LR Schneemann: Neues Angebot für Ausbildung in der 24-Stunden-Betreuung 

Jürgen Grandits, BFI Burgenland Geschäftsführer, Martina Meister, BA MSc, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege BFI Burgenland, Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann, Erich Mauersics, vida-Landesgeschäftsführer und Mag. (FH) Christoph Lipinski, vidaflex.
Erich Mauersics. Mag. (FH) Christoph Lipinski, Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann, Martina Meister, BA MSc, Kursteilnehmerin Marija Buntic und Jürgen Grandits.

LR Schneemann: „Mit dieser Maßnahme wirken wir nicht nur dem Pflegekräftemangel entgegen, sondern stellen auch die Qualität der Betreuung sicher.“ 

Das Burgenland präsentiert einen innovativen Ansatz zur Lösung des Pflegekräftemangels und zur Qualitätssteigerung in der 24-Stunden-Betreuung. Heute wurde das Projekt im BFI Oberwart vorgestellt, mit dem Ziel, qualifizierte Arbeitskräfte für die 24-Stunden-Betreuung im Burgenland zu gewinnen und auszubilden. Soziallandesrat Dr. Schneemann: „Pflege und Betreuung sind die Schlüsselthemen der Zukunft. Wie wir in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen haben, verfolgt das Land Burgenland neue Denkansätze, setzt Reformen um und packt neue Lösungen an. Alles, um in der Pflege und Betreuung auch kommenden Generationen qualitativ hochwertige Versorgung und Finanzierbarkeit zu garantieren. Mit diesem neuen Angebot setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt in diese Richtung.“ 

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Qualität der 24-Stunden-Betreuung im Burgenland zu erhöhen und dem Mangel an Betreuer und Betreuerinnen entgegenzuwirken. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern, darunter die Gewerkschaft vida Burgenland, soll eine umfassende Ausbildung auch für Heimhelfer:innen gewährleistet werden. Über die Sozialen Dienste Burgenland wurde das BFI Burgenland mit der Projektleitung sowie der Konzeption und Durchführung der Ausbildung beauftragt. Die vidaflex Betreuer:innen Service GmbH ist für die Akquise von Betreuer:innen verantwortlich, während die Gemeinwohlplattform betreuerinnen.at die Vermittlung an burgenländische Familien übernimmt.

„Gerade in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten haben sich die Anforderungen an den Pflegeberuf aufgrund von demografischen Entwicklungen, veränderten Krankheitsbildern, einem Pflegepersonalmangel und nicht zuletzt der Pandemie einem massiven Veränderungsprozess unterzogen. Aber nicht nur die Anforderungen an den Pflegeberuf haben sich verändert, sondern auch die Menschen, die in diesem Beruf arbeiten. Unzählige Herausforderungen und Belastungsfaktoren wirken auf MitarbeiterInnen beruflich wie auch privat ein“, führt Soziallandesrat Schneemann aus. „Im Burgenland wurde das Ausbildungsangebot enorm aufgewertet. Trotzdem braucht es auch Kräfte aus Drittstaaten, weil es nicht möglich ist das Loch von 1.700 Pflegekräften allein durch die Ausbildung im Land zu schließen. Daher werden wir in Zukunft den Bedarf über Kräfte aus dem Ausland decken. Nun setzen wir mit der Rekrutierung und Ausbildung von 24h-Betreuungskräften einen weiteren Schritt, um die flächendeckende Pflege und Betreuung auch künftig sicherzustellen.“

Da Deutschkenntnisse bereits vorab vorhanden sein müssen, konzentriert sich die Ausbildung auf die Betreuung. Die Ausbildung – derzeit sind es drei Kurse mit jeweils 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - findet in Kroatien und Serbien statt. Fertig ausgebildet werden die 54 Betreuerinnen und Betreuer nach der Ausbildung über die Plattform betreuerinnen.at an burgenländische Familien vermittelt. Danach besteht die Möglichkeit eine Ausbildung zur Heimhilfe zu absolvieren.

Kompetente Partnerschaft mit dem BFI 
Die Ausbildung umfasst 200 Unterrichtseinheiten theoretische Ausbildung und 200 Stunden praktische Ausbildung. Zusätzlich bietet das Modul „Unterstützung bei der Basisversorgung“ eine integrierte Schulung mit 100 UE theoretischem Unterricht und 40 UE praktischem Unterricht in einer burgenländischen Betreuungseinrichtung. Dazu Martina Meister, BA MSc, Fachbereichsleitung Pflege und Gesundheit BFI Burgenland: „Das Projekt im Burgenland hat eine Vorreiterrolle im Bezug auf qualitative 24-Stunden-Betreuung. Eine verpflichtende Ausbildung in diesem Bereich wäre der nächste logische Schritt, um langfristige die Qualität in der Betreuung zu verankern.“ Auch Jürgen Grandits, Geschäftsführer des BFI Burgenland, weiß um die Notwendigkeit dieser Ausbildung: „Ausgebildete 24-Stunden-Betreuungskräfte zu finden war bis dato fast unmöglich. Dies wollen wir mit dem Projekt ändern. Die kulturelle und sprachliche Verbindung des Burgenlandes zu Ungarn und den Slawischen Ländern insbesondere Kroatien, macht diese zu optimale Kooperationspartner.“

Vida und vidaflex unterstützen das Projekt 
Vida Burgenland Erich Mauersics: „Die Gewerkschaft sieht sich als Bewegung der Arbeit in Österreich für alle Personen am österreichischen Arbeitsmarkt an. Daher haben wir die Idee und die Gründung einer Gemeinwohlplattform für 24-Stunden-Betreuung www.betreuerinnen.at von Anfang an unterstützt. Ich freue mich daher umso mehr, dass gerade mein Heimatland das erste Bundesland ist, die Vorreiterrolle bei qualitativ hochwertiger 24-Stunden-Betreuung einnimmt.“ Begeistert vom Projekt ist auch Mag. Christoph Lipinski,MA, von der vidaflex Betreuer:innen Service GmbH:  „Dank der hervorragenden Kooperation mit dem Land Burgenland und dem BFI Burgenland können wir 24-Stunden-Betreuung den Burgenländer:innen zu moderaten Preisen und mit fachkundigen Betreuer:innen anbieten“.

Fotos zum Download:

24-Stunden-Betreuung 1
24-Stunden-Betreuung 2

Bildtext 24-Stunden-Betreuung 1: Jürgen Grandits, BFI Burgenland Geschäftsführer, Martina Meister, BA MSc, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege BFI Burgenland, Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann, Erich Mauersics, vida-Landesgeschäftsführer und Mag. (FH) Christoph Lipinski, vidaflex. 

Bildtext 24-Stunden-Betreuung 2: Erich Mauersics. Mag. (FH) Christoph Lipinski, Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann, Martina Meister, BA MSc, Kursteilnehmerin Marija Buntic und Jürgen Grandits. 

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Dorothea Müllner-Frühwirth, 26. Februar 2024

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