Mit der Uraufführung von „Nincshof“ ist die erste Eigenproduktion unter der künstlerischen Leitung von Christoph Krutzler am Donnerstag, 15. Oktober 2026, im Frank Hoffmann Kulturzentrum Güssing erfolgreich auf die Bühne gebracht worden. Der vielfach beachtete Debütroman der im Burgenland aufgewachsenen Autorin Johanna Sebauer wurde damit erstmals für die Bühne adaptiert. Regie führte Lisa-Maria Cerha, die Dramatisierung stammt von Fabian Pfleger, für die Musik zeichnete Ferry Janoska verantwortlich. Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil: „Mit dieser ersten Eigenproduktion zeigen wir, welches Potenzial in unserem heimischen Kulturschaffen steckt.“
Mit der Spielsaison 2026/2027 beginnt unter der künstlerischen Leitung von Christoph Krutzler ein neues Kapitel im Erwachsenentheater der Kulturzentren Burgenland. Die Premiere von „Nincshof“ bildete den Auftakt der ersten Eigenproduktion und verbindet regionale Verwurzelung mit professioneller heaterarbeit. Die Uraufführung wurde vom Publikum im Frank Hoffmann Kulturzentrum Güssing mit großem Interesse und viel Applaus aufgenommen. Besonders die Mischung aus burgenländischem Lokalkolorit und skurrilem Humor, das Zusammenspiel des fünfköpfigen Ensembles sowie die eigens für die Produktion komponierte Musik von Ferry Janoska wurden nach der Vorstellung vielfach hervorgehoben. „Es war ein wunderbarer Abend und ein großartiger Auftakt für unsere erste Eigenproduktion“, freut sich Christoph Krutzler über die gelungene Premiere.
Hans Peter Doskozil: „Ein starkes Zeichen für das kulturelle Schaffen“
Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil betont die Bedeutung der ersten Eigenproduktion und der neuen künstlerischen Leitung durch Christoph Krutzler: „Mit Christoph Krutzler haben wir einen künstlerischen Leiter gewonnen, der regionale Verwurzelung mit großer Erfahrung, Engagement und einer klaren künstlerischen Handschrift verbindet. Dass er seinen neuen Weg mit ‚Nincshof‘ beginnt, einem Werk der heimischen Erfolgsautorin Johanna Sebauer, ist ein starkes Zeichen für die Qualität und Vielfalt des kulturellen Schaffens, das seinen Ursprung in unserem Land hat.“ Christoph Krutzler: „Ein Theater, das den Menschen gehört“ Für Christoph Krutzler ist „Nincshof“ mehr als der Auftakt seiner ersten Saison als künstlerischer Leiter. Die Eigenproduktion steht für sein Ziel, regionale Verwurzelung mit professionellem künstlerischem Anspruch zu verbinden.
„Als Burgenländer für das Burgenland zu arbeiten, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich möchte ein Theater schaffen, das den Menschen gehört – unser Theater. Zugänglich, anspruchsvoll, vielfältig und regional verankert. Umso größer ist meine Freude, dass wir diesen neuen Weg mit ‚Nincshof‘ beginnen konnten und gemeinsam mit einem großartigen Ensemble und Team unsere erste Eigenproduktion auf die Bühne bringen“, so Krutzler.
Claudia Priber: „Ein starker Auftakt für die neue Theatersaison“
Auch Claudia Priber, Geschäftsführerin Kultur Burgenland, hebt die Bedeutung regionalen Kulturschaffens hervor. Mit der Bühnenadaption des Romans Nincshof der burgenländischen Autorin Johanna Sebauer als erster Eigenproduktion der neuen Theatersaison zeigt sich, wie regionale Geschichten durch professionelle Theaterarbeit lebendig werden und ein breites Publikum erreichen können. „Mit Nincshof bringen wir eine Geschichte auf die Bühne, die tief im Burgenland verwurzelt ist und zugleich weit über unsere Region hinausweist. Dass wir den Roman der burgenländischen Autorin Johanna Sebauer als erste Eigenproduktion der neuen Theatersaison für das Theater adaptieren konnten, freut mich besonders. Die gelungene Premiere zeigt, wie aus regionalen Geschichten lebendiges Theater werden kann. Mein großer Dank gilt Christoph Krutzler, Johanna Sebauer, dem gesamten Ensemble und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor und hinter der Bühne, die diese Produktion mit ihrem Engagement möglich gemacht haben“, so Priber.
Vom Erfolgsroman zur Uraufführung
Mit „Nincshof“ gelang Johanna Sebauer 2023 ein viel beachtetes Romandebüt. Für den Roman erhielt sie den Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals; außerdem stand „Nincshof“ auf der Shortlist für das „Hamburger Buch des Jahres 2023“. Sebauer wurde 1988 in Wien geboren und lebt heute wieder im Burgenland. Beim Bachmann-Wettbewerb 2024 wurde sie für ihre Erzählung „Das Gurkerl“ mit dem 3sat-Preis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2026 erschien mit „Popóm“ ihr zweiter Roman.
Für die Bühnenfassung wurde „Nincshof“ von Fabian Pfleger dramatisiert, Regie führte Lisa-Maria Cerha. Auf der Bühne steht ein fünfköpfiges Ensemble mit Mona Kospach, Johanna Mertinz, Christoph Krutzler, Skye MacDonald und Gerald Votava. Für die eigens komponierte Musik zeichnet Ferry Janoska verantwortlich, der bei „Nincshof“ auch selbst in der kleinen Rolle des Sipp
Sepp auf der Bühne steht.
Bildquelle: Kultur-Betriebe Burgenland GmbH
Eisenstadt, 16. Oktober 2026





