Die Freistadt Rust setzt mit dem Projekt „Ruster Trockensteinmauern“ einen wichtigen Impuls für den Arten- und Lebensraumschutz im Europaschutzgebiet Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge. Das Projekt wurde von der Freistadt Rust zur Förderung im Rahmen des Burgenländischen Arten- und Lebensraumschutzprogramms aus Mitteln des Burgenländischen Landschaftspflegefonds eingereicht und wird vom Land Burgenland mit insgesamt 5.935 Euro unterstützt. Landeshauptmann-Stellvertreterin Haider-Wallner, die als Landesrätin unter anderem den Naturschutz und die Landwirtschaft verantwortet, betont die Bedeutung des Vorhabens: „Trockensteinmauern sind ein prägendes Element unserer traditionellen Weinbaulandschaft und gleichzeitig wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Mit diesem Projekt wird eine alte Kulturtechnik wiederbelebt und ein konkreter Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt im Burgenland geleistet.“
Im Rahmen des Projekts errichten Weinbäuerinnen und Weinbauern aus der Region unter fachlicher Begleitung der Trockensteinmauer-Schule Österreich eine Trockenstein-Terrassenmauer aus lokalem Sandstein in den Ruster Weinbergen. Die Maßnahme erfolgt an einem Standort, an dem bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bereits eine Trockensteinmauer bestanden hat. Ziel ist es, das Wissen um diese traditionelle Bauweise in der örtlichen Bevölkerung zu verankern und künftig weitere Trockensteinmauern selbständig errichten zu können.
„Gerade in der Kulturlandschaft im Europaschutzgebiet Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge sind Trockensteinmauern seltene und daher besonders wertvolle Landschaftselemente“, so Haider-Wallner weiter. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Arten und zur Umsetzung europäischer Naturschutzziele. Das Projekt zeigt: Naturschutz und Landwirtschaft können Hand in Hand gehen.“
Trockensteinmauern als Teil der Ruster Weinbaugeschichte
Über sechs Jahrhunderte haben die Ruster Weinbauern fünf Großterrassen in den Hang gebaut, die das Erscheinungsbild noch heute prägen. Abgegrenzt wurden diese Höhenstufen durch gelegte Trockensteinmauern. Die Wiedererrichtung ist das Ziel des Ruster Weinbauvereins, der auch in den nächsten Jahren dieses Projekt vorantreiben wird.
Die Stadtgemeinde Rust mit Bürgermeister Gerold Stagl unterstützt dieses äußerst wertvolle Projekt seit rund zwei Jahren: „Die Trockensteinmauern gehören zur Geschichte und Identität der Freistadt Rust und deren Weinbaukultur“.
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Bildtext Trockensteinmauer Rust: 22 bis 25 Tonnen Sandstein wurden insgesamt verbaut. Das Verladen der Steine und das Vorbereiten der Baustelle hat einen Tag gedauert, das Mauern selbst drei Tage. Im Bild von links: Manfred Karner, Gabriel Erhard, Herbert Triebaumer, Samuel Triebaumer, Gerhard Triebaumer, Günter Triebaumer, LH-Stv.in Anja Haider-Wallner, Harald Tremmel, Gerold Stagl, Markus Fischl, Georg Seiler, Hubert Weidenbacher, Robert Gassner, Johannes Nehrer, Markus Hammer und Michael Dobrovits
Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
Eisenstadt, 11. Februar 2026
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