80 Jahre Rotes Kreuz Burgenland: „Hilfe braucht Menschen“

Landtagspräsidentin Mag.a Astrid Eisenkopf, Vizepräsident Leo Radakovits, Landesrat Dr. Leonhard Schneemann und Präsident Dr. Werner Krischka
Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf
Landesrat Leonhard Schneemann
Präsident Werner Krischka
Festsitzung im Burgenländischen Landtag

Festsitzung im Burgenländischen Landtag würdigt acht Jahrzehnte im Zeichen der Menschlichkeit – Goldene Verdienstmedaille für Leo Radakovits

Seit 80 Jahren ist das Rote Kreuz Burgenland für Menschen da, wenn sie Hilfe brauchen. Dieses besondere Jubiläum wurde am 3. September mit einer Festsitzung im Burgenländischen Landtag gefeiert. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Einsatzorganisationen und dem Roten Kreuz wurde auf acht bewegte Jahrzehnte zurückgeblickt – und vor allem jenen Menschen gedankt, die diese Geschichte geschrieben haben und das Rote Kreuz Burgenland bis heute tragen.

Am 13. August 1946 wurde der selbstständige Landesverband Burgenland des Österreichischen Roten Kreuzes gegründet. Was damals unter schwierigsten Bedingungen begann, entwickelte sich in acht Jahrzehnten zu einer der tragenden Hilfsorganisationen des Landes.

Unter den Ehrengästen begrüßte das Rote Kreuz Burgenland Landtagspräsidentin Mag.a Astrid Eisenkopf, Diözesanbischof Ägidius Zsifkovits, Landesrat Dr. Leonhard Schneemann in Vertretung des Landeshauptmannes sowie den Zweiten Landtagspräsidenten Johann Tschürtz. Mit dabei waren außerdem Vertreterinnen und Vertreter der befreundeten Einsatzorganisationen – darunter Feuerwehr, Bundesheer, Polizei, Arbeiter-Samariter-Bund und Wasserrettung – sowie Bundesrettungskommandant Gerry Foitik, zahlreiche Funktionärinnen und Funktionäre und freiwillige wie hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes Burgenland.

Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf würdigte insbesondere den Einsatz jener Menschen, die das Rote Kreuz über Generationen hinweg geprägt haben: „Das Rote Kreuz Burgenland und dessen Arbeit ist seit jeher getragen von Menschen, die nicht nur ihre Zeit – davon auch oft viel kostbare Freizeit – sondern vor allem auch viel Kraft dafür aufgewendet haben, um für andere da zu sein. ‚Wir sind da, um zu helfen!‘ ist keine Floskel. Diese Worte spiegeln die gelebte Menschlichkeit der zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wider. Der stetige Einsatz für die Menschen verdient größten Respekt. Mein Dank gilt all jenen, die diese 80 Jahre Rotes Kreuz Burgenland geprägt haben. In diesen acht Jahrzehnten ist das Rote Kreuz Burgenland zu einem verlässlichen Partner für die Menschen gewachsen.“

Landesrat Dr. Leonhard Schneemann in Vertretung des Landeshauptmannes fand folgende Worte für das Jubiläum: „Das Rote Kreuz Burgenland ist seit 80 Jahren eine tragende Säule der Hilfe und Menschlichkeit in unserem Land. Tag für Tag leisten freiwillige und hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unverzichtbare Arbeit für die Menschen im Burgenland – im Rettungsdienst, in der Pflege, in der Betreuung und in vielen weiteren Bereichen. Aus meiner eigenen Zeit als Zivildiener, Sanitäter und Ortsstellenleiter in Unterkohlstätten weiß ich, wie herausfordernd, aber auch wie erfüllend dieser Dienst am Nächsten ist. Umso mehr schätze ich das Engagement und die Verlässlichkeit, mit denen das Rote Kreuz seit Jahrzehnten für die Menschen da ist.“

