20 Jahre Intensivmedizin in der Klinik Kittsee

Primar Geberth mit Stationsleitung DGKP Margit Hejret am Dialysegerät
Kiss und Hejret in der damals neuen Intensivstation (Archivbild).
Das leuchtende, dimmbare Landschaftsbild soll positiv auf die Genesung wirken.
V.l.: Primar Alexander Carl Geberth, OÄ Erika Lesňáková, DGKP Margit Hejret und OA Ján Križan – Mitglieder des Teams der Intensivstation

LH Doskozil: „Eine starke Intensivmedizin ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Teil einer guten Gesundheitsversorgung“

Medizinischer Fortschritt und menschliche Nähe gehen Hand in Hand. Ein Rückblick auf die Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte – und ein Blick auf die aktuelle Intensivmedizin am Standort Kittsee. "Eine starke Intensivmedizin ist kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Teil einer guten Gesundheitsversorgung. 20 Jahre erfolgreiche Arbeit zeigen, wie wichtig starke regionale Kliniken und engagierte Teams sind – großer Dank hierfür. Es ist unsere politische Verantwortung, diese Qualität zu sichern und die Gesundheitsversorgung für die Menschen auch in Zukunft weiter auszubauen. Der Bau der Klinik Gols wird ein weiterer Schritt auf diesen Weg sein“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil anlässlich des Jubiläumsjahres.

Das 20-jährige Bestehen der Intensivstation in der Klinik Kittsee ist ein würdiger Anlass, auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurückzublicken und zugleich den Blick auf die aktuelle Situation zu werfen. „Der Fortschritt in der Medizin generell ist enorm, die Anforderungen an die Intensivmedizin steigen kontinuierlich“, betont der Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Klinik Kittsee, Primarius Alexander Carl Geberth. 

Intensivmedizin im Fokus

Die COVID-Pandemie hatte Organersatzverfahren und Intensivbettenkapazitäten erstmals in den Fokus der breiten Bevölkerung gesetzt. „Intensivmedizinerinnen und -mediziner sind heute in der Lage, viele schwere Erkrankungen therapieren zu können, die noch vor 20 Jahren weit weniger wirkungsvoll therapiert werden konnten“, ergänzt der Anästhesist. Momentan sei zu beobachten, dass der Mensch als Individuum in den Fokus der Forschung gerät. Themenbereiche wie Ethik, Prähabilitation (sie zielt darauf ab, den Gesundheitszustand vor einer OP zu optimieren) und Post-Intensive-Care-Syndrome würden vielfach diskutiert. Eine Entwicklung, die auch der Primar sehr begrüßt. „Ich bin stolz und dankbar, dieses Jubiläum mit meiner Abteilung erreicht zu haben. Die für den Standort essenzielle Intensivstation wurde unter meiner Vorgängerin Anna Kiss (ehemals Kettner) zu einer beachtlichen vollwertigen Intensivstation ausgebaut. Ohne die hervorragende Arbeit der letzten 20 Jahre könnten wir heute nicht auf diese Erfolge aufbauen“, betont Geberth, der die Leitung im Oktober 2025 übernommen hat. Für die Zukunft hat er große Pläne. Ziel der kommenden zehn Jahre sei – mit Hinblick auf die Klinik Gols – der weitere Ausbau der Kapazitäten und intensivmedizinischen Leistungen bis hin zur Zertifizierung als Level II Intensivstation.

Rundum gut aufgehoben

Am 2. Mai 2006 nahm die Intensivstation unter der Leitung von Primaria Anna Kiss (damals Kettner) ihre Arbeit auf. Sie war auch federführend am Aufbau der Einrichtung beteiligt – ebenso wie DGKP Margit Hejret, die heute die Stationsleitung innehat: „Wir sind mit vier Betten als IMCU gestartet. Beatmungsgerät gab es zunächst nur eines.“ Sukzessive wuchsen nicht nur Bettenanzahl und Leistungen, sondern auch das Team, das derzeit 20 Pflegefachkräfte, zwölf Fachärzt*innen und eine Assistenzärztin umfasst. An den sechs Intensivbetten werden heute Patient*innen nach komplexen Eingriffen und/oder mit schweren Erkrankungen behandelt. An allen sechs Betten ist eine Beatmungstherapie möglich. Zusätzlich steht auch ein Gerät zur Nierenersatztherapie zur kontinuierlichen Dialyse bei Intensivpatient*innen zur Verfügung. 

Baulich weist die Intensivstation eine Besonderheit auf. Die Innenausstattung orientiert sich am Konzept des Feng Shui und folgt dem Prinzip eines Nestbaus – mit Rundungen, so, dass sich die Patient*innen geborgen fühlen. Ein Farbkonzept an der Decke sowie ein beleuchtetes Wandbild mit Wasser- und Waldmotiv schaffen ein angenehmes Raumklima. „Feng Shui war für mich der richtige Weg, die Räume der Intensivstation – einem Ort, an dem sich Patientinnen und Patienten, aber auch Angehörige und Mitarbeitende häufig in Grenzsituationen befinden – so zu gestalten, dass sie Ruhe, Wohlbefinden und eine positive Atmosphäre für alle vermitteln“, erinnert sich die frühere ärztliche Direktorin Anna Kiss. 

Intensivmedizin lebt nicht nur von fachlicher Kompetenz, sondern auch von Menschlichkeit. Diese Haltung wird in der Klinik Kittsee seit vielen Jahren gelebt. „Mir und meinen Mitarbeitenden liegt jeder Mensch, der von uns betreut wird, persönlich am Herzen. Diese Menschlichkeit ist es, die neben der fachlichen Kompetenz eine erfolgreiche Intensivstation auszeichnet. Darauf bin ich sehr stolz“, so Primar Geberth abschließend.

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Primar Gebert/DGKP Hejret               Intensivstation KITT_Feng Shui
Intensivstation Kiss-Hejret (Archiv)    Intensiv-KITT_Gebert-Lesnakova-Hejret-Krizan

Bildtext Primar Gebert/DGKP Hejret: Primar Geberth mit Stationsleitung DGKP Margit Hejret am Dialysegerät.

Bildtext Intensivstation KITT_Feng Shui: Das leuchtende, dimmbare Landschaftsbild soll positiv auf die Genesung wirken.

Bildtext Intensivstation Kiss-Hejret (Archiv): Kiss und Hejret in der damals neuen Intensivstation (Archivbild).

Bildtext Intensiv-KITT_Gebert-Lesnakova-Hejret-Krizan: Primar Alexander Carl Geberth, OÄ Erika Lesňáková, DGKP Margit Hejret und OA Ján Križan (v.l.) – Mitglieder des Teams der Intensivstation

Bildquelle: Gesundheit Burgenland

Eisenstadt, 24. August 2026

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