Gesundheitsstudie bestätigt burgenländischen Weg: Gesundheitsoffensive wirkt

Peter Filzmaier, Christina Matzka, LH Hans Peter Doskozil, Florian Schlechtleitner (v.l.).
Der Landeshauptmann mit Studienautorin Matzka.
Das Pressegespräch fand in der Klinik Oberwart statt.

LH Doskozil: „Wir investieren weiter in Qualität“

  • Studienautor und Studienautorin Filzmaier/Matzka: „Burgenländerinnen und Burgenländer zufriedener mit Gesundheitsversorgung als anderswo“
  • CEO Schlechtleiter 100 Tage im Amt: „Werden Gesundheitsoffensive weiter ausbauen“

Während auf Bundesebene über Zentralisierung diskutiert wird, investiert das Burgenland bewusst in den Ausbau einer wohnortnahen, qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung. Eine aktuelle Gesundheitsstudie des Instituts für Strategieanalysen (ISA) bestätigt diesen Kurs: Die Burgenländerinnen und Burgenländer zeigen sich mit ihrer Gesundheitsversorgung deutlich zufriedener und blicken wesentlich optimistischer in die Zukunft als der österreichische Durchschnitt. „Die Ergebnisse zeigen, dass unser Weg richtig ist. Gesundheit ist keine Frage des Wohnortes und darf auch nicht von finanziellen Möglichkeiten abhängen. Deshalb investieren wir Jahr für Jahr rund 200 Millionen Euro aus dem Landesbudget in den Betrieb unserer Kliniken. Das ist eine bewusste politische Entscheidung, weil Gesundheit für uns oberste Priorität hat“, betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Rahmen eines Pressegesprächs mit Gesundheit Burgenland - CEO Florian Schlechtleitner und Studienautor Peter Filzmaier und Studienautorin Christina Matzka in der Klinik Oberwart.

Der Landeshauptmann erneuerte zugleich seine Kritik an den Reformplänen des Bundes. Zentralisierung sei der falsche Weg: „Wer Leistungen aus den Regionen abzieht, gefährdet die Versorgung und öffnet langfristig einer Privatisierung Tür und Tor. Wir wollen kein Gesundheitssystem nach amerikanischem Vorbild, in dem die Geldbörse über die medizinische Versorgung entscheidet. Unser Ziel ist ein starkes öffentliches Gesundheitssystem, in dem das Geld der Leistung folgt und die Patientinnen und Patienten dort behandelt werden, wo höchste Qualität angeboten wird.“

Filzmaier/Matzka: Gesundheitsstudie bestätigt burgenländischen Weg

Um die öffentliche Meinung zur Gesundheitsversorgung im Burgenland abzufragen, wurde im Vorjahr vom Land Burgenland eine Studie in Auftrag gegeben, die nun von Politikwissenschafter Peter Filzmaier (ISA) gemeinsam mit Meinungsforscherin Christina Matzka (Triple M) präsentiert wurde. Peter Filzmaier
hob insbesondere hervor, dass sich das Burgenland bei den Zukunftserwartungen deutlich vom Österreich-Durchschnitt abhebe. „Die Burgenländerinnen und Burgenländer beurteilen nicht nur die aktuelle Gesundheitsversorgung positiv, sondern blicken auch wesentlich optimistischer in die Zukunft. Das spricht für ein hohes Vertrauen in das Gesundheitssystem des Landes.“

Studienautorin Christina Matzka verwies auf die Erwartungen der Bevölkerung an moderne Krankenhäuser. An erster Stelle stehen Freundlichkeit und Menschlichkeit des Pflege- und Betreuungspersonals, gefolgt von modernster technischer Ausstattung, laufender und verständlicher Information durch Ärztinnen und Ärzte, kurzen Wartezeiten sowie einer guten Erreichbarkeit der Kliniken. Matzka erklärte zusammenfassend: „Das Burgenland hebt sich vor allem durch eine hohe Grundzufriedenheit vom Bundesschnitt ab. Die Menschen vertrauen ihren Krankenhäusern, sind gut informiert, bescheinigen ihnen hohe medizinische Qualität und sehen die Entwicklung deutlich positiver als im Österreich-Durchschnitt.“

Die Ergebnisse zeichnen auch im Detail ein klares Bild:

  • Mehr als drei Viertel der Burgenländerinnen und Burgenländer sind mit der Gesundheitsversorgung zufrieden. Besonders bemerkenswert sei der Vergleich mit den bundesweiten Ergebnissen.
  • Während österreichweit lediglich 17 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, dass sich die Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahren verbessert hat, liegt dieser Wert im Burgenland bei 35 Prozent.
  • Gleichzeitig erwarten 25 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer weitere Verbesserungen in den kommenden Jahren – österreichweit sind es lediglich neun Prozent.
  • Auch das Vertrauen in die burgenländischen Krankenhäuser ist hoch: 79 Prozent der Befragten vertrauen den Kliniken des Landes, ebenso viele beurteilen die medizinische Qualität als hoch.
  • Rund 80 Prozent bewerten die stationäre Behandlung in den burgenländischen Krankenhäusern positiv.

