„Wir werden eine tolle Location haben, die sehr vielen Menschen Freude bereiten wird“, das hat Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil im Zuge einer Volksbefragung 2021 versprochen. Nach dem klaren Votum der Bevölkerung vor fünf Jahren für die Sanierung des Kulturzentrums Güssing (KUZ) wurde dieses Versprechen am Samstagnachmittag eingelöst: Das umfassend generalsanierte Kulturzentrum Güssing wurde im Rahmen eines Tages der offenen Tür offiziell in Betrieb genommen. Damit werde auch ein neues Kapitel der Kulturzentren als moderne und niederschwellige Kultur- und Begegnungsorte aufgeschlagen, betonte Landesrat Heinrich Dorner in Vertretung des Landeshauptmanns: „Heute ist ein großartiger Tag für Güssing und die Region. Mit der Modernisierung des Kulturzentrums Güssing haben wir einen klaren Schritt zur Stärkung des Kulturstandorts im Südburgenland gesetzt. Hier ist ein Raum für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen entstanden, der die einzigartige Geschichte der burgenländischen Kulturzentren weiterschreibt.“ Die feierliche Namensgebung des kulturpolitischen Schwerpunktprojekts von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Segnung und Enthüllung der Frank-Hoffmann-Büste findet am 18. September 2026 im Rahmen des Jubiläums „50 Jahre Kulturzentren Burgenland“ statt.
Nach über 45 Jahren als kulturelles Zentrum präsentiert sich das 1977 eröffnete Haus nach umfassender Sanierung, Erweiterung und technischer Modernisierung in neuer Stärke: ein zeitgemäßer Veranstaltungsort, der historische Substanz mit moderner Infrastruktur verbindet. Das Kulturzentrum ist heute barrierefrei, flexibel nutzbar und technisch auf dem neuesten Stand. Es bietet Raum für Formate von der kleinen Lesung bis zur großen Open-Air-Veranstaltung – und bleibt zugleich ein identitätsstiftender Ort für die gesamte Region.
Landesrat Heinrich Dorner sagte bei der Eröffnung in Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Die Entscheidung der Bevölkerung 2021 war ein klarer Auftrag, dieses Haus zukunftsfit zu machen. Genau diesen Auftrag haben wir nun gemeinsam umgesetzt. Durch die grundlegende Neugestaltung des Kulturzentrums, in die das Land rund 23 Millionen Euro netto investiert hat, wird Güssing als Kultur-Hotspot im Süden weiter aufgewertet“
Das Kulturzentrum Güssing wurde umfassend erweitert und architektonisch behutsam weiterentwi-ckelt. Jutta Benedek, Geschäftsführerin der Landesimmobilien Burgenland, beschrieb die bauliche Herausforderung so: „Die größte Herausforderung lag im Spagat zwischen Denkmalschutz und Modernisierung. Der besondere Charakter des Gebäudes sollte erhalten bleiben, gleichzeitig mussten aktuelle Normen, Komfortansprüche und technische Standards erfüllt werden. Das Ergebnis ist eine gelungene Verbindung von charakterstarker, brutalistischer Bestandsarchitektur mit einem zeitgemäßen Kultur- und Veranstaltungsbetrieb.“
Das Herzstück des Hauses ist der modernisierte Veranstaltungssaal mit 500 Sitzplätzen. Ergänzt wird er durch eine neue Outdoor-Bühne mit Arena, die Innen- und Außenräume miteinander verbindet und Veranstaltungen im Freien ermöglicht. Eine Restaurantterrasse mit Blick auf die Güssinger Burg unterstreicht den offenen Charakter und verknüpft Architektur, Landschaft und Kultur. Ergänzt wird das Ensemble durch ein Atrium sowie einen Open-Air-Bereich. Bibliothek, Seminarräume und Co-Working-Spaces stehen als ganztägig nutzbare Treffpunkte zur Verfügung. Eine Photovoltaikanlage sorgt für ein nachhaltiges Energiekonzept.
Bedeutung für die Region: Stimmen zur Inbetriebnahme
Am 27. Juni 2021 entschieden sich 58,9 Prozent der Bevölkerung des Bezirkes Güssing bei einer Volksbefragung für eine Modernisierung des Kulturzentrums. Landeshauptmann und Kulturreferent Hans Peter Doskozil hat sein Wort gehalten und es wurde intensiv gearbeitet, um den demokratischen Auftrag der Bevölkerung wahrzunehmen. So wurde ein topmodernes Zentrum geschaffen, das den gesamten Bezirk kulturell und touristisch beleben wird.
Bei der Gesprächsrunde zur feierlichen Inbetriebnahme des Hauses – unter anderem mit Landesrat Heinrich Dorner, Claudia Priber (Geschäftsführerin Kultur Burgenland), Andreas Vitásek (Intendant Kultur Sommer Güssing), Marianne Resetarits (Musical Güssing), Jutta Benedek (Landesimmobilien Burgenland) sowie den Architekten Gerhard Eder und Gregor Tritthart – wurde die Bedeutung des Projekts für die Region deutlich.
