Masterplan soll mehr Menschen im Alltag zum Gehen motivieren

Landesrat Heinrich Dorner präsentierte den neuen Masterplan „Burgenland zu Fuß“

LR Dorner: Mehr Lebensqualität, bessere Gesundheit und höhere Verkehrssicherheit als zentrale Anliegen – „Das Burgenland geht voran“

Die Burgenländische Landesregierung hat vor kurzem den Masterplan „Burgenland zu Fuß“ beschlossen. Dieser verfolgt das Ziel, mehr Menschen im Alltag zum Gehen zu motivieren und sichere, komfortable Rahmenbedingungen zu schaffen. „Dadurch werden die Verkehrssicherheit und Lebensqualität erhöht und es werden wichtige Akzente in der Gesundheitsförderung gesetzt – ein weiterer Schritt für mehr aktive Mobilität im Burgenland“, erklärte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner bei der Präsentation des Masterplans. Mit einer Verbesserung des Schulumfeldes, der Unterstützung der Gemeinden bei der Entwicklung von Fußverkehrskonzepten oder geplanten Aktionen in Kooperation mit Ärztinnen und Ärzten werden gezielt Maßnahmen gesetzt, um das Gehen im Burgenland systematisch zu fördern. „Das Burgenland geht voran – Schritt für Schritt zu mehr Gesundheit, Lebensqualität und nachhaltiger Mobilität“, betonte Dorner.

„Jeder Weg beginnt mit einem Schritt. Das macht uns alle zu Fußgängerinnen und Fußgängern. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Zu-Fuß-Gehen kommt daher auch allen Burgenländerinnen und Burgenländern zugute,“ so der Landesrat. Gehen ist die einfachste Form der Fortbewegung, es ist gesund und umweltfreundlich. Dennoch wird dem Fußverkehr beispielsweise in der Planung oft zu wenig Beachtung geschenkt. 

Regelmäßiges Gehen fördert die Gesundheit, stärkt das Herz-Kreislauf-System und steigert das Wohlbefinden. Wer sich mindestens 150 Minuten pro Woche zu Fuß bewegt, bleibt nachweislich länger gesund und fit. Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der Med Uni Wien erklärte: „Schon moderate Bewegung wie zügiges Gehen hat viele positive Auswirkungen auf Körper und Psyche. Von deutlich gesenktem Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen über Stressreduktion bis hin zu Schutz vor Krebs und Demenz. Es ist eine der einfachsten Maßnahmen, um langfristig etwas für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit zu tun. Daher steht aus ärztlicher Sicht fest: Jeder Schritt zählt – Gehen ist ein Wundermittel, das den meisten Menschen praktisch immer zur Verfügung steht und sich wirklich sehr einfach in den Alltag einbauen lässt.“

Gehen ist nicht nur gesund, sondern auch kostengünstig und sozial. Der vorliegende Masterplan „Burgenland zu Fuß“ ist also weit mehr als ein verkehrspolitischer Impuls. Die Umsetzung der entwickelten Maßnahmen bedeutet mehr Lebensqualität, Gesundheitsförderung, Klimaschutz und soziale Teilhabe für alle Generationen. „Denn die Mobilität der Zukunft beginnt im Kleinen – am sicheren Weg zur Schule oder zur Bushaltestelle, am verkehrsberuhigten Dorfplatz oder bei der barrierefreien Straßenquerung zum Bäcker – also bei jeder Einzelmaßnahme, die den Alltag für Fußgängerinnen und Fußgänger sicherer und komfortabler macht“, sagte Christine Zopf-Renner, Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland.

Klare Ziele für ein fußgänger:innenfreundliches Burgenland

Der Masterplan „Burgenland zu Fuß“ verfolgt eine klare Vision: Alle Menschen im Burgenland sollen regelmäßig, sicher und komfortabel zu Fuß unterwegs sein können. 

Daraus leiten sich fünf zentrale Zielsetzungen ab:

  • Aktivität: Mehr Menschen gehen regelmäßig und gerne zu Fuß.
  • Sicherheit: Die Menschen fühlen sich beim Gehen sicher, die Unfallzahlen sinken.
  • Erreichbarkeit: Öffentliche Verkehrsmittel und wichtige Alltagsziele sind angenehm fußläufig erreichbar.
  • Komfort: Es gibt hochwertige, barrierefreie Infrastruktur mit ausreichend Platz und respektvollem Miteinander.
  • Zufriedenheit: Das Gehen wird als positive Erfahrung wahrgenommen. 

Konkrete Maßnahmen für mehr Bewegung im Alltag 

Zur Umsetzung setzt das Land Burgenland auf ein umfassendes Maßnahmenpaket. Mit der geplanten landesweiten Bewusstseinskampagne „Burgenland zu Fuß“ werden Burgenländerinnen und Burgenländer aktiv eingeladen, Alltagswege häufiger zu Fuß zurückzulegen. Die Kampagne wird über die gesundheitlichen Vorteile des Gehens informieren, durch Mitmachaktionen motivieren und positive Beispiele sichtbar machen.

Im Gesundheitsbereich wird die Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten wie auch Gesundheitskassen intensiviert. Gehen soll verstärkt als niederschwellige Präventionsmaßnahme etabliert werden – etwa im Rahmen gesundheitsfördernder Programme und Initiativen. 

Zudem unterstützt das Land die burgenländischen Gemeinden gezielt bei der Umsetzung fußverkehrsfreundlicher Maßnahmen. Dazu zählen Beratung durch die Mobilitätszentrale, fachliche Begleitung bei Schulwegprojekten, Verkehrsberuhigung oder Ortskernaufwertungen sowie die Bereitstellung von Leitfäden und Best-Practice-Beispielen. 

Ziel ist es, sichere, attraktive und barrierefreie Rahmenbedingungen vor Ort zu schaffen. Der Masterplan wurde im Rahmen des EU-Programms Interreg Europe im Projekt „STEP UP“ gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt. Damit verbindet das Burgenland europäisches Know-how mit regionaler Umsetzungskompetenz.

Weitere Aktivitäten im Burgenland: 

  • Tag des Zu-Fuß-Gehens: Am 27. April 2026 findet zum zweiten Mal der österreichische Tag des Zu-Fuß-Gehens statt. Details zu den geplanten Aktionen werden in Kürze präsentiert.
  • Rad- und Fußverkehrsgipfel: Von 9. bis 11. September 2026 findet in Eisenstadt in Kooperation mit dem Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur und der Stadt Eisenstadt der erste österreichische Rad- und Fußverkehrsgipfel statt. Drei Tage lang geht es bei dieser hochkarätigen Fachkonferenz um alle Themen rund ums Radfahren und Zu-Fuß-Gehen. Es werden rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich und den Nachbarstaaten erwartet.

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Masterplan Burgenland Zu Fuß

Bildtext Masterplan Burgenland Zu Fuß: Umweltmediziner Hans-Peter Hutter (Med Uni Wien), Christine Zopf-Renner (Leiterin der Mobilitätszentrale Burgenland) und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (v.l.).

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 9. April 2026

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