Die Überarbeitung der Klimastrategie des Burgenlandes geht in die nächste Phase: Seit 2. Oktober finden bis zu den Herbstferien Workshops an elf burgenländischen Schulen statt. Mehr als 500 Jugendliche aus Oberstufenklassen haben dabei die Möglichkeit, ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen für das Burgenland 2040 direkt in den Prozess einzubringen. Geleitet werden die Workshops von den LeiterInnen der acht Arbeitsgruppen, die seit März an konkreten Maßnahmen für die neue Klimastrategie arbeiten. „Wenn wir über das Burgenland im Jahr 2040 sprechen, dann müssen wir vor allem auch die jungen Menschen fragen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Sie sind es, die mit den Entscheidungen, die wir heute treffen, in Zukunft leben müssen. Deshalb ist mir wichtig, dass sie nicht erst am Ende einen fertigen Entwurf vorgelegt bekommen, sondern ihre Ideen und Wünsche von Anfang an einbringen können“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klimaschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner.
Mit der seit Beginn des Jahres laufenden Überarbeitung wird die Klimastrategie des Burgenlandes weiterentwickelt und an die Herausforderungen der Zukunft angepasst. Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen, mit denen der Weg zur Klimaneutralität bis 2040 weitergeführt werden soll. Dabei setzt das Land auf einen breit angelegten Beteiligungsprozess: FachexpertInnen, Interessensvertretungen, Wissenschaft und nun auch verstärkt junge Menschen bringen ihre Perspektiven und ihr Wissen ein.
Seit dem StakeholderInnen-Dialog im März auf Burg Schlaining haben sich acht Arbeitsgruppen mit FachexpertInnen aus unterschiedlichen Themenbereichen intensiv mit der Entwicklung konkreter Maßnahmen beschäftigt. Alle Arbeitsgruppen haben bereits drei Sitzungen im Plenum abgehalten, die letzte Sitzung findet am 5. Oktober statt.
Im nächsten Schritt werden aus den erarbeiteten Maßnahmen konkrete CO₂-Einsparungspotenziale abgeleitet und anhand des CO₂-Reduktionszielpfads bis 2040 bewertet. Die Austrian Energy Agency führt die Ergebnisse der Arbeitsgruppen in den kommenden Wochen zusammen und überprüft die ausgearbeiteten Maßnahmen.
Mehr als 500 Jugendliche diskutieren über das Burgenland 2040
Parallel dazu wird der Beteiligungsprozess nun bewusst breiter geöffnet. Mit den Schulworkshops erhalten erstmals auch Jugendliche aus dem ganzen Burgenland die Möglichkeit, sich unmittelbar mit den ExpertInnen der Arbeitsgruppen auszutauschen und ihre Perspektiven einzubringen.
An elf Schulen nehmen jeweils zwei Oberstufenklassen an den Workshops teil. Aufgrund des großen Interesses wird der Prozess daher so gestaltet, dass alle interessierten Schulen teilnehmen können. „Es freut mich sehr, dass das Interesse der Schulen so groß ist. Mehr als 500 Jugendliche bekommen jetzt die Möglichkeit, ihre Sicht einzubringen und mit den Arbeitsgruppenleiterinnen und -leitern über konkrete Fragen und Lösungen zu diskutieren. Genau diese unterschiedlichen Perspektiven brauchen wir, wenn wir eine Klimastrategie erarbeiten wollen, die auch langfristig trägt“, so Haider-Wallner.
Die Ergebnisse der Schulworkshops sollen Mitte November im Rahmen der Burgenländischen Jugendklimakonferenz 2026 zusammengeführt und präsentiert werden.
Nächster Schritt: Beteiligung der gesamten Bevölkerung
Nach Abschluss der Jugendbeteiligung wird auf Basis der bisherigen Arbeit und der Ergebnisse aus den Schulworkshops ein erster Entwurf der neuen Klimastrategie erstellt. Anfang 2027 soll dieser Entwurf der breiten Bevölkerung zur Beteiligung vorgelegt werden.
„Die Klimastrategie soll nicht hinter verschlossenen Türen entstehen. Neben Expertinnen und Experten und unserer Jugend wollen wir deshalb auch die Bevölkerung breit einbinden. Die Burgenländerinnen und Burgenländer sollen die Möglichkeit haben, Feedback zu geben und ihre eigenen Vorstellungen für das Burgenland 2040 einzubringen“, erklärt Haider-Wallner.
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Bildtext Klimastrategie: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.
Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
Eisenstadt, 07. Oktober 2026
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