Landhausbienen sind angekommen: Neues Schulfach für die LFS Eisenstadt

Ing. Julia Mainx und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (v.r.) bei den Bienenstöcken im Landhaus-Garten.

LH-Stv.in Haider-Wallner: „praxisnahes Wissen über einen unverzichtbaren Teil unserer Landwirtschaft vermitteln“

Ab Herbst 2026 wird an der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt erstmals das Fach Bienenkunde angeboten. Für ein entsprechendes Zertifikat sind 24 Bildungseinheiten vorgesehen. Dabei erhalten die SchülerInnen fundierte Kenntnisse über die Haltung und Betreuung von Bienenvölkern sowie über die Honigernte und -verarbeitung. „Bienen sind für unsere Landwirtschaft unverzichtbar – deshalb wollen wir ihre Bedeutung auch in der Ausbildung unserer Junglandwirtinnen und Landwirten stärker verankern“, betont Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner. Insgesamt fünf Bio-zertifizierte Bienenvölker stehen für den praktischen Unterricht zur Verfügung.

Die praktische Betreuung der Bienen erfolgt durch die Schülerinnen und Schüler des zweiten Jahrgangs unter der Leitung von Ing. Julia Mainx. Drei Bienenvölker werden auf Flächen der LFS Eisenstadt aufgestellt, zwei weitere im Garten beim Landhaus. „Die SchülerInnen begleiten die Bienenvölker über ein ganzes Schuljahr und lernen dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte der Imkerei kennen. Das schafft einen direkten und praxisnahen Zugang zu diesem wichtigen Bereich der Landwirtschaft. Gleichzeitig lernen sie, genau hinzuschauen und Veränderungen in Wetter, Vegetation und Umwelt wahrzunehmen“, so Mainx. Ein Bienenvolk umfasst dabei rund 35.000 Bienen, die bei der Nahrungssuche in einem Radius von bis zu drei Kilometern unterwegs sind.

Das neue Unterrichtsangebot ist zugleich als Einstieg in die weiterführende Ausbildung im Bereich Bienenwirtschaft konzipiert. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat, das als erster offizieller Ausbildungsschritt für den Lehrgang „Facharbeiter Bienenwirtschaft“ angerechnet werden kann. Damit wird auch die Berechtigung für die Neueinsteiger-Förderung der AMA im Bereich Bienenwirtschaft erworben. Zusätzlich ist eine Zusammenarbeit mit dem Jugendbeauftragten des Burgenländischen Imkerverbandes vorgesehen, um besonders interessierte SchülerInnen gezielt zu fördern.

Aus der praktischen Arbeit soll der erste „Landhaushonig“ entstehen. Ein Bienenvolk produziert durchschnittlich rund 25 Kilogramm Honig pro Jahr. Der gewonnene Honig wird in kleinen Mengen als Geschenk verwendet. Die Gestaltung der Etiketten übernehmen die SchülerInnen der LFS Eisenstadt selbst.

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Bildtext Haider-Wallner_Bienchen: Ing. Julia Mainx und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (v.r.) bei den Bienenstöcken im Landhaus-Garten.

Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Eisenstadt, 25. August 2026

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