Die Burgenländische Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung die Freimachung von Finanzmitteln für die Fortsetzung der landesweiten Meningokokken-B-Impfaktion beschlossen. Die Meningokokken-B-Impfung ist derzeit nicht Bestandteil des kostenfreien österreichischen Kinderimpfprogramms. Mit der eigenen Landesaktion unterstützt das Burgenland gezielt den Schutz von Kindern. Dabei können Säuglinge im ersten Lebensjahr zu einem deutlich reduzierten Preis geimpft werden. Auch die Auffrischungsimpfung im zweiten Lebensjahr wird zu vergünstigten Konditionen angeboten. Die Aktion erfolgt gemeinsam mit der Apothekerkammer Burgenland, dem Impfreferat der Ärztekammer Burgenland, den burgenländischen Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendheilkunde sowie der derzeit einzigen Herstellerfirma GlaxoSmithKline Pharma GmbH (GSK). „Meningokokken können gerade bei Säuglingen innerhalb kürzester Zeit zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung führen. Wir wollen deshalb möglichst früh ansetzen und Familien dabei unterstützen, ihre Kinder bestmöglich zu schützen. Vorsorge darf dabei nicht an den finanziellen Möglichkeiten einer Familie scheitern“, betont Gesundheitsreferent und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Die Impfaktion des Landes besteht seit 2017 und ist Teil des Präventionsschwerpunkts der burgenländischen Gesundheitsoffensive, die Doskozil konsequent vorantreibt. Seit dem Start der BEXSERO-Aktion wurden bis heute in Summe 42.165 Impfungen durchgeführt.
Meningokokken-Erkrankungen werden durch Bakterien verursacht und können unter anderem eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen. Die Erkrankung verläuft häufig sehr schnell und kann innerhalb von 24 bis 48 Stunden lebensbedrohlich werden. Rund zehn Prozent der Erkrankten sterben trotz Behandlung, bei etwa 20 Prozent der Überlebenden bleiben dauerhafte Folgeschäden wie Gehirnschäden, Gehörverlust oder Amputationen zurück. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder. Meningokokken-B-Erkrankungen sind die häufigste Variante einer seltenen, aber gefährlichen invasiven Infektionskrankheit. In Österreich gibt es rund 100 Erkrankungsfälle pro Jahr. Das Nationale Impfgremium empfiehlt die Impfung für Kinder möglichst früh ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat.
„Gesundheitspolitik beginnt bei der Vorsorge. Gerade bei unseren Kleinsten wollen wir mit konkreten Maßnahmen dazu beitragen, schwere Erkrankungen zu verhindern und Familien bestmöglich zu unterstützen“, so Doskozil.
Der Impfling muss zum Zeitpunkt der ersten Impfung jünger als 12 Monate sein, nur dann können auch die notwendigen Folgeimpfungen zum Aktionspreis bezogen werden. Das Rezept muss mit dem Vermerk „Impfaktion kostenpflichtig“ ausgestellt und in einer burgenländischen Apotheke eingelöst werden. Die Impfungen erfolgen durch die burgenländischen Kinderärzte bzw. die ÄrztInnen für Allgemeinmedizin.
Die konkrete Impfberatung und Terminvereinbarung erfolgen über die behandelnden Kinderärztinnen und Kinderärzte.
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Eisenstadt, 23. September 2026
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