Große Bühnen, historische Burgen und Schlösser, außergewöhnliche Freiluftkulissen und ein Programm von Musical und Oper über Schauspiel bis zu Kabarett, Blues und Konzerten: Von Juni bis September hat der burgenländische Kultursommer 2026 erneut zahlreiche Besucher*innen in alle Regionen des Landes geführt. Über 500.000 Gäste besuchten die großen Sommerfestivals und -veranstaltungen. Von Mörbisch und Parndorf über Kobersdorf und Schlaining bis nach Güssing und Neuhaus am Klausenbach zeigte sich das Burgenland einmal mehr als vielfältiges Kulturland und setzte zugleich wichtige wirtschaftliche Impulse in den Regionen.
„Eine halbe Million Besucherinnen und Besucher in diesem Sommer sind eine starke Bestätigung für das Kulturland Burgenland. Wir setzen bewusst auf ein breites Angebot und auf Qualität – von den großen Festivals bis zu den vielen Veranstaltungen in den Regionen. Das bringt Menschen ins Land und stärkt damit die regionale Wertschöpfung. Hotels und Pensionen verzeichnen schon jetzt Buchungen für nächstes Jahr, der Kultursommer ist seit Langem auch ein wichtiger touristischer Faktor“, betont Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil.
„Der Kultursommer 2026 zeigt sehr deutlich, wie breit und vielfältig das kulturelle Angebot der Kultur-Betriebe Burgenland mittlerweile aufgestellt ist. Etablierte Festspiele, neue Kulturstandorte und unterschiedlichste Veranstaltungsformate greifen ineinander und sprechen ein breites Publikum an. Besonders erfreulich ist die starke Resonanz an unseren Standorten, die uns in dieser Entwicklung bestätigt“, betont Claudia Priber, Geschäftsführerin der Kultur-Betriebe Burgenland.
Kultursommer 2026: Vielfältiges Programm, erfolgreiche Saison
Einen der größten Publikumserfolge des Sommers feierten die Seefestspiele Mörbisch. Mit dem Musicalklassiker „Ein Käfig voller Narren“ verwandelte Generalintendant Alfons Haider die Seebühne in eine farbenprächtige Musicalwelt. Insgesamt 105.000 Besucherinnen und Besucher erlebten die 21 Vorstellungen. Gemeinsam mit sechs Gastveranstaltungen – darunter die Starnacht am Neusiedler See, Gernot & Stipsits und David Garrett – kamen rund 146.000 Gäste auf Europas größte Open-Air-Bühne.
Auch der Theater Sommer Parndorf blickt auf einen erfolgreichen Sommer zurück. Zum 30-jährigen Bestehen brachte Intendant Christian Spatzek Molières „Der Geizige“ auf den Kirchenplatz. Mit 6.000 Besucher*innen, ausverkauften Vorstellungen und großer Publikumsresonanz verzeichnete der Theater Sommer eine Rekord-Jubiläumssaison.
Bei den Schloss-Spielen Kobersdorf stand Michael Frayns Komödienklassiker „Der nackte Wahnsinn“ auf dem Programm. Unter der Intendanz von Kammerschauspieler Wolfgang Böck besuchten 12.000 Gäste die 18 Aufführungen im Schloss Kobersdorf. Die Auslastung lag bei über 80 Prozent.
Auch das Liszt Zentrum Raiding setzte mit seinen Summer Concerts im Juni einen musikalischen Akzent. An drei Konzerttagen reichte das Programm von Filmmusik und Jazz bis zur klassischen Wiener Musik.
Die Friedensburg Schlaining verband auch 2026 historische Kulisse, Musik und Kulturvermittlung. Das KLANGfestival Schlaining brachte mit Under the Bridge, dem Blues & More Festival und weiteren Konzerten unterschiedliche musikalische Genres in die Burgarena. Mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher und eine Auslastung von nahezu 90 Prozent unterstreichen die große Resonanz. Zusätzlich sorgten die Ausstellungen sowie die vielfältigen Führungs- und Vermittlungsangebote für kontinuierliches Besucherinteresse.
Eine besondere Rolle spielte 2026 das im Mai neu eröffnete Kulturzentrum Güssing, das bereits wenige Wochen nach seiner Inbetriebnahme zur Spielstätte des Kultur Sommer Güssing wurde. Unter der Intendanz von Andreas Vitásek bot das Festival Kabarett, Literatur und Musik und erreichte knapp 5.000 Besucherinnen und Besucher. Mit dabei waren unter anderem Josef Hader, Alfred Dorfer, Dirk Stermann, Malarina und die Kernölamazonen. Weitere Veranstaltungen im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf rundeten das Programm ab.
