LR Dorner: „Verlegung der Güterverladung entlastet Anrainerinnen und Anrainer in Deutschkreutz“

Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, Judith Engel (Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG), Infrastrukturminister Peter Hanke und Vizebürgermeister Jürgen Hofer (Marktgemeinde Deutschkreutz) (v.l.).

Bau einer neuer Güterverladestelle - Startschuss für umfassende Modernisierung des Bahnhofs Deutschkreutz - Wichtiger Mobilitätsknoten für das Mittelburgenland

Mit der Modernisierung des Bahnhofs Deutschkreutz und der Verlegung der Güterverladung schaffen die ÖBB einen modernen, barrierefreien Mobilitätsknoten für die Region und optimieren gleichzeitig die Bedingungen für den Güterverkehr. Durch die Verlegung der Güterverladestelle an einen Standort außerhalb des Ortsgebiets wird zudem der Ortskern rund um den Bahnhof deutlich entlastet. Die ÖBB investieren rund 19 Millionen Euro in die Modernisierung des Bahnhofs Deutschkreutz sowie in die Verlegung der bestehenden Güterverladung. Das Projekt verbessert die Infrastruktur für Reisende und den Güterverkehr gleichermaßen. Neben einem barrierefreien Bahnhof mit modernen Anlagen profitieren Anrainerinnen und Anrainer insbesondere von einer deutlichen Reduktion der Lärmbelastung, da die Güterverladung künftig außerhalb des Ortszentrums erfolgt.

Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur: „Mit der Modernisierung des Bahnhofs Deutschkreutz investieren wir gezielt in eine moderne und barrierefreie Mobilität für die Menschen in der Region. Gleichzeitig schaffen wir bessere Bedingungen für den Güterverkehr und stärken damit den Wirtschaftsstandort Burgenland. Solche Infrastrukturprojekte verbessern die Lebensqualität vor Ort und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung.“

Heinrich Dorner, Landesrat für Infrastruktur und Verkehr: „Der Bahnhof Deutschkreutz ist ein wichtiger Mobilitätsknoten für das Mittelburgenland. Mit dem Umbau entstehen attraktive und barrierefreie Zugänge zum öffentlichen Verkehr, moderne Umsteigemöglichkeiten sowie zusätzliche Park- und Fahrradabstellplätze. Besonders erfreulich ist, dass durch die Verlegung der Güterverladung die Anrainerinnen und Anrainer im Ortskern künftig deutlich entlastet werden – das bringt weniger Lärm und mehr Lebensqualität.“

Jürgen Hofer, Vizebürgermeister der Marktgemeinde Deutschkreutz: „Für Deutschkreutz ist dieses Projekt ein großer Gewinn. Die Verlegung der Güterverladung aus dem Ortsgebiet bedeutet eine nachhaltige Verbesserung für viele Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig erhält unsere Gemeinde einen modernen Bahnhof, der sowohl den Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler als auch den Anforderungen einer zukunftsorientierten Mobilität gerecht wird.“

Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG: „Mit Investitionen von rund 19 Millionen Euro schaffen wir in Deutschkreutz eine moderne Bahninfrastruktur für die kommenden Jahrzehnte. Der neue barrierefreie Bahnhof verbessert Komfort und Zugänglichkeit für unsere Fahrgäste. Gleichzeitig optimieren wir die Infrastruktur für den Güterverkehr und sorgen durch die Verlegung der Güterverladung für eine spürbare Entlastung des Ortszentrums. So profitieren Reisende, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen.“

Erste Meilensteine bereits erreicht

Die Vorbereitungen für die neue Güterverladestelle haben bereits begonnen. Von 17. bis 20. Juli 2026 wurden erste Vorarbeiten am künftigen Standort durchgeführt. Dabei erfolgten der Einbau einer Weiche sowie die Sanierung der dort bestehenden Eisenbahnkreuzung. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für die weiteren Arbeiten zur Verlegung der Güterverladung.

