Das Landesjugendreferat Burgenland präsentiert den von der Hochschule Burgenland erstellten „Jugendreport Burgenland 2026“. Für Landesrätin Daniela Winkler zeichnet die Studie ein detailliertes Bild der Lebensrealitäten, Wünsche und Sorgen junger Menschen im Burgenland und liefert eine fundierte Basis für zukünftige jugendpolitische Entscheidungen.
Der Jugendreport 2026 kombiniert umfangreiche statistische Daten mit qualitativen Interviews und einer quantitativen Umfrage unter Jugendlichen.
Wie der demografische Wandel zeigt, werden die Menschen in Österreich immer älter. Das wirkt sich auch auf das Durchschnittsalter aus, das im Burgenland mit 46 Jahren österreichweit am höchsten ist. „Umso wichtiger ist es, den jungen Menschen im Land gute Perspektiven zu bieten“, sagt die Landesrätin.
Landesrätin Winkler: „Jugendarbeit ist das Fundament unserer Zukunft“
Im Rahmen der Präsentation unterstreicht Familien- und Jugendlandesrätin Daniela Winkler die zentrale Rolle der Jugendarbeit: „Unsere jungen Burgenländerinnen und Burgenländer sind diejenigen, die in der nahen Zukunft unser Land gestalten werden. Eine starke und bedarfsgerechte Jugendarbeit ist nicht nur eine soziale Leistung, sondern eine entscheidende Investition in die gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes. Die Ergebnisse des Jugendreports machen deutlich, dass wir daran arbeiten und Räume schaffen müssen, in denen sich junge Menschen entfalten und einbringen können. Das betrifft Räume im doppelten Sinn, sowohl Orte, wo sich junge Menschen treffen können, als auch Betätigungsfelder, in denen sie sich einbringen und mitgestalten können. Nur dann können sie das Burgenland gemeinsam zukunftsfit machen.“
Winkler weiter: „Jugendarbeit bietet den nötigen Halt und die Orientierung in einer immer komplexeren Welt. Wenn wir die Jugend heute unterstützen, sei es durch gezielte Freizeitangebote, Mitsprachemöglichkeiten oder die Förderung der mentalen Gesundheit, legen wir den Grundstein für ein stabiles und lebenswertes Burgenland von morgen.“
Heimatverbundenheit und hohe Lebensqualität
Ein zentrales Ergebnis der Studie: Junge Burgenländerinnen schätzen ihre Heimat sehr. Das Burgenland wird als lebenswerter, naturnaher und sozial vertrauter Raum wahrgenommen, der eine hohe emotionale Bindung erzeugt. Rund 82,8 % der befragten Jugendlichen geben an, mit ihrem Leben insgesamt (sehr) zufrieden zu sein. Die ländliche Wohnqualität wird als klarer Standortvorteil hervorgehoben.
Herausforderungen: Mobilität und „Dritte Orte“
Trotz der hohen Zufriedenheit zeigt der Bericht deutliche Handlungsfelder auf:
- Mobilität und der öffentliche Personennahverkehr sind ein besonders wichtiges Thema für Jugendliche
- Wunsch nach „dritten Orten“ - Es herrscht ein Bedarf an jugendgerechten, konsumfreien Treffpunkten (z. B. mit WLAN und Sofas), die soziale Interaktion und Selbstorganisation ermöglichen.
- Zukunft und Beruf – wird von 62,3 % positiv bewertet, es bestehen aber Sorgen hinsichtlich regionaler Arbeitsmarktperspektiven und globaler Krisen.
Wie Landesrätin Winkler betont, habe man bei diesen Punkten den richtigen Weg eingeschlagen: „Das Burgenland bietet mit dem BAST (Burgenländisches Anruf-Sammeltaxi) eine wertvolle und wichtige Ergänzung zum öffentlichen Linienverkehr, mit dem auch Jugendliche in ihrer Mobilität flexibler werden. In Kooperation mit den Gemeinden wird der Ausbau der Jugendzentren forciert. Zudem ist die kürzlich installierte Mobile Jugendinfo eine Serviceleistung, die von den Jungen gut angenommen wird. Was die berufliche Zukunft von Jugendlichen betrifft, so haben wir im Burgenland ein gutes und breites Ausbildungsangebot. Dass die jungen Menschen die Informationen dazu erhalten, dafür sorgen wir unter anderem mit der Bildungs- und Berufsinformationsmesse.“
Perspektiven schaffen – Abwanderung verhindern
Die Entscheidung für oder gegen einen Verbleib im Burgenland ist oft ein Abwägungsprozess zwischen emotionaler Heimatverbundenheit und strukturellen Chancen. Ergebnisse der Studie sind Anhaltspunkte, um Perspektiven und Möglichkeiten für den weiteren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt im Burgenland zu eröffnen.
Über die Studie: Der Jugendreport Burgenland 2025 wurde vom Department Gesundheit & Soziales der Hochschule Burgenland durchgeführt. Er umfasst eine Desk Research, qualitative Interviews in allen Bezirken sowie eine landesweite quantitative Online-Umfrage
Abschließend richtet die Landesrätin ihren Dank an alle, die sich in die Jugendarbeit einbringen, insbesondere die Verantwortlichen in den Gemeinden, die für Jugendliche gute Rahmenbedingungen schaffen. Es wurde erst kürzlich in Neufeld ein Jugendzentrum neu eröffnet. Das Interesse der jungen Menschen an solchen Einrichtungen und die Inanspruchnahme sind enorm hoch. Dass auch die Jungen im Burgenland sehr heimatverbunden sind, liegt offensichtlich auch daran, dass wir im Burgenland eine hohe Lebensqualität haben und der Mensch im Mittelpunkt unserer Politik steht“, sagt Winkler.
Zum Herunterladen des Fotos klicken Sie auf den folgenden Link: Jugendreport (Archivbild)
Bildtext Jugendreport: Landesrätin Daniela Winkler mit Jugendlichen im Landhaus in Eisenstadt (Archivbild).
Bildquelle: Büro LR.in Winkler/Christoph Novak
Eisenstadt, 27. Februar 2026
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