Bedeutender Meilenstein für die Klinik Oberpullendorf: Sie ist das erste offizielle „Baby-friendly Hospital“ im Burgenland. Die Zertifizierung basiert auf international anerkannten Qualitätsstandards einer familienorientierten Geburtshilfe sowie der bestmöglichen Unterstützung von Müttern und Neugeborenen. Zu den zentralen Anforderungen zählen insbesondere die Förderung der frühen Mutter-Kind-Bindung, eine evidenzbasierte Stillförderung, umfassende Information und Begleitung von Familien sowie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sieht die Zertifizierung als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg im Gesundheitsbereich: „Diese Auszeichnung zeigt, dass auch an vermeintlich kleinen Standorten eine hohe Qualität in der Betreuung und Versorgung möglich ist. Unsere 5-Spitäler-Garantie mit dem gleichzeitigen Ausbau der Leistungen an allen Kliniken hat sich bezahlt gemacht. Die Burgenländerinnen und Burgenländer bekommen wohnortnah die bestmögliche medizinische Versorgung – immer gepaart mit der burgenländischen Herzlichkeit, die auf der Geburtenstation in Oberpullendorf in besonderem Maße vorgelebt wird.“
Die Kriterien, die für die Zertifizierung erforderlich sind, wurden von WHO und UNICEF ausgearbeitet. Um offiziell als „Baby-freundlich“ anerkannt zu sein, müssen alle „10 Schritte zum erfolgreichen Stillen“ erfüllt werden. Sie reichen von Schulungen der Mitarbeiter*innen über Aufklärung und Unterstützung beim Stillen bis hin zu ununterbrochenem Hautkontakt zwischen Mutter und Baby nach der Geburt.
Harmonisches Miteinander
Die Zertifizierung ist das Ergebnis des außergewöhnlichen Engagements zahlreicher Mitarbeitenden aus allen Bereichen der Geburtshilfe und Pädiatrie. Ärztinnen und Ärzten, Pflege, Hebammen sowie viele weitere Berufsgruppen haben in enger und hochprofessioneller Zusammenarbeit Prozesse weiterentwickelt, reflektiert und nachhaltig verankert. Der gemeinsame Fokus auf das Wohl von Mutter und Kind ist dabei jederzeit spürbar.
Primaria Eva Pavelka, Leiterin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe: „Wenn Stillen möglich ist, ist es die beste Ernährungsform für Babys. Muttermilch stärkt das Immunsystem, beugt Allergien vor und fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind. Mütter, denen aus verschiedenen Gründen das Stillen nicht möglich ist, werden von uns selbstverständlich ebenfalls unterstützt, um einen guten Start des Kindes zu gewährleisten. Wichtig ist uns, dass sich die Familien bei uns auf der Geburtenstation wohl fühlen. Nicht umsonst haben wir mit zahlreichen Umbaumaßnahmen und neuen Konzepten Wert auf ein harmonisches Geburtserlebnis und ein entspanntes Wochenbett gelegt.“
Im Rahmen der Weltstillwoche, die von 1. bis 7. August stattfindet, rückt das Thema Stillen besonders in den Fokus. In Oberpullendorf ist es das ganze Jahr über gelebte Praxis. „Die individuelle und bindungsorientierte Betreuung sowie eine kontinuierliche Begleitung von Familien sind seit Langem fester Bestandteil der täglichen Arbeit von Primaria Pavelka und ihrem Team. Das Audit hat nun offiziell die hohe Qualität und Kontinuität dieser Leistungen bestätigt“, freut sich auch Stephan Kriwanek, der medizinische Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland.
Es tut sich viel – auch abseits der Geburtshilfe
In der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe wird das Angebot laufend erweitert. So können in Oberpullendorf jetzt auch gut- und bösartige Mamma-Tumore behandelt und operiert werden. Im Bereich der Urogynäkologie (Beckenboden, Blase, Harnorgane) stehen neue Behandlungsmethoden zur Verfügung und im Bereich der Behandlung von Endometriose entwickelt sich die Abteilung immer mehr zu einem Kompetenz-Zentrum in der Region.
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Audit-Gruppe
Baby-friendly-Stillfoto
Bildtext Audit-Gruppe: Das Team der Gynäkologie und Geburtshilfe rund um Primaria Pavelka (3.v.l.) ist stolz auf den erreichten Meilenstein.
Bildtext Baby-frinedly-Stillfoto: Die frischgebackenen Eltern fühlen sich gut unterstützt in der Klinik Oberpullendorf.
Bildquelle: Gesundheit Burgenland
Oberpullendorf, 30. Juli 2026
Rückfragehinweis: kommunikation(at)gesundheit-burgenland.at


