In einer grenzüberschreitenden Übung probten Feuerwehren aus Neckenmarkt und Ritzing wie auch Florianis aus Harka und weiteren ungarischen Gemeinden die theoretischen und praktischen Vorbereitungen eines koordinierten, gemeinsamen Vorgehens zur Prävention und zur Bekämpfung von Vegetationsbränden im Ödenburger Gebirge. „Waldbrände kennen keine Grenzen. Deshalb ist es wichtig, sich überregional und länderübergreifend gut abzustimmen, um im Bedarfsfall gerüstet zu sein und rasch und effizient die Ausbreitung von Bränden einzudämmen“, so Landesrat, Landesfeuerwehrreferent Heinrich Dorner, der die Übung beim „Kalten Bründl“ in Neckenmarkt direkt an der Grenze zu Ungarn besuchte.
Grund für die Übung, die im Rahmen des Interreg-Projekts „Grenzüberschreitender Waldbrandschutz im Soproner Gebirge - ForestFire“ stattfand, war die Möglichkeit, dass sich in zusammenhängenden Waldgebieten, wie es diese in der Region gibt, Flammen leicht über die Landesgrenze ausbreiten könnten. Um solchen Herausforderungen zu begegnen, haben die Freiwilligen Feuerwehren von Neckenmarkt, Ritzung und Harka gemeinsam mit weiteren Ortsfeuerwehren in Ungarn diese Übung initiiert. In Summe waren rund 50 Florianis aus dem Bezirk Oberpullendorf und gut 60 Feuerwehrleute aus Ungarn beteiligt.
Während der Gelände-Löschübung koordinierten die auf beiden Seiten der Staatsgrenze tätigen Freiwilligen Feuerwehren ihre Einsatzaufgaben auf Basis eines gemeinsam erarbeiteten Aktionsplans. Ziel soll sein, dass auf Basis der fachlichen Auswertungen die Wehren in den Gemeinden am Ödenburger Gebirge künftig in der Lage sind, Waldbrände im Grenzgebiet des Burgenlandes und in Ungarn schnell und effektiv zu bekämpfen.
Interreg-Projekt „Grenzüberschreitender Brandschutz im Ödenburger Gebirge – ForestFire“
Das Ziel des Interreg-Projekts „Grenzüberschreitender Brandschutz im Ödenburger Gebirge – ForestFire“ ist die Optimierung der grenzüberschreitenden Brandschutzkooperation. Zu den Aktivitäten gehören die Organisation gemeinsamer Schulungen und Übungen der Berufs- und Freiwilligenfeuerwehren, die Erstellung von Risikoanalysen sowie die brandschutztechnische Vorbereitung der lokalen Wälder und Infrastrukturen. Darüber hinaus legt das Projekt besonderen Wert auf den Wissensaustausch, die Weitergabe von Best Practices und den Aufbau grenzüberschreitender Kommunikationskanäle. Beteiligt an dieser Initiative sind die Freiwillige Feuerwehr Harka und die Freiwillige Feuerwehr Neckenmarkt. Das Projekt, das im September 2025 gestartet wurde, läuft noch bis März 2027.
Burgenland hat 2023 speziell ausgerüstete Vegetationsbrandbekämpfungs-Einheiten installiert
Da durch immer länger anhaltende Hitze und Trockenperioden die Gefahr von Flur- und Waldbränden steigt, haben sich das Land Burgenland und der Burgenländische Landesfeuerwehrverband vor rund drei Jahren entschlossen, in jedem Bezirk des Burgenlandes mehrere spezielle ausgerüstete Vegetationsbrandbekämpfungs-Einheiten zu installieren. Durch ein Schulungs- und Ausrüstungskonzept wurden rund 60 Feuerwehren zu Stützpunkten zur Vegetationsbrandbekämpfung aufgebaut. „Wir haben seitens des Landes für spezielle Ausrüstung zur Bekämpfung von Vegetationsbränden zusätzliche 425.000 Euro in den Katastrophenschutz investiert. Das Stützpunktkonzept umfasst 40 Feuerwehren zur Vegetationsbrandbekämpfung und 20 Feuerwehren, die ergänzend als Unterstützungseinheiten funktionieren. Es ist wichtig, eine gut funktionierende Feuerwehr im Land zu haben – und das ist bei uns zu 100 Prozent der Fall“, betont Landesrat Dorner.
Dowload Pressefotos:
Übung_01: Landesrat Heinrich Dorner überzeugte sich vor Ort bei der Übung „ForestFire“ am Kalten Bründl von der engen Abstimmung der Einsatzkräfte beider Länder zur effektiven Bekämpfung von Vegetationsbränden.
Übung_02: Rund 110 Feuerwehrkräfte aus Österreich und Ungarn übten im Ödenburger Gebirge bei Neckenmarkt den Ernstfall eines grenzüberschreitenden Waldbrandes und trainierten die koordinierte Zusammenarbeit im Gelände.
Übung_03: Vertreter der beteiligten Feuerwehren und Verantwortliche des grenzüberschreitenden Projekts „ForestFire“ trafen sich im Übungsgebiet am Kalten Bründl bei Neckenmarkt, um die Zusammenarbeit bei der Waldbrandbekämpfung weiter zu stärken.
Bildquelle: Büro LR Dorner
Eisenstadt, 12. April 2026
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