Wo einst veraltete Heizungen und ineffiziente Beleuchtungen wertvolle Energie verschwendeten und somit die Gemeindekassen belastet haben, eröffnete das Land Burgenland mit einer EU-Förderung neue Perspektiven für eine grüne Zukunft: Mit einem Fördertopf von über 4 Millionen Euro ist die Initiative für Energieeffizienz und Klimaschutz ein voller Erfolg. Das Angebot richtete sich an alle 171 burgenländischen Gemeinden. Durch den gezielten Einsatz klimarelevanter Technologien – von thermischen Sanierungen über den Umstieg auf erneuerbare Energien bis hin zur E-Mobilität – können kommunale Einrichtungen zukunftsfit gemacht werden. Die Förderung deckt projektabhängig bis zu 50 Prozent der förderbaren Investitionskosten ab. „Mit einem Budget von über 4 Millionen Euro haben wir eine attraktive Chance für unsere Kommunen geschaffen. Jede Gemeinde entschied selbst, welche Projekte für sie Sinn machen – das Land Burgenland sicherte die nötige Rückendeckung und die passenden Fördergelder. Wir wollten unterstützen und Anreize schaffen, um Energiekosten dauerhaft zu senken, CO₂ einzusparen und die Gemeindekassen zu entlasten“, betont Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann und versichert: „Wir lassen unsere Kommunen mit den aktuellen Budgetbelastungen nicht allein. Das Land steht seinen Gemeinden als starker Partner zur Seite: Mit dieser Initiative schaffen wir einen echten finanziellen Handlungsspielraum vor Ort.“
Wenn in den Volksschulen, Kindergärten, Gemeindeämtern und Sportheimen des Landes die Heizung läuft oder am Abend das Licht angeht, hinterlässt das in den kommunalen Haushalten deutliche Spuren. Doch genau hier verbirgt sich eine große Chance: Wo veraltete Technik unnötig Strom und Wärme frisst, lässt sich mit gezielten Erneuerungen rasch bares Geld sparen. Hier setzte die EU-Fördermaßnahme an: Sie bot Städten und Dörfern die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis auf zukunftsweisende Technologien umzusatteln.
Die Spielregeln waren dabei denkbar einfach und auf spürbare Entlastung ausgelegt. Das Gesamtvolumen von vier Millionen Euro speiste sich aus EU- und Landesmitteln und deckte bis zu 50 Prozent der förderbaren Investitionen ab. Ob eine Gemeinde ihre Straßenbeleuchtung erneuert, das Dach des Gemeindeamts dämmt oder eine Heizung erneuert – pro eingesparter Tonne CO₂ winkte ein Förderzuschuss von bis zu 2.500 Euro. Damit rechnet sich der Umstieg für die Gemeindekasse doppelt: Die Investitionskosten werden zur Hälfte abgefedert, und im täglichen Betrieb sinken die Energierechnungen ab dem ersten Tag spürbar.
Die Förderschiene wurde von den burgenländischen Kommunen hervorragend angenommen. Rund 20 Gemeinden haben ihre konkreten Projekte genehmigt bekommen und somit ein Investitionsvolumen von rund 5,5 Millionen Euro ausgelöst. Zusätzlich ein wichtiger Impuls für die regionale Wirtschaft. Nach der Ausarbeitung und Genehmigung der maßgeschneiderten Maßnahmenkonzepte gehen die Gemeinden nun schrittweise in die praktische Umsetzung. Dabei kann sich jede Kommune voll und ganz auf die tatkräftige Unterstützung des Landes verlassen.
Dass diese Partnerschaft zwischen Land und Kommunen bereits konkrete Früchte trägt, beweisen die ersten Pioniergemeinden im Land. Unterwart macht vor, wie ein ganzheitlicher Ansatz aussieht: Die Gemeinde stellt derzeit ihre gesamte Straßen- und Gebäudebeleuchtung auf energiesparende LED-Technik um, baut Photovoltaikanlagen auf vier öffentlichen Dächern und schafft ein Elektrofahrzeug für den Bauhof an. Das spart jährlich rund 22 Tonnen CO₂ ein und bringt der Gemeinde einen Förderzuschuss von 55.000 Euro. In Steinbrunn geht man das Problem bei der Wärmeversorgung an: Dort wird das Gemeinschaftshaus thermisch saniert und von Gas auf eine Pelletsvorzeigeanlage umgestellt, während die Sportplatzkantine künftig mit einer Wärmepumpe geheizt wird. Zusammen mit LED-Licht spart Steinbrunn so jedes Jahr 85 Tonnen CO₂ ein und schont damit nachhaltig das Gemeindebudget. Auch die Marktgemeinde Wiesen hat die Chance ergriffen und nutzt die Fördergelder, um ihre Infrastruktur energiesparend zu erneuern.
„Gemeinden wie Unterwart, Steinbrunn und Wiesen machen vor, wie es geht: Sie nutzten die Fördergelder, um ihre Infrastruktur zu erneuern und das Gemeindebudget langfristig von hohen Energiekosten zu entlasten. Dass die Förderschiene so erfolgreich angenommen wurde und nun die Gemeinden auf Basis ihrer genehmigten Maßnahmenkonzepte schrittweise in die Umsetzung gehen, zeigt eindrucksvoll, wie groß der Bedarf und das Engagement in unseren Kommunen ist. Als Landesregierung stehen wir dabei weiterhin felsenfest an der Seite unserer Gemeinden und begleiten sie auf diesem Weg. Wir wollen, dass unser Burgenland lebenswert, unabhängig und bezahlbar bleibt. Gemeinsam haben wir hier einen entscheidenden Schritt in eine nachhaltige und energieunabhängige Zukunft gemacht“, so Landesrat Leonhard Schneemann abschließend.
Eisenstadt, 15. Oktober 2026
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