Premiere für gemeinsamen Rad- und Fußverkehrsgipfel in Eisenstadt

Das Burgenland erhielt beim Fußverkehrs- und Radgipfel in Eisenstadt die Auszeichnung „Pionier im Fußverkehr“: (v.l.) Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke, Landesrat Heinrich Dorner, Gemeindebund-Vizepräsident Bürgermeister Erich Trummer, Städtebund-Vizepräsident LAbg. Bürgermeister Thomas Steiner.
Talk beim Fußverkehrs- und Radgipfel mit Städtebund-Vizepräsident LAbg. Bürgermeister Thomas Steiner (links im Bild), Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke (2.v.l.), Landesrat Heinrich Dorner (rechts im Bild).
Beim Fußverkehrs- und Radgipfel in Eisenstadt wurden am Donnerstag erstmals Rad- und Fußverkehr gemeinsam in den Mittelpunkt einer Fachtagung gestellt.
Landesrat Heinrich Dorner beim Fußverkehrs- und Radgipfel in Eisenstadt.

LR Dorner: Burgenland für konsequenten Radnetzausbau und als „Pionier im Fußverkehr“ ausgezeichnet

Eisenstadt ist derzeit Schauplatz einer Premiere beim Thema Mobilität: Im Kultur- und Kongresszentrum finden noch bis heute, Freitag, der 2. Österreichische Fußverkehrsgipfel und der 17. Österreichische Radgipfel statt. Erstmals wurden dabei am Donnerstag Rad- und Fußverkehr gemeinsam in einer Fachtagung in den Mittelpunkt gestellt. Mehr als 400 Fachgäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft aus ganz Österreich sowie internationale Expertinnen und Experten nehmen an der Veranstaltung teil. Im Rahmen der Tagung wurden gestern, Donnerstag, auch die Klimaschutz- und Mobilitätsauszeichnungen vergeben. Das Burgenland wurde dabei für den konsequenten Radnetzausbau und als „Pionier im Fußverkehr“ ausgezeichnet. Auch die Landeshauptstadt Eisenstadt wurde für ihre Aktivitäten im Bereich Rad- und Fußverkehr mit einem Preis gewürdigt. Die Fachkonferenz wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) im Rahmen der Klimaschutzinitiative klimaaktiv mobil in Zusammenarbeit mit dem Land Burgenland und der Landeshauptstadt Eisenstadt sowie dem Interreg AT-HU PanActive-Projekt veranstaltet.

„Im Burgenland hat sich in den vergangenen Jahren wahnsinnig viel getan, weil es aus meiner Sicht einen Mind Change gibt. Die Bevölkerung trägt eine Mobilitätswende viel mehr mit als noch vor zehn, 20 und 30 Jahren“, betonte Landesrat Heinrich Dorner. In den 1970er- und 1980er- Jahren sei man wahrscheinlich sehr stolz gewesen, ein Auto zu besitzen. Nun komme man in eine Generation „wo das nicht mehr so wichtig ist, wo man über Alternativen nachdenkt, wo man aufs Klima achtet, wo man sich andere Mobilitätsformen gut überlegt und da gehört eindeutig das Radfahren dazu“, so Dorner.  Im Burgenland habe man dies noch ergänzt um das zu Fuß gehen und da beginne man noch mehr Dynamik hineinzubekommen: „Das fußt auf einer aus meiner Sicht sehr guten Strategie, da haben sehr viele mitgearbeitet.“

Der Landesrat zeigte sich erfreut über die Anwesenheit vieler Gemeindevertreter: Ohne die Gemeinden werde man diesen Prozess nicht schaffen. „Wir bieten Service an, Partnerschaften, um Projekte in Gemeinden umzusetzen, um Sicherheit bei Wegen zu gewährleisten, um bewusstseinsbildende Maßnahmen umzusetzen und vieles mehr“, unterstrich Dorner. Es sei wichtig gewesen, eine Strategie als Grundlage zu schaffen: „Ich glaube, das ist uns gelungen und jetzt gehen wir sukzessive in die Abarbeitung.“ Ausgezeichnet für ihre Aktivitäten im Bereich des Radnetzausbaus wurden auch die burgenländischen Gemeinden Lockenhaus und Grafenschachen.

