Land ruft „Gerald Mader Fellowship“ im Friedenszentrum Schlaining ins Leben

Landesrat Dr. Leonhard Schneemann (Mitte), Direktor Mag. Tobias Lang (r.) und Präsident, Standortleiter Mag. Norbert Darabos (l.) präsentierten den „Gerald Mader Fellowship“ auf Burg Schlaining.
Landesrat Dr. Leonhard Schneemann (Mitte, im Bild mit Mag. Norbert Darabos und Mag. Tobias Lang) bei der Pressekonferenz.

LR Schneemann: „Stärken damit gezielt die wissenschaftliche Exzellenz am Standort und führen das Erbe von Gerald Mader weiter“

Die aktuelle Welt-Situation mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, den dramatischen Entwicklungen im Nahen Osten - jüngste Eskalation zwischen Amerika, Israel und dem Iran - zeigen, wie fragil Frieden und Sicherheit geworden sind. Für das Land ist es daher von größter Bedeutung, dass mit dem „Gerald Mader Fellowship“ im Friedenszentrum Schlaining das Erbe von Gerald Mader weitergeführt wird. Landesrat Leonhard Schneemann erklärte dazu: „Wir stärken damit gezielt die wissenschaftliche Exzellenz am Standort in Schlaining. Forschung im Bereich Frieden und Konflikt sind heute sicherheitspolitisch relevant, gesellschaftspolitisch notwendig und demokratiepolitisch unverzichtbar.“

Das „Gerald Mader Fellowship“ würdigt das Lebenswerk von Friedenszentrum Schlaining-Gründer Gerald Mader. Damit wird gewährleistet, dass Frieden wissenschaftlich fundiert vorbereitet werden muss, Dialog und Minderheitenschutz zentrale Pfeiler einer demokratischen Gesellschaft sind, sowie das Burgenland eine besondere Rolle als Brückenregion in Europa spielen kann. „Mit der Benennung des Fellowships nach Gerald Mader wird nicht nur an eine Persönlichkeit erinnert, sondern ein politischer und wissenschaftlicher Auftrag fortgeführt“, erklärt Landesrat Leonhard Schneemann.

Das Fellowship konzentriert sich auf drei hochaktuelle Forschungsfelder

  1. Friedens- und Antisemitismusforschung: Dieses Themenfeld widmet sich der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus im Hinblick auf Friedens- und Konfliktforschung.
  2. Friedens- und Antirassismusforschung mit Schwerpunkt Volksgruppen: Unter besonderer Berücksichtigung des Artikels 7 des Österreichischen Staatsvertrags von 1955, der zentralen Bestimmung zum Schutz der slowenischen und kroatischen Minderheiten sowie dem Aspekt der Mehrsprachigkeit und demokratischer Vielfalt.
  3. Internationale Friedens- und Konfliktforschung: Mit Fokus auf Konfliktprävention, internationale Kooperation und nachhaltige Friedensprozesse.

Zwei Stipendien für eine Dauer von 6 Monaten

Direktor Tobias Lang vom Austrian Centre for Peace Schlaining erklärte dazu: „Wir wollen damit vor allem den Forschungsstandort in Schlaining sowie im Burgenland stärken. Wir werden den zwei Studenten auch einen Arbeitsplatz in Schlaining zur Verfügung stellen. Um für das Stipendium zum Zuge zu kommen, muss natürlich ein Burgenland-Bezug vorhanden sein.“

Präsident und Standortleiter Norbert Darabos wies auf die Wichtigkeit der Fortführung des Erbes von Gerald Mader hin: „Wir wollen mit dem Fellowship ein Zeichen setzen, und den eingeschlagenen Weg von Gerald Mader fortsetzen.“

Das Austrian Center for Peace vergibt im Auftrag des Landes Burgenland zwei Stipendien für eine Dauer von 6 Monaten. Die Gesamtfördersumme beträgt 15.000 Euro (6.000 Euro Fördermittel sowie 1.500 Euro Reisekostenzuschuss pro Stipendium). Die Ausschreibung startet heute, Mittwoch und endet am 30. April. Stipendienbeginn ist für 1. September vorgesehen. „Damit investieren wir gezielt in junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit zentralen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft auseinandersetzen“, so der Landesrat abschließend.

Wissenswertes zu Gerald Mader

Gerald Mader (1926 bis 2019) war eine der prägendsten Persönlichkeiten der österreichischen Friedensforschung und wäre heuer 100 Jahre alt geworden. Der Visionär für den Frieden machte durch sein Lebenswerk, die Gründung des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung 1982 in Stadtschlaining, das Burgenland zu einem international anerkannten Standort für Friedens- und Konfliktforschung, Dialogarbeit und zivile Konfliktbearbeitung.

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„Gerald Mader Fellowship“ - Friedenszentrum Schlaining_1
„Gerald Mader Fellowship“ - Friedenszentrum Schlaining_2  

Bildtext „Gerald Mader Fellowship“ - Friedenszentrum Schlaining_1: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann (Mitte), Direktor Mag. Tobias Lang (r.) und Präsident, Standortleiter Mag. Norbert Darabos (l.) präsentierten den „Gerald Mader Fellowship“ auf Burg Schlaining.

Bildtext „Gerald Mader Fellowship“ - Friedenszentrum Schlaining_2: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann (Mitte, im Bild mit Mag. Norbert Darabos und Mag. Tobias Lang) bei der Pressekonferenz.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Daniel Fenz, 11. März 2026

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