Seit mittlerweile 20 Jahren bietet die Betreute Wohngemeinschaft von „Rettet das Kind“ in der Johann-Sebastian-Bach-Gasse in Eisenstadt erwachsenen Menschen mit Behinderungen ein sicheres Zuhause und die Möglichkeit zu einem möglichst selbstbestimmten Leben. Soziallandesrat Leonhard Schneemann würdigte im Rahmen der Jubiläumsfeier die bedeutende Arbeit der Einrichtung und betonte die zentrale Rolle von Inklusion in einer modernen Gesellschaft: „Diese Wohngemeinschaft ist weit mehr als eine soziale Einrichtung. Sie ist für viele Menschen ein Zuhause, ein Ort der Sicherheit, des Vertrauens und der gelebten Menschlichkeit. Inklusion ist kein Randthema. Sie betrifft uns alle und ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung. Hinter jedem Wohnplatz stehen Menschen mit Hoffnungen, Talenten und dem Wunsch nach einem möglichst selbstbestimmten Leben“, so Schneemann.
Seit Juni 2006 werden in der Wohngemeinschaft zwölf Klientinnen und Klienten rund um die Uhr von einem qualifizierten Betreuungsteam begleitet. Ziel ist es, individuelle Stärken zu fördern, Selbstständigkeit zu unterstützen und den Bewohnerinnen und Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Klientinnen und Klienten gestalten ihren Alltag weitgehend eigenständig und bestimmen Freizeitaktivitäten sowie gemeinsame Urlaube aktiv mit. Österreichweit lebten im Jahr 2024 rund 1,9 Millionen Menschen mit Behinderungen, das entspricht fast einem Viertel der Bevölkerung zwischen 15 und 89 Jahren. Im Burgenland leben mehr als 21.000 Menschen mit Behinderungen. Aktuell stehen burgenlandweit 835 Tagesstrukturplätze sowie 402 Wohnplätze zur Verfügung.
Modernes Chancengleichheitsgesetz stärkt Teilhabe und Selbstbestimmung
Mit dem Burgenländischen Chancengleichheitsgesetz, das 2024 eingeführt wurde, hat das Land Burgenland einen modernen Rahmen geschaffen, um die Rechte von Menschen mit Behinderungen weiter zu stärken. Das Gesetz umfasst Leistungen von Frühförderung über Schulassistenz und berufliche Eingliederung bis hin zu Persönlicher Assistenz und Wohnangeboten. Der Landesrat hob insbesondere die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor: „Inklusion entsteht nicht allein durch Gesetze, sondern dort, wo Menschen tagtäglich miteinander leben, arbeiten und einander unterstützen. Genau das passiert hier, mit großem Engagement, Professionalität und viel Herz.“ Abschließend dankte Schneemann dem Verein „Rettet das Kind“, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Angehörigen für ihren langjährigen Einsatz und gratulierte der Einrichtung zum Jubiläum: „20 Jahre betreute Wohngemeinschaft Eisenstadt stehen für 20 Jahre gelebte Inklusion, Menschlichkeit und wertvolle Arbeit für die Menschen im Burgenland“, so Schneemann.
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Bildtext 20 Jahre Wohngemeinschaft_01: Soziallandesrat Leonhard Schneemann mit den Klientinnen und Klienten, der Betriebsleitung und den Festgästen bei der 20-Jahres-Feier.
Bildtext 20 Jahre Wohngemeinschaft_02: Mario Zagler, Generalsekretär Rettet das Kind Burgenland, Bereichsleiterin Margot Schlaffer, Klient Thomas, Soziallandesrat Leonhard Schneemann, Klientin Barbara, Bürgermeister Thomas Steiner und Präsident Peter Rezar.
Bildtext 20 Jahre Wohngemeinschaft_03: Soziallandesrat Leonhard Schneemann, Klient Thomas, Klientin Barbara und Präsident Peter Rezar.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Dorothea Müllner-Frühwirth, 20. Mai 2026
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