Mehr Unterstützung für Besuche von Schulklassen in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf

SchülerInnen-Workshop in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf
SchülerInnen-Workshop in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf
ehemaligen Synagoge Kobersdorf

Erinnerungskultur ist ein zentraler Bestandteil unserer demokratischen Verantwortung – Gedenkstätte in Kobersdorf wurde in den OeAD-Mobilitätszuschuss aufgenommen

Besuche der Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge Kobersdorf“ werden nun im Rahmen des Mobilitätszuschusses des OeAD (Agentur für Bildung und Internationalisierung“ gefördert. Grundlage dafür ist eine neue Sonderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, die mit 20. April 2026 in Kraft getreten ist, die die finanzielle Unterstützung für Gedenkstättenbesuche von Schülerinnen und Schülern – darunter sind im Burgenland die ehemalige Synagoge Kobersdorf wie auch der Kreuzstadl Rechnitz – sichert. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil wertet diese Richtlinie als wichtiges Zeichen für die Bildungsarbeit im Burgenland: „Erinnerungskultur ist ein zentraler Bestandteil unserer demokratischen Verantwortung. Es ist ein wichtiges und starkes Signal, dass mit der ehemaligen Synagoge Kobersdorf und dem Kreuzstadl Rechnitz nun auch burgenländische Gedenkorte in die bundesweite Förderung aufgenommen wurden. Die Verfügbarkeit entsprechender Budgets unterstützt uns dabei, dass der Zugang zu diesen Lern- und Erinnerungsorten gesichert ist. Unser Ziel muss es sein, dass jede Schülerin und jeder Schüler die Möglichkeit erhält, sich mit der Geschichte unseres Landes auseinanderzusetzen.“

Der Mobilitätszuschuss richtet sich an Schulklassen beziehungsweise klassenübergreifende Schülergruppen der 8. und 11. Schulstufen aller Bundesländer. Gefördert werden Schulfahrten mit geführtem Besuch inklusive Transport- und Vermittlungskosten. Bisher war ausschließlich das KZ Mauthausen inklusive Außenlager Teil dieser Förderung. Die Erweiterung der Förderung durch die erweiterte Sonderrichtlinie schafft damit bessere Rahmenbedingungen, damit noch mehr junge Menschen diese Angebote wahrnehmen und Geschichte an authentischen Orten unmittelbar erfahren können.

„Die geschichtliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit unseres Landes ist ein zentraler Bestandteil der Bildungsarbeit im Burgenland“, betont Bildungslandesrätin Daniela Winkler. „Ein Besuch von authentischen Orten wie der ehemaligen Synagoge Kobersdorf oder dem Kreuzstadl Rechnitz ist von großem Wert für die Vermittlung von Demokratieverständnis und historischem Bewusstsein. Ich begrüße daher ausdrücklich, dass im Rahmen des Mobilitätszuschusses der OeAD nun auch burgenländische Gedenkstätten berücksichtigt werden. Das ist ein wichtiger Schritt, um Schülerinnen und Schülern im Burgenland den Zugang zur Erinnerungsarbeit zu erleichtern.“

Mit der Aufnahme der ehemaligen Synagoge Kobersdorf in den Mobilitätszuschuss wird nicht nur ein bedeutender burgenländischer Erinnerungsort gestärkt, sondern auch das bestehende pädagogische Angebot weiter aufgewertet. Der Lern- und Gedenkort bietet Schulklassen bereits heute ein breites Spektrum an Bildungsformaten: von einer klassischen Führung durch die ehemalige Synagoge und das jüdische Kobersdorf über Dialogformate wie „Likrat – Lass uns reden!“ bis hin zu Workshops zu Shoah-Education, Antisemitismusprävention, interreligiösem Dialog sowie Extremismus- und Polarisierungsprävention. Auch selbständig durchführbare Lernmodule für Pädagoginnen und Pädagogen stehen zur Verfügung.

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich vor dem Besuch über das Online-Formular auf der Website des OeAD. Je nach Entfernung zwischen Schulstandort und Gedenkstätte sowie in Abhängigkeit von den Gesamtkosten beträgt der Zuschuss 250 Euro oder 500 Euro pro Schulklasse bzw. Schülergruppe.

Der „OeAD - Agentur für Bildung und Internationalisierung“ wurde 1961 als Verein "ÖAD Österreichischer Auslandsstudentendienst" von der Rektorenkonferenz und der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) gegründet. Ziele des OeAD sind die Durchführung von Maßnahmen der europäischen und internationalen Kooperation im Bereich der Wissenschaft und Forschung sowie der Erschließung der Künste, der Hochschulbildung, der Bildung und der Ausbildung. 

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Eisenstadt, 13. Mai 2026

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