Der Internationale Tag der Roma ist ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation dieser Volksgruppe aufmerksam gemacht und zugleich ihre Kultur gefeiert werden soll. Diverse Vereine rücken die Volksgruppe auch im Burgenland immer wieder in den Fokus, Veranstaltungen wie Roma-Bälle oder auch Konzerte von Roma-Bands sorgen dafür, dass das kulturelle Erbe der Roma im Burgenland am Leben gehalten wird. „Die Roma können stolz auf ihre Kultur sein. Umgekehrt sind sie als Volksgruppe ein unverzichtbarer Bestandteil der burgenländischen Identität und tragen wesentlich zur kulturellen Vielfalt unseres Bundeslandes bei“, sagt Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf. „Wir sind aber noch nicht an unserem Ziel angekommen. Es bedarf einer gemeinsamen Anstrengung, die Lebens- und Erwerbssituation, aber auch die gesellschaftliche Stellung der burgenländischen Romnja und Roma weiter zu verbessern. In diesem Prozess geht es auch um symbolische Gesten. Der Bereich der wissenschaftlichen Forschung über die Volksgruppen ist dabei genauso relevant wie die kontinuierliche Förderung von arbeitsmarktpolitischen, bildungspolitischen und kulturellen Projekten der Volksgruppe.“ Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner betont: „Der Internationale Tag der Roma erinnert uns nicht nur an die lange Geschichte von Ausgrenzung und Diskriminierung, sondern auch an die Stärke, den Zusammenhalt und den kulturellen Reichtum der burgenländischen Romnja und Roma. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, dieses Erbe sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und echte Chancengleichheit zu schaffen. Die Roma-Fahne ist dabei ein wichtiges Zeichen des Erinnerns und der Anerkennung – entscheidend ist aber, dass wir auch im Alltag konsequent für Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander eintreten.“
Der Welt-Roma-Tag findet seit 1990 jährlich am 8. April statt und erinnert unter anderem daran, dass den Roma der Zugang zu Wirtschaft, Politik und Kultur lange verwehrt war. Auch die Geschichte des Burgenlandes zeigt, wie schwer es die Roma hatten: von der Verfolgung unter dem NS-Regime bis hin zu dem Attentat in Oberwart am 4. Februar 1995, bei dem vier junge Roma ermordet wurden. Seitdem ist das öffentliche Bewusstsein für die Probleme der Minderheit gewachsen. „Auch weiterhin müssen wir uns die Diskriminierung dieser Volksgruppe immer wieder ins Gedächtnis rufen, denn Toleranz und Menschlichkeit sollen im Vordergrund stehen, um im Burgenland ein friedvolles und aufgeschlossenes Miteinander zu ermöglichen“, so die Landesrätin Winkler. Immer mehr Gemeinden, vor allem aber auch die Zivilgesellschaft, werden sich ihrer regionalen Geschichte und Verantwortung bewusst. Mittlerweile ist es selbstverständlich, dass auf Denkmälern zur Nazizeit auch der Opfer unter den Roma und Sinti gedacht wird. „Diese Symbole des Erinnerns sind wichtig“, bekräftigt Winkler.
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Bildtext Int. Tag der Roma: Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Emmerich Gärtner-Horvath, Landesrätin Daniela Winkler und Martin Horvath
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland/Wiesinger
Eisenstadt, 7. April 2026
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