Momentum Studie bestätigt erfolgreiche Kinderbetreuung im Burgenland

Portrait von Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler.

LRin Winkler: "Der beitragsfreie Ganzjahreskindergarten stärkt Familien und sichert frühe Bildungschancen"

Eine aktuelle Studie des Momentum Instituts untersucht die Kinderbildung und Kinderbetreuung in Österreich. Das Burgenland erreicht dabei im bundesweiten Vergleich erneut Spitzenwerte Bildungslandesrätin Daniela Winkler führt dieses Ergebnis auf gezielte politische Maßnahmen wie den beitragsfreien Ganzjahreskindergarten zurück. "Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und ich haben uns frühzeitig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingesetzt. Mit dem beitragsfreien Ganzjahreskindergarten haben wir verlässliche Grundlagen für die Familien im Burgenland geschaffen." 

Die Erhebung des Momentum Instituts vom Oktober 2026 zeigt eine positive Bilanz für das Burgenland. Bei den Kindern unter drei Jahren liegt das Land mit einer Betreuungsquote von 42,7 Prozent auf dem zweiten Platz knapp hinter Wien. Der österreichische Durchschnitt beträgt in dieser Altersgruppe 36 Prozent. Bei den Kindern von drei bis fünf Jahren verzeichnet das Burgenland eine Besuchsquote von 97 Prozent. 

Starker Ausbau bei vollzeittauglicher Betreuung

Ein zentraler Indikator der Studie ist die Vereinbarkeit der Betreuungsplätze mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern. Bei den Kindern von drei bis fünf Jahren sind im Burgenland 74 Prozent der Plätze mit einem Vollzeitjob vereinbar. Das bedeutet den zweiten Platz im Bundesländervergleich knapp hinter Wien. Seit dem Kindergartenjahr 2019/20 verzeichnete das Burgenland hier ein Plus von 41 Prozentpunkten. Das ist der deutlichste Zuwachs aller Bundesländer in dieser Altersgruppe. Auch bei den unter Dreijährigen stieg der Anteil vollzeittauglicher Plätze im selben Zeitraum um 21 Prozentpunkte auf 48 Prozent. In den Freistädten Eisenstadt und Rust sind bei den drei bis fünf Jahre alten Kindern bereits 100 Prozent der Plätze mit einer Vollzeitarbeit vereinbar. 

Bessere Chancen am Arbeitsmarkt für Frauen und Mütter

Die Studie beleuchtet intensiv die Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Fehlt ein passendes und leistbares Angebot, übernehmen meist Mütter die Betreuung zu Hause. In Österreich arbeiten über 80 Prozent der teilzeitbeschäftigten Mütter mit Kindern unter 15 Jahren wegen Betreuungsaufgaben in Teilzeit. Die Analyse belegt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Betreuungsangebot und der Erwerbstätigkeit. In Bundesländern mit vielen vollzeittauglichen Betreuungsplätzen ist die Teilzeitquote von Frauen nachweislich niedriger. 

Frauenlandesrätin und Familienlandesrätin Winkler sieht im burgenländischen Weg eine gezielte Unterstützung für Mütter: "Eine verlässliche Kinderbetreuung ist die Voraussetzung für echte Wahlfreiheit. Wir ermöglichen vor allem Frauen und Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf sowie die Ausübung einer Vollzeitbeschäftigung."

Im November 2019 wurde die institutionelle Kinderbetreuung im Burgenland bis zum Schuleintritt beitragsfrei gestellt. Im Oktober 2024 folgte die Einführung des Ganzjahreskindergartens durch den Wegfall der Ferienschließtage. 

„Es freut mich sehr, dass die Familien im Burgenland unser Angebot so zahlreich annehmen. Das Land und die Gemeinden schaffen dafür die nötigen Rahmenbedingungen“, betont Landesrätin Winkler.

Kindergarten als erste Bildungseinrichtung

Trotz der hohen Quoten besuchen weiterhin einige Kinder vor dem verpflichtenden letzten Jahr noch keinen Kindergarten. Für Bildungslandesrätin Winkler hat der frühe Besuch jedoch eine große Bedeutung für die kindliche Entwicklung.

„Der Kindergarten ist die erste Bildungseinrichtung für unsere Kinder. Hier finden das soziale Miteinander und die sprachliche Entwicklung gemeinsam mit Gleichaltrigen statt. Jeder frühe Besuch im Kindergarten legt ein wichtiges Fundament für den weiteren Bildungsweg“, erklärt Landesrätin Winkler abschließend.

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Bildtext LRin_Winkler: Portrait von Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 16. Oktober 2026

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