge Menschen im späteren Berufsleben behindern kann. In diesem Zusammenhang sind der aktuelle Diskurs um die Festsetzung eines Mindestalters für die Social-Media-Nutzung und der Plan der Bundesregierung, bis zum Sommer einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen, zu begrüßen. Mit dieser Ombudsstelle, die auch Teil unseres Regierungsprogramms ist, setzen wir im Burgenland bereits jetzt einen beutenden Schritt zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen“, so Landesrätin Winkler.

„Sozial Media, Handy oder Tablet gehören heute zum Alltag einfach dazu. Gerade Kinder lernen spielerisch einfach, Möglichkeiten, die Sozial Media bietet, zu nutzen. Umso wichtiger ist es, Kindern den richtigen Umgang damit zu beizubringen. Und es geht darum, Kinder und Jugendliche vor Cybermobbing, ob als Oper oder als Verursacher, zu schützen – vor Bedrohungen, Beleidigungen, diskreditierenden Situationen, digitalen Konflikten, die sich im Netz rasend schnell verbreiten und dort auch bleiben. Deshalb setzen wir nun den Schritt, die Cybermobbingstelle für Kinder und Jugendliche einzurichten“, betont Winkler. Es gehe um Prävention, Beratung, Intervention und Begleitung, sowohl auf juristischer als auch psychologischer Ebene.

Die Ombudsstelle für Cybermobbing ist eine Service- und Unterstützungsstelle, die insbesondere Jugendlichen dabei hilft, sich gegen Mobbing und Hass im Netz zur Wehr zu setzen. Sie ist als unabhängige Stelle bei der Burgenländischen Kinder- und Jugendanwaltschaft an der Bezirkshauptmannschaft Mattersburg angesiedelt, die neben Kinder- und Jugendanwältin Nicole Bartl aus einer Psychologin und einer Sekretariatskraft besteht. 

Information und Beratung

Ob Kinder und Jugendliche direkt von Mobbing betroffen sind, es beobachten oder selbst daran beteiligt sind – die Ombudsstelle für Cybermobbing bietet in all diesen Fällen praxisnahe Unterstützung. 
Zu ihren Aufgaben gehört es, insbesondere Kinder und Jugendliche sowie die für sie verantwortlichen Personen wie Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte über Cybermobbing, Mobbing und andere digitale Grenzüberschreitungen (Catfishing, Deepfake, Dickpicks, Fake News, Happy Slapping, Hate Speech, …) zu informieren und bei der Einschätzung, ob es sich um Cybermobbing oder eine andere Straftat im digitalen Bereich handelt, zu unterstützen. Neben Mobbing-Prävention an Schulen liegt der Fokus auch auf der kostenlosen Beratung zu etwaigen straf-, zivil- und medienrechtlichen Ansprüchen, zu Prozesserfordernissen und einem etwaigen Prozessrisiko an.

Kinder- und Jugendanwältin Nicole Bartl erklärt: „Ziel unserer Tätigkeit ist es, gemeinsam Lösungen zu finden. Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei konkreten Schritten zur Beendigung des Cybermobbings oder anderer digitaler Grenzüberschreitungen. Zum Beispiel unterstützen wir bei der Löschung rechtswidriger Inhalte im Netz, bei der Beantragung von Prozessbegleitung, aber auch bei der Auslotung von Handlungsmöglichkeiten zur nachhaltigen Verbesserung der persönlichen Situation durch Kontaktaufnahme mit diversen Helfersystemen – also Bildungseinrichtungen, außerschulischer Jugendarbeit, Obsorgeberechtigten oder Polizei.“

Eine weitere zentrale Aufgabe der Ombudsstelle für Cybermobbing besteht in der koordinierten Vernetzung von Einrichtungen und Fachpersonen, die in den Bereichen Mobbing und Cybermobbing tätig sind.

Betroffene klicken für ihre Anliegen auf die folgende E-Mail-Adresse: mobbing(at)bgld.gv.at

Für weitere Infos klicken Sie auf den folgenden Link:www.burgenland.at/cybermobbing   

Kontakt:
Kinder- und Jugendanwältin Mag.a Nicole Bartl
Telefon: 057 600/2808
mobbing(at)bgld.gv.at 

Zum Herunterladen des Fotos klicken Sie auf den folgenden Link: Cybermobbingstelle

Bildtext Cybermobbingstelle: Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler und Kinder- und Jugendanwältin Mag.a Nicole Bartl präsentierten die Ombudsstelle gegen Cybermobbing für Kinder und Jugendliche.

Bildquelle: Büro LRin Winkler/Christoph Novak

Eisenstadt, 07. April 2026

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