Gesundheit Burgenland räumt zwei Preise beim „Best Practice Award 2026“ ab

Projektmanagerin Stella Kolowratek, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanager Markus Kalchbrenner und die klinische Umweltbeauftragte der Gesundheit Burgenland, JohannaHuger (v.l.), nahmen stolz die Preise entgegen.

LH Doskozil: „Die Gesundheit Burgenland nimmt im Bereich der Nachhaltigkeit eine wichtige Vorbildfunktion ein“

Mit diesem Award zeichnen das Gesundheitsministerium und die Gesundheit Österreich vorbildliche Klimaschutzprojekte aus. Die Gesundheit Burgenland gewann in der Kategorie „Mobilität“ mit dem Rad-Aktions-Monat „Tritt mit“ und in der Kategorie „Bewusstseinsbildung und Kommunikation“ mit dem Dekarbonisierungsfahrplan. „Die Gesundheit Burgenland nimmt im Bereich der Nachhaltigkeit eine wichtige Vorbildfunktion ein und setzt gezielt auf die aktive Einbindung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in nachhaltige Entwicklungsprozesse. Denn nur durch gemeinsames Engagement und verantwortungsvolles Handeln können wir unser Ziel, das Burgenland klimaneutral zu machen, erreichen“, gratulierte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Bereits in der Vergangenheit hat die Gesundheit Burgenland gezeigt, dass es ihr mit dem Thema Nachhaltigkeit ernst ist – etwa durch das Auffangen von Narkosegasen zur weiteren Aufbereitung, Maßnahmen zur schonenden Gebäudekühlung und die Gründung von „Green Teams“ in den Kliniken. Nun wurden gleich zwei dieser Projekte österreichweit ausgezeichnet: der Rad-Aktions-Monat „Tritt mit“ und der Dekarbonisierungsfahrplan.

„Es macht mich stolz, dass unsere Projekte österreichweit Anerkennung finden und mit zwei Auszeichnungen gewürdigt werden. Meinem Team möchte ich auch auf diesem Weg für das Engagement und die gemeinsame Arbeit Danke sagen – ganz besonders allen, die aktiv zum Erfolg beigetragen haben“, betont Markus Kalchbrenner, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanager der Gesundheit Burgenland. Stellvertretend für die Gesundheit Burgenland nahm Markus Kalchbrenner gemeinsam mit der klinischen Umweltbeauftragten Johanna Huger und Projektmanagerin Stella Kolowratek die beiden Auszeichnungen bei der Preisverleihung im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) in Wien entgegen. Die Verleihung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), Abteilung Klimaneutralität und nachhaltige Transformation.

Gesundheit Burgenland ist sich ihrer Verantwortung bewusst

CEO Florian Schlechtleitner gratulierte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu diesem Erfolg: „Neben der Digitalisierung ist Nachhaltigkeit das wichtigste Zukunftsthema. Krankenhäuser verursachen österreichweit rund 7 Prozent des gesamten österreichischen CO2-Ausstoßes.* Deshalb ist es unsere Pflicht, hier gegenzusteuern. All unsere Maßnahmen stehen im Einklang mit der Klimastrategie 2030 des Landes Burgenland. Wir kümmern uns in unseren Kliniken um die Gesundheit der Patientinnen und Patienten. Und durch eine gesunde Umwelt tragen wir auf einer zusätzlichen Ebene zu mehr Wohlbefinden bei.“

Dekarbonisierungsfahrplan – mit Strategie zu mehr Nachhaltigkeit

Der Dekarbonisierungsfahrplan der Gesundheit Burgenland ist ein strategischer Maßnahmenplan, der beschreibt, wie die vier Kliniken in Kittsee, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing ihre Klimabilanz verbessern, Energie und Ressourcen effizienter nutzen und langfristig ihre Treibhausgasemissionen reduzieren möchten.

Zentrale Punkte darin sind:

  • Den Klimaschutz im Klinikbetrieb stärken: Den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen an allen vier Standorten deutlich zu reduzieren.
  • Energieeffizienz verbessern: Durch einen sparsameren Energieeinsatz, die Optimierung der Gebäudetechnik sowie effizientere Heizungs- und Kühlsysteme soll der Energieverbrauch der Kliniken gesenkt werden.
  • Erneuerbare Energien fördern: Der Einsatz klimafreundlicher Energiequellen soll ausgebaut und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert werden.
  • Ressourcen schonen und Abfälle reduzieren: Ein sparsamer Umgang mit Wasser, Materialien und Energie sowie eine optimierte Abfallwirtschaft sollen die Umweltbelastung der Kliniken verringern.
  • Ein Fokus liegt auch auf der Analyse der in den Kliniken verwendeten Einwegmaterialien und -instrumente und der Prüfung des Ersatzes durch mehrfach nutzbare Alternativen.
  • Lachgas wurde durch klimaschonendere Narkosegase ersetzt. Weiters wurde die Narkosegasfilterung trägerweit umgesetzt, wodurch das in den Filtern gebundene Narkosegas recycelt werden kann und somit im Kreislauf gehalten wird.
  • Der Fahrplan sieht kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen vor. Die Erfassung der Emissionen und des Ressourcenverbrauchs dient dazu, Fortschritte zu überprüfen und weitere Verbesserungen abzuleiten.

Rad-Aktions-Monat „Tritt mit“

Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni 2026 fand an allen fünf Standorten der Gesundheit Burgenland erstmals ein gemeinsamer Rad-Monat statt. Ziel war es, einen motivierenden Impuls zu setzen, um das Fahrrad verstärkt zu nutzen – sowohl im Alltag als auch auf dem Arbeitsweg. Das Angebot umfasste etwa einen kostenlosen Fahrradcheck für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Fahrrad vor Ort. Dieser wurde im Rahmen der Aktion rund 80 Mal in Anspruch genommen. Zudem gab es einen regen Austausch und Tipps für sicheres und komfortables Radfahren, Radmobilität sowie Möglichkeiten zur Kombination von Fahrrädern und Öffis durch die Verkehrsbetriebe Burgenland.

*Quelle: Studie GÖG

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Bildtext Best Practice Award: Projektmanagerin Stella Kolowratek, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanager Markus Kalchbrenner und die klinische Umweltbeauftragte der Gesundheit Burgenland, JohannaHuger (v.l.), nahmen stolz die Preise entgegen.

Bildquelle: Monika Fellner

Eisenstadt, 20. Oktober 2026

Rückfragehinweis: kommunikation(at)gesundheit-burgenland.at