Für Landeshauptmann Doskozil sind diese Ergebnisse eine klare Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Wir investieren nicht nur in Gebäude und Medizintechnik, sondern vor allem in Menschen. Freundlichkeit, Kompetenz und höchste medizinische Qualität sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten Gesundheitspolitik. Daran arbeiten wir und diesen Weg werden wir auch in Zukunft entschlossen fortsetzen.“

CEO Schlechtleitner: Gesundheitsoffensive konsequent weiterentwickeln

Den strategischen und operativen Ausbau der Gesundheitsversorgung treibt seit Mai dieses Jahres Florian Schlechtleitner als CEO der Gesundheit Burgenland voran. Er zog am Mittwoch eine erste Bilanz nach rund 100 Tagen im Amt. Die vergangenen Monate seien vom intensiven Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Klinikstandorte sowie von der Analyse bestehender Strukturen
geprägt gewesen. „Ich habe ein hochmotiviertes und empathisches Team kennengelernt, dass mit großer Kompetenz und Menschlichkeit Herausragendes leisten. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat mit der Gesundheitsoffensive ein starkes Fundament geschaffen. Unsere Aufgabe ist es nun, diesen erfolgreichen Weg konsequent weiterzuführen und gemeinsam weiterzuentwickeln.“

Im Mittelpunkt steht der weitere Ausbau medizinischer Leistungen, Investitionen in modernste Infrastruktur, die Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte sowie die kontinuierliche Verbesserung der Qualität. „Unser Anspruch ist es, medizinische Spitzenleistungen mit wohnortnaher Versorgung zu verbinden. Was wir erreichen, erreichen wir durch die Menschen, die hier arbeiten. Diesem Engagement
wollen wir mit einem Arbeitsumfeld gerecht werden, das Verlässlichkeit und Entwicklung gleichermaßen bietet. Denn moderne Medizin lebt vor allem von den Menschen, die sie tagtäglich möglich machen.“

In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche Investitionen an allen Standorten umgesetzt. In Oberwart wurden Herzchirurgie, minimalinvasive Neurochirurgie und Gastroenterologie ausgebaut, in Kittsee die Orthopädie weiter gestärkt. In Güssing bestätigt die Zertifizierung des Brustgesundheitszentrums höchste onkologische Qualität. Hinzugekommen sind neue Schwerpunkte
wie die Adipositas-Ambulanz, Schmerzmedizin und Simulationstrainings.

Und die Entwicklung geht weiter: Die Klinik Oberpullendorf wurde erst kürzlich als erstes „Baby-friendly Hospital“ im Burgenland zertifiziert. Demnächst kommt dort die nächste Generation der Roboterchirurgie zum Einsatz. Mit einem modernen Terminmanagement verkürzen wir zugleich Wartezeiten – wo an einem Standort Kapazität frei ist, wird Patientinnen und Patienten ein früherer Termin angeboten. Wer möchte, kommt so schneller zu seiner Behandlung. Entscheidend bleibt dabei das Zusammenspiel – die Häuser der Gesundheit Burgenland arbeiten als Netzwerk, gemeinsam mit starken Partnern wie den Barmherzigen Brüdern in Eisenstadt. So wächst eine Gesundheitsversorgung, die als Ganzes gedacht
ist: ein Bundesland, in dem gute Medizin nicht vom Wohnort abhängt.

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PK_Gesundheitsstudie_1
PK_Gesundheitsstudie_2
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Bildtext PK_Gesundheitsstudie_1: Peter Filzmaier, Christina Matzka, LH Hans Peter Doskozil, Florian Schlechtleitner (v.l.).

Bildtext PK_Gesundheitsstudie_2: Der Landeshauptmann mit Studienautorin Matzka.

Bildtext PK_Gesundheitsstudie_3: Das Pressegespräch fand in der Klinik Oberwart statt.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland/Daniel Fenz

Oberwart, 5. August 2026

Rückfragehinweis: kommunikation(at)gesundheit-burgenland.at