Auch Präsident Dr. Werner Krischka verband seinen Dank mit dem Blick auf die kommenden Jahre: „80 Jahre Rotes Kreuz Burgenland erfüllen uns mit Dankbarkeit und auch mit Stolz auf das, was Generationen vor uns aufgebaut haben. Mein besonderer Dank gilt unseren freiwilligen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Zivildienstleistenden und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Freiwilligen Sozialjahres sowie unseren Funktionärinnen und Funktionären. Ebenso danke ich unseren Partnern und all jenen, die uns seit vielen Jahren verlässlich zur Seite stehen. Gleichzeitig ist dieses Jubiläum für uns ein Auftrag: Wir müssen das Rote Kreuz weiterentwickeln und für die Herausforderungen der Zukunft stark aufstellen. Unser Ziel muss sein, der nächsten Generation eine moderne und starke Organisation zu übergeben, die bei allem Wandel nie vergisst, worum es im Kern geht: für Menschen da zu sein.“

Von einem Rettungswagen zu einem flächendeckenden Netz der Hilfe
Die Geschichte des Roten Kreuzes Burgenland begann 1946 unter schwierigsten Bedingungen: mit zunächst nur einem Rettungswagen, wenig Ausstattung und kaum finanziellen Mitteln – aber mit Menschen, die helfen wollten. Schon in den Nachkriegsjahren wurden Lebensmittel, Kleidung und die sogenannten „Schweizer Packerl“ verteilt. 1956 half das Rote Kreuz an der Grenze während des Ungarischen Volksaufstands, 1989 betreute es Zehntausende Menschen auf der Flucht aus der DDR und 2015 innerhalb weniger Wochen rund 300.000 Menschen.
Parallel entwickelte sich aus dem damaligen Krankentransport ein moderner Rettungsdienst; Pflege und Betreuung, soziale Dienste, Krisenintervention, Team Österreich Tafel, Jugend- und Bildungsarbeit und zahlreiche weitere Angebote kamen hinzu.
Aus einem Rettungswagen und einfachsten Mitteln ist in acht Jahrzehnten ein flächendeckendes Netz der Hilfe entstanden, das heute von rund 3.400 Freiwilligen und rund 355 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen wird. Dazu kommen Zivildienstleistende und Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Freiwilligen Sozialjahres.

Verändert haben sich in acht Jahrzehnten Fahrzeuge, Medizin und Aufgaben – geblieben sind die Menschen, die für andere Menschen da sind.

Persönliche Perspektiven auf das Rote Kreuz und seine Entwicklung gaben bei der Festsitzung Landesrat Leonhard Schneemann, der selbst Zivildiener, Sanitäter und Ortsstellenleiter in Oberkohlstätten war, sowie Bundesrettungskommandant Gerry Foitik, der dem Roten Kreuz seit 1988 verbunden ist. Gemeinsam blickten sie auf die Veränderungen innerhalb der Organisation und auf die Herausforderungen der kommenden Jahre.

Goldene Verdienstmedaille für Leo Radakovits
Ein besonderer Höhepunkt der Festsitzung war die Ehrung von Vizepräsident und Bezirksstellenleiter Leo Radakovits. Für seine Verdienste um das Rote Kreuz wurde ihm von Präsident Werner Krischka die Goldene Verdienstmedaille überreicht. Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Landesrat Leonhard Schneemann und Bundesrettungskommandant Gerry Foitik begleiteten die Ehrung.

Durch die Festsitzung führte Manuel Komosny, Pressesprecher des Roten Kreuzes Burgenland, der auch den historischen Rückblick auf acht Jahrzehnte Rotkreuz-Geschichte gestaltete. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einem Quartett der Joseph Haydn Privathochschule. Den feierlichen Abschluss bildete die Burgenländische Landeshymne.

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Bildtext 1: Landtagspräsidentin Mag.a Astrid Eisenkopf, Vizepräsident Leo Radakovits, Landesrat Dr. Leonhard Schneemann und Präsident Dr. Werner Krischka

Bildtext 2: Landtagspräsidentin Mag.a Astrid Eisenkopf

Bildtext 3: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann

Bildtext 4: Präsident Dr. Werner Krischka

Bildtext 5: Festsitzung im Burgenländischen Landtag

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 3. September 2026

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