Die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf verordnet für den Naturbadesee Markt St. Martin ein Badeverbot, das ab sofort in Kraft tritt und bis auf Weiteres gilt. Grund dafür ist eine Grenzwertüberschreitung bei Escherichia Coli, wodurch die Wasserqualität nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Diese Indikatorbakterien dienen als Anzeichen für eine mögliche ernsthafte Verschmutzung des Gewässers. Um eine Gesundheitsgefährdung vollkommen auszuschließen, wurde bis auf Weiteres ein Badeverbot entsprechend dem Bäderhygienegesetz verhängt. Die erhöhte Bakterienbelastung könnte von menschlichen oder tierischen Fäkalien verursacht worden sein.
Die Badewasserqualität wird regelmäßig durch die Biologische Station Illmitz überprüft. Der Grenzwert für Escherichia Coli liegt in der Bäderhygieneverordnung, die auf Kleinbadeteiche wie den Naturbadesee Markt St. Martin anzuwenden ist, bei 100 koloniebildenden Einheiten pro 100 Milliliter Wasser (kurz KBE/100ml). Für den Badeteich Markt St. Martin wurde dieser Wert bei einer Messung am 21. Juli mit 580 KBE/100ml klar überschritten.
Eine mögliche Quelle der Verschmutzung ist eine Kontamination des Füllwassers in Folge der starken Unwetter und Niederschläge in den Tagen vor der Probennahme. Der Betreiber arbeitet bereits an einer Lösung. Das Badeverbot kann erst wieder aufgehoben werden, wenn der Grenzwert nicht mehr überschritten wird. Die durchschnittliche Lebensdauer von E.coli-Bakterien beträgt drei Wochen.
Escherichia coli (E. coli)
Escherichia coli (E. coli) – auch Kolibakterium genannt – ist ein natürlich vorkommender Keim im Darm von Vögeln und warmblütigen Säugetieren. Der Keim ist ein Bestandteil der Darmflora des Menschen. Bestimmte Stämme von Escherichia coli können bei Tieren und Menschen allerdings Erkrankungen, wie bakterielle Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündung, Gallenblasenentzündung oder Magen-Darm-Entzündungen (Gastroenteritis) hervorrufen.
Eisenstadt, 24. Juli 2026
Landesmedienservice Burgenland
7000 Eisenstadt, Landhaus, Europaplatz 1
Tel: 02682/600
post.oa-presse(at)bgld.gv.at
www.burgenland.at
