Land Burgenland: 103 Millionen Euro Förderungen für die Burgenländerinnen und Burgenländer

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil

LH Doskozil: Mehr als 30.000 Förderanträge 2025 genehmigt – Schwerpunkte bei Wohnen, Energie und konkreter Unterstützung für die Menschen

Mehr als 30.000 genehmigte Förderanträge und ein Fördervolumen von rund 103,2 Millionen Euro: Der aktuelle Jahresbericht der Abteilung 9 – EU, Gesellschaft und Förderwesen zeigt die breite Förderleistung des Landes Burgenland im Jahr 2025. Gegenüber dem Vorjahr stieg das genehmigte Fördervolumen um rund 4,5 Millionen Euro. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Förderungen sind für uns kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass das Geld dort ankommt, wo es für die Menschen einen konkreten Unterschied macht – beim Wohnen, bei den Energiekosten, für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Familien oder Vereinen. Mehr als 30.000 genehmigte Anträge in einem Jahr zeigen, wie breit diese Unterstützung im Burgenland tatsächlich ankommt.“ Besonders deutlich wird die Breite der Förderungen beim Blick auf einzelne Bereiche. Fast 45 Prozent der genehmigten Mittel entfielen auf Bauen und Wohnen, rund 21 Prozent auf den Bereich Wirtschaft und knapp 19 Prozent auf Energie. Mehr als drei Viertel des gesamten genehmigten Fördervolumens, also mehr als 86 Millionen Euro, kamen über Individualförderungen direkt natürlichen Personen zugute. Zu den finanzstärksten Maßnahmen zählten unter anderem „Raus aus Fossil“, die Errichtung von Eigenheimen, der Neubauzuschuss sowie der Wärmepreisdeckel.

Insgesamt wickelte die Abteilung 9 im vergangenen Jahr 76 unterschiedliche Förderschienen in zwölf Referaten ab. Von den rund 103,2 Millionen Euro an genehmigten Fördermitteln entfielen knapp 65 Millionen Euro auf die Wohnbauförderung, rund 11,8 Millionen Euro auf den Sozial- und Klimafonds und rund 4,4 Millionen Euro auf den Bereich Gesellschaft. Mehr als 22 Millionen Euro wurden im Hauptreferat EU-Förderwesen aus den Landesförderschienen zugesagt. Hier ist vor allem der Bereich „Unterstützung für Projekte von überregionaler Bedeutung“ zu erwähnen. Die Förderrichtlinie verfolgt dabei das Ziel, Projekte von überregionaler Bedeutung und mit einem Investitionsimpuls für eine Region im Burgenland finanziell zu unterstützen. Ebenso gefördert werden die Schaffung von Infrastruktur für Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Projekte im Rahmen von Gemeindekooperationen. In den EU- und Additionalitätsprogrammen wurden zudem seit Beginn der Förderperiode 2021 mehr als 261 Mio. Euro an EU- und Nationalen Mitteln gebunden.

Rekord bei Ökoenergieförderungen

Eine besonders starke Entwicklung verzeichnete 2025 erneut der Bereich der Ökoenergieförderungen. Insgesamt wurden 8.244 Förderanträge bewilligt und fast 21 Millionen Euro an Fördermitteln ausgeschüttet. Unterstützt wurden unter anderem Photovoltaikanlagen und Speicher, der Umstieg von fossilen Heizsystemen, Alternativenergieanlagen und alternative Mobilität.

Auch die Nachfrage nach der Wohnbauförderung blieb hoch. Die Förderzusicherungen für Neubaudarlehen bei Eigenheimen stiegen gegenüber 2024 nochmals um fast zehn Prozent. Beim Burgenländischen Handwerkerbonus wurden im Vorjahr 1.796 Förderanträge mit einem Volumen von mehr als 3,7 Millionen Euro genehmigt.

Einfachere und transparentere Förderabwicklung

Parallel zur finanziellen Unterstützung wurde die Förderabwicklung weiter vereinfacht und digitalisiert. Bei einkommensabhängigen Förderungen können notwendige Daten zunehmend direkt über die Transparenzdatenbank abgefragt werden. Dadurch müssen Antragstellerinnen und Antragsteller weniger Einkommensnachweise selbst vorlegen. Ende 2025 waren knapp 110 Leistungsangebote der Abteilung 9 in der Transparenzdatenbank des Bundes erfasst.

Abteilungsleiterin Petra Jahn: „Hinter diesen Zahlen stehen tausende einzelne Förderverfahren und sehr unterschiedliche Unterstützungsangebote. Unser Anspruch ist, diese Förderungen nicht nur korrekt und transparent, sondern für die Antragstellerinnen und Antragsteller auch möglichst einfach abzuwickeln. Deshalb haben wir 2025 insbesondere die Digitalisierung, die Nutzung der Transparenzdatenbank und die Vereinheitlichung unserer Abläufe weiter vorangetrieben.“

Burgenland schließt wichtige EU-Programme ab und stellt die Weichen für die Zukunft

2025 stand im Zeichen des Übergangs zwischen den EU-Förderperioden. Neben dem Abschluss des Programms Ländliche Entwicklung 2014-2020 wurden gleichzeitig die neuen Förderprogramme 2021-2027 vorangetrieben. Ein Schwerpunkt lag auf der strategischen Steuerung und Abwicklung der Förderungen. Im Bereich EFRE wurden weitere Projekte genehmigt und Investitionen in Wachstum, Innovation und nachhaltige Regionalentwicklung unterstützt. Im ESF+ wurden Fördermittel für Beschäftigung, Qualifizierung, soziale Inklusion und die Bekämpfung von Armut eingesetzt. Auch die Interreg-Programme stärkten die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen und europäischen Partnern.

Parallel dazu wurde die neue Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik begleitet und das Förderwesen des Landes weiterentwickelt. Mit der Vorbereitung auf den EU-Finanzrahmen 2028-2034 und der erfolgreichen Bewerbung um das Europe Direct Zentrum Burgenland wurden darüber hinaus wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Damit konnte das Burgenland 2025 wichtige Grundlagen schaffen, um EU- und Landesmittel weiterhin gezielt für Wirtschaft, Beschäftigung, regionale Entwicklung und Lebensqualität einzusetzen.

Der Jahresbericht gibt darüber hinaus einen umfassenden Überblick über die EU- und Additionalitätsprogramme sowie weitere Tätigkeitsbereiche der Abteilung 9.

Foto: Landeshauptmann Hans Peter Dosozil 

Eisenstadt, 27. September 2026

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