Der aktuelle Klimastatusbericht Österreich, der jährlich im Auftrag des Klima- und Energiefonds sowie aller neun Bundesländer durch das Climate Change Centre Austria (CCCA) gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) und GeoSphere Austria erstellt wird, zeigt deutlich die zunehmenden Auswirkungen der Klimakrise auf das Burgenland. Das Bundesland war 2025 um 2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel, von Hitze und Trockenheit geprägt und zunehmend von Extremwetterereignissen betroffen. Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klimaschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner sieht darin einen klaren politischen Handlungsauftrag: „Die Klimakrise ist längst auch eine Kostenfrage geworden. Wer heute in Klimaschutz, Bodenschutz und Renaturierung investiert, spart morgen bei Schäden, Infrastrukturkosten und Krisenfolgen.“
Der aktuelle Klimastatusbericht Österreich 2025 sowie der Klimarückblick Burgenland 2025 zeigen deutlich die zunehmenden Auswirkungen der Klimakrise auf das Burgenland. Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 11,3 Grad Celsius lag das Jahr 2025 um 2 Grad über dem Mittel des Vergleichszeitraums 1961 bis 1990 und zählt damit zu den zehn wärmsten Jahren der Messgeschichte des Bundeslandes.
Besonders auffällig waren die langanhaltenden Hitzeperioden im Juni und August. Allein zwischen Anfang Juni und Anfang Juli wurden im Burgenland 22 Hitzetage registriert, in Güssing wurde mit 37,2 Grad Celsius der höchste Wert des Jahres gemessen. Gleichzeitig war das Jahr von Trockenheit geprägt – insbesondere im Südburgenland fiel deutlich weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt.
Vorsorge günstiger als spätere Schäden
„Die Temperaturen steigen, Trockenperioden nehmen zu und Extremwetterereignisse werden häufiger. Das belastet nicht nur Umwelt und Landwirtschaft, sondern zunehmend auch die Geldbörsen der Menschen – etwa durch steigende Lebensmittelpreise oder Schäden an Infrastruktur und Gemeinden“, betonte Haider-Wallner.
Der Klimastatusbericht zeige deutlich, dass Klimafolgen immer stärker mit wirtschaftlichen Belastungen verbunden seien. Längere Hitzeperioden, Trockenheit und Starkregen verursachen steigende Schäden in Landwirtschaft und Infrastruktur. Deshalb gewinnen Bodenschutz, Entsiegelung und Renaturierung zunehmend an Bedeutung.
Renaturierung hilft Kosten senken
Internationale Studien zeigen laut Haider-Wallner, dass Investitionen in die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme langfristig hohe volkswirtschaftliche Vorteile bringen. Intakte Böden und Ökosysteme helfen nicht nur dabei, Schäden durch Extremwetter zu reduzieren, landwirtschaftliche Erträge zu stabilisieren und damit Lebensqualität zu sichern – sie gelten auch als wichtige Kohlenstoff-Senken und leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
„Klimaschutz, Naturschutz und Bodenschutz sind keine Luxusprojekte. Jeder Euro, den wir heute in Vorsorge investieren, spart künftig hohe Kosten durch Schäden und Krisenfolgen. Eine intakte Natur hilft auch dabei, Lebensmittelversorgung und Lebensqualität langfristig leistbar zu halten“, so Haider-Wallner.
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Bildtext: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.
Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
Eisenstadt, 18. Mai 2026
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