Mercosur-Abkommen gefährdet Landwirtschaft, Umwelt und KonsumentInnen

Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich, Ing. Ernst Tschida, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Ing. Werner Falb-Meixner, Franz-Peter Bresich, Sebastian Bauer und Markus Holzschuster bei der Kundgebung in Parndorf
LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner bei der P“Gesunde Lebensmittel für Europa – #NeinZuMERCOSUR” in Parndorfrotestaktion "
Protestaktion “Gesunde Lebensmittel für Europa – #NeinZuMERCOSUR” in Parndorf
Protestaktion “Gesunde Lebensmittel für Europa – #NeinZuMERCOSUR” in Parndorf

LH-Stv.in Haider-Wallner bei Demonstration “Gesunde Lebensmittel für Europa – #NeinZuMERCOSUR” in Parndorf

Mit ihrer Teilnahme an #NeinZuMERCOSUR gegen das am Freitag, 9. Jänner 2025 beschlossene EU-Handelsabkommen setzt die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarreferentin Anja Haider-Wallner ein Zeichen der Solidarität mit den bäuerlichen Betrieben. Entlang der Route zwischen Parndorf und Neusiedl am See protestierten am Samstag dutzende LandwirtInnen gegen das Abkommen, von dem negative Folgen für die heimische Landwirtschaft erwartet werden. „Dass wir uns in Parndorf mit den Bäuerinnen und Bauern auf der Straße versammeln, zeigt, wie groß die Sorge in der Landwirtschaft ist“, so Haider-Wallner. „Parndorf steht sinnbildlich für den Druck, der auf regionalen Betrieben lastet: Auf der einen Seite globale Handelsinteressen, auf der anderen Seite jene Menschen, die unsere Lebensmittel erzeugen. Genau diesen Betrieben müssen wir jetzt den Rücken stärken!“

Die kleinteilige Landwirtschaft im Burgenland steht bereits seit langem unter Druck: steigende Produktionskosten, unsichere Märkte, zunehmende Wetterextreme und ein fortschreitender Strukturwandel belasten die Betriebe. „Das Bauernhofsterben der letzten Jahrzehnte ist auch bei uns deutlich spürbar. Immer weniger Betriebe bewirtschaften immer größere Flächen – Mercosur verschärft diese Entwicklung weiter“, so Haider-Wallner.

Ein zentraler Kritikpunkt sind die unterschiedlichen Produktionsstandards. Während burgenländische LandwirtInnen hohe Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandards einhalten, gelten im Mercosur-Raum völlig andere Produktionsbedingungen. Der routinemäßige Einsatz wachstumsfördernder Antibiotika, hormoneller Zusätze in der Tiermast sowie hochgefährlicher Pestizide ist vielerorts Alltag. Allein in Brasilien sind rund 150 Pestizide zugelassen, die in der EU verboten sind - der Pestizideinsatz hat sich dort in den letzten 20 Jahren sogar versechsfacht.

Bedrohung für regionale Versorgung und Qualität

Das Mercosur-Abkommen gefährdet nicht nur bäuerliche Existenzen, sondern auch die regionale Lebensmittelversorgung. Um KonsumentInnen eine bewusste Entscheidung zu ermöglichen, fordert Haider-Wallner eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für alle Lebensmittel – auch in der Gastronomie. 

„Nur wenn klar erkennbar ist, woher ein Produkt stammt, können sich KonsumentInnen gezielt für heimische Qualität entscheiden und unsere Betriebe stärken. Angesichts des Mercosur-Abkommens ist eine umfassende Herkunftskennzeichnung wichtiger denn je.“

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Bildtext Kundgebung Mercosur Parndorf 1: Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich, Ing. Ernst Tschida, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Ing. Werner Falb-Meixner, Franz-Peter Bresich, Sebastian Bauer und Markus Holzschuster bei der Kundgebung in Parndorf (v.l.).

Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner 

Parndorf, 10. Jänner 2026

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