Vinzenz Knor, Bürgermeister der Stadtgemeinde Güssing hob die Bedeutung des Hauses für die Stadt hervor: „"Unser" Kulturzentrum war schon immer ein Ort des Austausches und der Begeg-nung. Es ist nach der Generalsanierung erst recht unverzichtbar für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserer Stadt, weil es Menschen aus der gesamten Region anzieht, egal ob zu klassischem Konzert oder Kabarett, zum Feuerwehrball oder Yoga-Kurs der VHS, zum Theater oder zur Fotoausstellung. Als Bürgermeister von Güssing freu' ich mich auf "unser" neues, ausgebautes Kulturzentrum!“
Die regionale und kulturelle Bedeutung des Projekts betonte auch Claudia Priber, Geschäftsführe¬rin der Kultur Burgenland: „Mit dem neuen Kulturzentrum Güssing entsteht ein vielseitig nutzbarer Ort, der neue Rahmenbedingungen für kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen in der Region schafft. Damit wird der Kulturstandort im Südburgenland nachhaltig gestärkt und ein lebendiger Treffpunkt für Kunst, Kultur, Vereine und Initiativen aus der gesamten Region geschaffen.“
Tag der offenen Tür
Das Kulturzentrum Güssing öffnete heute erstmals seine Türen für die Bevölkerung – mit einem vielfältigen Programm mit Musik, Kunst, Führungen und Mitmachangeboten für die Bevölkerung. Dieses vielfältige Programm spiegelt auch die regionale Kulturszene wider. Mitwirkende sind unter anderem der Stadtchor Güssing, die Musical Kids, die Volkstanzgruppe Glasing, die Big Band Saxtrom, der Volkschor Güssing, das Duo „Ohri On“ mit Mecky Pilecky und Rainer Paul, der Singkreis Gerersdorf, das Volksmusikensemble der Musikschule Güssing sowie der Schlagersänger TUKO. Ergänzt wird das Programm durch eine Lesung von Heinz Janisch und Erich Sammer. Der VHS-Fotoclub Güssing präsentiert die Ausstellung „en détail“. Architekten-führungen geben Einblicke in die Transformation vom Bestandsbau der 1970er Jahre zu einem modernen Kulturzentrum.
Den musikalischen Höhepunkt des Tages bildet das Abendkonzert der Stadtkapelle Güssing gemeinsam mit Thomas Gansch, Leonhard Paul und Albert Wieder unter dem Titel „DA CAPO – zurück ins Kulturzentrum“, das den festlichen Abschluss des Eröffnungstages markiert und den Übergang in eine neue Kulturära unterstreicht.
Start in eine neue Kultursaison
Bereits im Mai präsentiert Musical Güssing das Familienmusical „Rapunzel lässt kein Haar herunter“ mit modernen Popsongs und bekannten Disney-Melodien. Im August folgt mit „Wie im Himmel“ ein weiterer Höhepunkt des Jahresprogramms. Die Inszenierung von Marianne Resetarits wird auf der Outdoorbühne gezeigt und bei Schlechtwetter ins Haus verlegt.
Mit der Wiedereröffnung beginnt zugleich eine neue Ära des Kultur Sommer Güssing unter dem Motto „Echte Menschen!“. Das generalsanierte Haus wird unter Intendant Andreas Vitásek zur Bühne eines vielfältigen Sommerprogramms mit Kabarett, Musik und Literatur.
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Eröffnung KUZ Güssing 1
Eröffnung KUZ Güssing 2
Bildtext Eröffnung KUZ Güssing 1: Feierliche Inbetriebnahme des Kulturzentrums Güssing. Bei der Gesprächsrunde zur feierlichen Inbetriebnahme des Hauses wurde die Bedeutung des Projekts für die Region deutlich. Am Foto von links nach rechts: Landtagsabgeordneter Jürgen Dolesch, Bürgermeister Vinzenz Knor, Intendantin Marianne Resetarits (Musical Güssing), Geschäftsführer Gerald Goger (Burgenland Holding), Geschäftsführerin Claudia Priber (Kultur Burgenland), Landesrat Heinrich Dorner, Geschäftsführerin Jutta Benedek (Landesimmobilien Burgenland), Gerhard Eder (eep architekten ZT-GmbH), Intendant Andreas Vitàsek (Kultur Sommer Güssing) und Gregor Tritthart (Tritthart + Herbst Architekten Ziviltechniker GmbH).
Bildtext Eröffnung KUZ Güssing 2: Drohnenaufnahme des Kulturzentrums Güssing.
Bildquelle: Andreas Hafenscher
Güssing, 9. Mai 2026
Rückfragen:
KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH
Mag.a (FH) Miriam Burghart, MA
02682/719-3016, miriam.burghart(at)kultur-burgenland.at


