Das Burgenland treibt seine digitale Souveränität konsequent voran und baut seine Führungsrolle beim Schutz und der Vernetzung kritischer Infrastrukturen weiter aus. Nach dem erfolgreichen Start des Landesbackbones im vergangenen Jahr präsentiert der für Digitalisierung zuständige Landesrat Leonhard Schneemann nun den nächsten technologischen Quantensprung: Unter der Leitung der BE Technology GmbH (BET) wurde das Netz im Raum Oberwart auf eine hochsichere Multipunktkommunikation erweitert. Durch abhörsichere Quantenverschlüsselung und Reichweiten von bis zu 80 Kilometern bleiben Behörden, Einsatzorganisationen und kritische Einrichtungen auch bei Internetausfällen, Cyberattacken oder einem Blackout voll handlungsfähig. „Mit diesem massiven Technologie-Upgrade sichern wir den Weg zur Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Wir investieren vorausschauend in den modernsten Schutz, den es aktuell gibt, und garantieren höchste Krisenresilienz für alle Burgenländerinnen und Burgenländer“, betont Landesrat Leonhard Schneemann.
Bisher basierte die hochsichere Glasfaserverbindung des Landes vor allem auf direkten Punkt-zu-Punkt-Leitungen, wie der erfolgreichen Pionierstrecke zwischen Oberwart und dem Sender Hirschenstein. Der entscheidende technologische Durchbruch markiert nun der Übergang zur Multipunktkommunikation.
Dadurch können ab sofort mehrere kritische Standorte und Behörden gleichzeitig in einem gemeinsamen, flexibel erweiterbaren Netzwerk zusammengeschaltet werden. Zudem bereitet diese Struktur die Möglichkeit einer lokalen Datenspeicherung („on premise“) vor – ein wesentlicher Baustein für eine vollkommen autarke digitale Infrastruktur.
„Wir haben die bestehende Glasfaserinfrastruktur nicht nur erweitert, sondern technologisch revolutioniert. Damit schaffen wir eine krisenfeste Kommunikation, die im Ernstfall verlässlich funktioniert – selbst dann, wenn die Internetverbindung ausfällt oder die Stromversorgung großflächig unterbrochen ist“, erklärt Landesrat Leonhard Schneemann.
Technologische Speerspitze: Höchste Reichweite und Quantenverschlüsselung
Die technische Umsetzung erfolgt durch die BE Technology GmbH (BET), der Breitbandkoordinationsstelle des Landes und Tochtergesellschaft der Burgenland Energie AG. Ein erfolgreicher Proof of Concept im Raum Oberwart belegt bereits die enormen Vorteile der neuen Systemarchitektur:
- Enorme Reichweite: Krisenfeste Direktverbindungen können nun über Distanzen von bis zu 80 Kilometern realisiert werden.
- Vollkommene Autarkie: Das Gesamtsystem arbeitet im Kern vollständig unabhängig vom öffentlichen Internet oder externen Cloud-Infrastrukturen.
- Resilienter Betrieb: Die Kommunikationsfähigkeit aller kritischen Einrichtungen bleibt auch während eines großflächigen Blackouts uneingeschränkt aufrechterhalten.
Zusätzlich setzt das Burgenland neue Maßstäbe bei der Datensicherheit: Über die neu verbundenen Standorte des Glasfaser-Landesbackbones ist ab sofort eine Daten-, Video- und Sprachübertragung mittels modernster Quantenverschlüsselung möglich. Diese Technologie gilt nach aktuellem Stand der Technik als absolut abhörsicher.
„Digitale Souveränität bedeutet, nicht von globalen Diensten oder externen Verfügbarkeiten abhängig zu sein“, unterstreicht Schneemann. „Durch die Integration der Quantenverschlüsselung in unseren Landesbackbone spielt das Burgenland im Bereich der sicheren Kommunikation europaweit im absoluten Spitzenfeld. Wir stellen sicher, dass unsere Blaulichtorganisationen, Energieversorger und Landesbehörden geschützt miteinander vernetzt sind.“
Konsequente Vorsorge für ein krisenfestes Burgenland
Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Bedrohungen durch Cyberangriffe auf Internetdienstanbieter und Behörden sowie potenzieller Blackout-Szenarien erweisen sich die physischen und digitalen Investitionen als unverzichtbar. Das Landesgrundnetz wird dadurch Schritt für Schritt zur tragenden Säule der burgenländischen Sicherheitsarchitektur ausgebaut.
„Sicherheit lässt sich nicht vertagen“, stellt Landesrat Leonhard Schneemann abschließend klar. „Wir stärken die Unabhängigkeit unseres Landes gezielt und nachhaltig. Mit dieser Pionierarbeit schaffen wir eine krisenfeste Kommunikationsinfrastruktur, auf die sich die burgenländische Bevölkerung auch in Ausnahmesituationen hundertprozentig verlassen kann.“
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Digitale Souveränität (1)
Digitale Souveränität (2)
Digitale Souveränität (3)
Digitale Souveränität (4)
Bildtext Digitale Souveränität (1): Landesrat Dr. Leonhard Schneemann mit Kommandant Abschnittsbrandinspektor (ABI) Philipp Rath von der Freiwilligen Feuerwehr Oberwart und Breitbandkoordinator Burgenland DI Georg Podebradsky, MBA (v.l.).
Bildtext Digitale Souveränität (2) bis (4): Landesrat Dr. Leonhard Schneemann und Breitbandkoordinator Burgenland DI Georg Podebradsky, MBA (v.l.)
Bildquelle: Büro LR Schneemann
Eisenstadt, 7. September 2026
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