Leistungsbilanz und Einsatzstatistik der burgenländischen Feuerwehren 2025

Landesrat Heinrich Dorner präsentierte die Bilanz der burgenländischen Feuerwehren

Dorner: So viel Geld wie noch nie für Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

Feuerwehrreferent Landesrat Heinrich Dorner und Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf präsentierten gemeinsam die Leistungsbilanz und Einsatzstatistik 2025 des Burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes. „Wir haben auch im vergangenen Jahr wieder wichtige Investitionen ins Feuerwehrwesen getätigt, um größtmöglichen Schutz für unsere Feuerwehrleute zu gewährleisten und für größtmögliche Sicherheit für unsere Bevölkerung zu sorgen. Wir wollen damit für die aktuellen und künftigen Herausforderungen gerüstet sein. Deshalb fließt so viel Geld wie noch nie in den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz“, unterstrich der Landesrat. In Summe mussten die Florianis im Burgenland zu 7.710 Einsätzen ausrücken. Dabei leisteten die Feuerwehrfrauen und -männer insgesamt rund 106.000 Einsatzstunden und konnten 374 Menschen retten und aus Notlagen befreien. Das Land Burgenland hat im vergangenen Jahr die Wehren mit mehr als 5,5 Millionen Euro bei Anschaffungen und Investitionen in die Infrastruktur unterstützt. Eine positive Entwicklung war bei den Mitgliederzahlen feststellbar: Die Zahl der ehrenamtlichen Feuerwehrleute ist 2025 neuerlich gestiegen. Es gibt bereits 18.451 Personen, die sich in einer der 314 Wehren im Burgenland engagieren. Das sind gut 200 Personen mehr als 2024. „Diese positive Entwicklung wollen wir auch in den kommenden Jahren weiter vorantreiben, indem wir im Zuge unserer Sicherheitsoffensive den Feuerwehrleuten die beste Ausrüstung und Infrastruktur zur Verfügung stellen und wir unser Katastrophenschutz-Konzept weiter umsetzen“, betonte Dorner.

Im Burgenland gab es Investitionen in die unterschiedlichen Bereiche der Wehren. Ein wesentlicher Betrag davon wurde für Sonderbeschaffungen zur Finalisierung des fünfstufigen Katastrophenschutzkonzepts (KAT-Konzept) verwendet. Beispiele für Anschaffungen sind ein vollelektrisches Tankfahrzeug, zehn Teleskoplader, zwei Löschunterstützungsfahrzeuge oder zehn Feuerwehrzillen. „Welche Bedeutung Investitionen in die Ausrüstung haben, zeigt die Einsatzstatistik des letzten Jahres: Unsere Wehren mussten 2025 zu 7.710 Einsätzen landesweit ausrücken. Für ihre Verlässlichkeit, ihr Engagement und ihre Professionalität gebührt unseren ehrenamtlichen Mitgliedern der Feuerwehren unser ausdrücklicher Dank“, sagte Dorner.

Besondere Herausforderungen gelte es immer dann zu bewältigen, wenn unvorhersehbare Ereignisse eintreten – wie die verheerenden Überschwemmungen 2024 in vielen Teilen des Landes. Der immer häufiger auftretende plötzliche Starkregen und andere Extremwetterereignisse zeigen, wie wichtig es sei, für solche Fälle vorbereitet zu sein und den Katastrophenschutz weiter zu stärken, sagte Dorner. „Deshalb haben wir im letzten Jahr in Kooperation mit den Sicherheits- und Blaulichtorganisationen im Oktober 2025 einen Sicherheitsmonat veranstaltet, bei dem die Freiwilligen Feuerwehren eine zentrale Rolle eingenommen haben. Ziel dieser Initiative war es, das Bewusstsein für die Bedeutung des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes zu schärfen, die Menschen zu informieren und sie auf unterschiedlichste Notsituationen vorzubereiten“, so der Landesrat.

Der Landesfeuerwehrkommandant ergänzte: „Nachdem unsere Feuerwehren durch die extremen Wetterereignisse im Jahr 2024 mit landesweit mehr als 13.000 Einsätzen stark gefordert waren, war das vergangenen Jahr mit mehr als 7.710 Einsätzen und rund 106.000 geleisteten Stunden für die Wehren etwas ruhiger. 2025 wurde das Hauptaugenmerk unserer Tätigkeit auf Aus- und Fortbildungen wie auch auf die Ergänzung der Ausrüstung gelegt, was auch 2026 fortgesetzt werden soll. Vorgesehen ist die Anschaffung von Einsatzmitteln für das Katastrophenschutzkonzept. Geplant ist der Ankauf von Schmutzkreiselwasserpumpen, Tiefladeanhängern für den Transport von schwerem Gerät sowie von Containern für den Katastrophenschutzeinsatz.“

Ein weiterer Schwerpunkt und ein Highlight für den Burgenländischen Landesfeuerwehrverband sind die internationalen Feuerwehrwettkämpfe „World Firefighting Championships of CTIF 2026” in Eisenstadt vom 22. bis 26. Juli 2026. „Bei diesen Wettkämpfen werden rund 130 Wettkampfgruppen aus 18 Nationen erwartet. Ein Teil unserer Arbeit wird sich der Vorbereitung und der Abwicklung dieser Veranstaltung widmen“, erklärte Kropf.

Zahlen und Statistiken 2025

Einsatzzahlen

  • 7.710 Einsätze – durchschnittlich 21 Einsätze pro Tag
  • Rund 106.000 geleistete Einsatzstunden
  • Über 59.000 eingesetzte Feuerwehrmitglieder
  • 374 Menschen gerettet / aus Notlagen befreit

Anzahl der Feuerwehren

  • 308 Freiwillige Feuerwehren und sechs Betriebsfeuerwehren in 45 Feuerwehrabschnitten in den neun Feuerwehrbezirken 

Zahl der Mitglieder

  • 14.019 aktive Mitglieder
  • 2.323 Mitglieder bei der Feuerwehrjugend
  • 1.792 Reservisten
  • 317 Feuerwehr-Kids

Insgesamt 18.451 Mitglieder (Vgl. 2024: 18.239 Mitglieder), davon 16.096 Männer und 2.355 Frauen

Förderungen für Infrastruktur und Anschaffungen 2025

  • 5 Feuerwehrhäuser: 1,320.801 Euro
  • 32 Fahrzeuge: 1,891.718 Euro 
  • 16 Sonderbeschaffungen: 2,027.072 Euro
  • 121 Kleingeräte: 198.408 Euro
  • Bekleidung (191 Anschaffungen): 114.395 Euro

Gesamt: 5,552.394 Euro

Lehrgangszahlen 2025

  • Insgesamt 8.483 Personen in 72 Lehrgangstypen mit insgesamt 82.848 Ausbildungsstunden 

Ankauf Einsatzmittel - Beispiele

  • 1 Vollelektrisches Tanklöschfahrzeug eTLFB2000
  • 10 Stück Teleskoplader
  • 2 Stück Löschunterstützungsfahrzeuge (LUF)
  • 10 Stück Feuerwehrzillen
  • 8 Stück StarLink

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Bildtext Feuerwehr-Bilanz: Sven Karner (Feuerwehrdirektor für das Burgenland), Feuerwehrreferent Landesrat Heinrich Dorner und Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf (v.l.).

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland 

Eisenstadt, 3. Feber 2026

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