Schrittweise Umsetzung bis 2028

Die Verlegung und der Neubau der Güterverladung erfolgen von September 2026 bis Juni 2027. Anschließend wird der Bahnhof Deutschkreutz umfassend modernisiert. Die Arbeiten am Bahnhof selbst sind von März bis November 2028 vorgesehen.

Im Rahmen der Modernisierung entsteht ein barrierefrei erreichbarer Mittelbahnsteig mit optimierter Zugangssituation. Darüber hinaus werden Gleisanlagen und Weichen erneuert, moderne Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen errichtet sowie ein neuer Bahnhofsvorplatz mit vier Bushaltestellen geschaffen.

Einschränkungen während der Bauarbeiten 

Für die Umsetzung des Projekts sind zeitweise Einschränkungen im Bahnverkehr erforderlich.

Bereits für die Vorarbeiten und den Weicheneinbau wurde die Strecke von 17. bis 20. Juli 2026 zwischen Sopron und Deutschkreutz gesperrt. Während dieser Sperre war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Für den Bahnhofsumbau ist von 29. Mai bis 4. September 2028 eine weitere Streckensperre mit Schienenersatzverkehr vorgesehen.

Die ÖBB sind bemüht, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf Anrainer:innen und Reisende so gering wie möglich zu halten. Dennoch lassen sich Lärm- und Staubentwicklungen sowie temporäre Einschränkungen während der Bauphase nicht vollständig vermeiden.

Investitionen in die Zukunft 

Mit dem Projekt schaffen die ÖBB die Voraussetzungen für einen zukunftsfitten Bahnhof und eine leistungsfähige Güterverkehrsinfrastruktur. Fahrgäste profitieren von mehr Komfort, Barrierefreiheit und verbesserten Umsteigemöglichkeiten. Gleichzeitig wird die Verlagerung der Güterverladung aus dem Ortszentrum zu einer deutlich höheren Lebensqualität für die Bevölkerung beitragen, da die bisherigen Lärm- und Betriebsbelastungen im Bahnhofsbereich entfallen.

Projekt Modernisierung Bahnhof Deutschkreutz im Überblick 

Bauzeit:

  • Verlegung/Neubau Güterverladung: September 2026 bis Juni 2027 
  • Modernisierung Bahnhof Deutschkreutz: März bis November 2028

Investitionsvolumen: 

  • Rund 19 Millionen Euro

Maßnahmen:

  • Verlegung der Güterverladestelle an einen neuen Standort außerhalb des Ortsgebiets 
  • Modernisierung des Bahnhofs Deutschkreutz 
  • Errichtung eines barrierefrei erreichbaren Mittelbahnsteigs 
  • Optimierung der Zugangssituation zum Bahnhof 
  • Erneuerung von Gleisen und Weichen 
  • Errichtung eines neuen Bahnhofsvorplatzes mit vier Bushaltestellen 
  • Neubau von Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen 
  • Park&Ride-Anlage mit rund 167 PKW-Stellplätzen, davon: 
  • 4 barrierefreie Stellplätze
  • 4 Familienstellplätze
  • 18 Frauenstellplätze
  • Bike&Ride-Anlage mit rund 100 überdachten Fahrradstellplätzen 
  • Rund 4 Stellplätze für motorisierte Krafträder

Vorteile:

  • Moderner, attraktiver und barrierefreier Bahnhof 
  • Verbesserter Komfort für Fahrgäste 
  • Optimierte Infrastruktur für den Güterverkehr 
  • Attraktive Umstiegsmöglichkeiten durch P&R- und B&R-Anlagen 
  • Verbesserte Verknüpfung von Bahn und Bus 
  • Deutliche Entlastung des Ortskerns durch Verlegung der Güterverladung 
  • Wegfall der Lärmbelastung durch Güterumschlag im Bahnhofsbereich 
  • Stärkung von Deutschkreutz als Mobilitätsstandort

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Spatenstich Bahnhof Deutschkreutz

Bildtext Spatenstich Bahnhof Deutschkreutz: Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, Judith Engel (Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG), Infrastrukturminister Peter Hanke und Vizebürgermeister Jürgen Hofer (Marktgemeinde Deutschkreutz) (v.l.).

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 4. September 2026

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