Anlässlich des Festaktes zum 200-jährigen Bestehen des Wiener Stadttempels würdigt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die historische und gesellschaftliche Bedeutung der Synagoge als einen der wichtigsten Orte jüdischen Lebens in Österreich. Im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, wurde heute, Mittwoch, das Jubiläum des 1826 eröffneten und nach umfassender Sanierung wiedereröffneten Stadttempels feierlich begangen.
„Der Wiener Stadttempel steht seit 200 Jahren für jüdisches Leben, Glauben und Gemeinschaft in Österreich. Dieses Jubiläum führt uns eindrucksvoll vor Augen, wie tief jüdisches Leben in der Geschichte und Kultur unseres Landes verwurzelt ist. Das gilt in besonderer Weise auch für das Burgenland, wo jüdische Gemeinden über Jahrhunderte das gesellschaftliche und kulturelle Leben mitgeprägt haben. Dieses Erbe zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben, ist unsere gemeinsame Verantwortung“, betont Doskozil.
Mit der ehemaligen Synagoge Kobersdorf und der Synagoge in Stadtschlaining hat das Land Burgenland in den vergangenen Jahren bedeutende Zeugnisse jüdischer Geschichte bewahrt und als Erinnerungs- und Kulturorte zugänglich gemacht. „Erinnerung bedeutet für uns nicht nur, zurückzublicken. Sie bedeutet auch, Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen und dafür einzutreten, dass jüdisches Leben in Österreich sichtbar, sicher und selbstverständlich seinen Platz hat“, so Doskozil abschließend.
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Bildtext "Festakt 200 Jahre Wiener Stadttempel": Ehrengäste beim Festakt 200 Jahre Wiener Stadttempel
Bildquelle: Büro LH Hans Peter Doskozil
Eisenstadt, 16. September 2026
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