Auch Schloss Tabor verzeichnete ein deutliches Besucherplus. Die Operette „Wiener Blut“ verzeichnete 7.850 Besucherinnen und Besucher und damit um 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Gemeinsam mit Konzerten und dem Uhudler Landestheater kamen rund 11.250 Besucher*innen zu den Festspielen Schloss Tabor; nach Abschluss des Theaterprogramms werden rund 11.500 Gäste erwartet.
Zum Erfolg des burgenländischen Kultursommers tragen auch starke Kooperationen und weitere große Kulturproduktionen bei. Die Oper im Steinbruch St. Margarethen, mit der die Kultur-Betriebe Burgenland eng zusammenarbeiten, präsentierte 2026 Giacomo Puccinis „Tosca“. Rund 90.000 Besucher*innen erlebten insgesamt 24 Vorstellungen.
Dass der Kultursommer weit über die Bühnen der Kultur-Betriebe Burgenland hinausreicht, zeigen zahlreiche Festivals und Konzertveranstaltungen. Das Nova Rock Festival in Nickelsdorf war mit 215.000 Fans an vier Festivaltagen erneut einer der größten Publikumsmagneten. Das picture on festival in Bildein war restlos ausverkauft, während das Kammermusikfest Lockenhaus unter dem Motto „Verwoben“ über 6.000 Besucherinnen und Besucher begrüßte.
Auch der Schlosspark Esterházy in Eisenstadt wurde mit Pizzera & Jaus, Lovely Days, Butterfly Dance! und Remember Forestglade zur großen Open-Air-Bühne. Ein besonderes Jubiläum feierte Wiesen: Seit 50 Jahren zählt das Festivalgelände zu den prägenden Live-Musik-Standorten des Burgenlandes. Das Jubiläumsjahr wurde mit einem vielfältigen Konzert- und Festivalprogramm sowie einem Jubiläumsabend mit der schottischen Rockband Nazareth gefeiert.
Kultur als Impuls für die Regionen
Der Kultursommer zeigt einmal mehr, dass Kultur im Burgenland nicht auf einzelne Zentren konzentriert ist. Vom Neusiedler See über das Mittelburgenland bis in den südlichsten Landesteil schaffen Festivals, Theaterproduktionen, Konzerte und Ausstellungen Besuchsanlässe und stärken zugleich Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und Tourismus. Insgesamt besuchten rund 500.000 Menschen die großen burgenländischen Sommerfestivals und -veranstaltungen 2026.
„Der Kultursommer ist für uns als Hotelbetrieb sehr wichtig. Wenn in Mörbisch und an den anderen Kulturstandorten etwas los ist, merken wir das unmittelbar bei den Buchungen. Viele Gäste verbinden den Veranstaltungsbesuch mit ein paar Tagen im Burgenland. Davon profitieren nicht nur die großen Veranstaltungsorte, sondern auch die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in der Umgebung. Für uns ist der Kultursommer aus der Saison nicht mehr wegzudenken,“ so „Schoko“ Michael Wlaschits vom Weinwirtshaus Wlaschits in Klingenbach.
„Unser Anspruch ist es, Kultur in allen Regionen des Burgenlandes zugänglich und erlebbar zu machen. Das ist uns gelungen und die große Resonanz dieses Sommers bestätigt diesen Weg. Wir investieren nachhaltig in Kulturstandorte, Infrastruktur und Programme. Damit schaffen wir ein starkes Angebot für die Burgenländerinnen und Burgenländer, bringen Gäste ins Land und stärken gleichzeitig die Regionen. Mein besonderer Dank gilt den vielen Gästen, die unsere Veranstaltungen besucht haben, ebenso wie den Künstlerinnen und Künstlern, Intendanten und vor allem den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor und hinter den Kulissen, die diesen Kultursommer möglich gemacht haben“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil abschließend.
Für aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Ausstellungen, Festivals und weiteren Kulturangeboten der Kultur-Betriebe Burgenland sowie alle Termine klicken Sie auf den folgenden Link: kultur-burgenland.at
Bildquelle: Kultur-Betriebe Burgenland GmbH
Eisenstadt, 20. September 2026