„Es ist sehr, sehr wichtig, dass wir die Österreicher in Bewegung bringen und Sie alle tun das ja wahrscheinlich tagtäglich in ihren Gemeinden, in Ihren Organisationen, in Ihren Unternehmen“, hob Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke hervor. Es tue primär auch einmal der eigenen Gesundheit gut, mit dem Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen und Strecken auf diese Weise zurückzulegen. Ziele wie die Klimaneutralität seien auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene sehr wichtig. Die Bundesregierung unterstütze deshalb klimaaktiv mobil. Es gelte, die richtigen Schritte zu setzen, wie Investitionen etwa in die Radinfrastruktur, aber auch in die Sicherheit für Kinder auf Radwegen.

In Eisenstadt habe man einen Klimaneutralitätsfahrplan beschlossen, dem 28 von 29 Gemeinderäten zustimmten, berichtete Bürgermeister Thomas Steiner. Darin seien klare Vorgaben für die nächsten Jahre enthalten. In den vergangenen Jahren sei beispielsweise der Stadtbus eingeführt worden, man habe mit Unterstützung von Land und Bund viel in Radwege investiert. „Vor zwölf, 13, 14 Jahren war das Hauptanliegen der Bevölkerung, wo werden Straßen gebaut. Heute ist genau das Gegenteil der Fall und das ist wichtig, dass die Menschen ganz einfach auch hier mitgehen“, betonte Steiner.

Im Rahmen des 2. Österreichischen Fußverkehrsgipfels und des 17. Österreichischen Radgipfels fand am Donnerstag in der Landeshauptstadt eine Rad- und Fußparade statt. Heute, Freitag, wird über zentrale Themen wie Radtourismus als wirtschaftliche Chance, das Voranbringen von Radinfrastruktur, Radverkehrsplanung, Mobilitätsverhalten sowie Forschungs- und Innovationsansätze diskutiert. Den Abschluss bilden hochkarätige Keynotes aus umweltmedizinischer und umweltpsychologischer Sicht: Hans-Peter Hutter und Lisbeth Weitensfelder beleuchten, wie Radverkehr Gesundheit, Umwelt und Lebensqualität positiv beeinflussen kann und warum Investitionen in aktive Mobilität ein Gewinn für alle sind.
   
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Bildtext Fußverkehrs- und Radgipfel Eisenstadt 1: Das Burgenland erhielt beim Fußverkehrs- und Radgipfel in Eisenstadt die Auszeichnung „Pionier im Fußverkehr“: (v.l.) Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke, Landesrat Heinrich Dorner, Gemeindebund-Vizepräsident Bürgermeister Erich Trummer, Städtebund-Vizepräsident LAbg. Bürgermeister Thomas Steiner.

Bildtext Fußverkehrs- und Radgipfel Eisenstadt 2: Talk beim Fußverkehrs- und Radgipfel mit Städtebund-Vizepräsident LAbg. Bürgermeister Thomas Steiner (links im Bild), Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke (2.v.l.), Landesrat Heinrich Dorner (rechts im Bild).

Bildtext Fußverkehrs- und Radgipfel Eisenstadt 3: Beim Fußverkehrs- und Radgipfel in Eisenstadt wurden am Donnerstag erstmals Rad- und Fußverkehr gemeinsam in den Mittelpunkt einer Fachtagung gestellt.

Bildtext Fußverkehrs- und Radgipfel Eisenstadt 4: Landesrat Heinrich Dorner beim Fußverkehrs- und Radgipfel in Eisenstadt.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 11. September 2026

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