Im Burgenland ist es durch die Hitze der vergangenen Wochen derzeit besonders trocken, die Niederschlagsmengen für Ende Juli haben den tiefsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht. In Kombination mit den für die kommenden Tage erwarteten Höchsttemperaturen von bis zu 40 Grad führt die Trockenheit zu extremer Wald- und Flurbrandgefahr. Das Land Burgenland ruft daher die von allen burgenländischen Bezirksverwaltungsbehörden erlassenen und nach wie vor aufrechten Waldbrandverordnungen in Erinnerung und appelliert an alle Burgenländerinnen und Burgenländer sowie an Gäste, sich den außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen entsprechend verantwortungsvoll zu verhalten und die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Wald- und Flurbränden einzuhalten. Die entsprechenden Empfehlungen gibt es auf der Internetseite www.burgenland.at/themen/gesundheit/hitzetipps/#c42234, außerdem finden sich dort der burgenländische Hitzeschutzplan und nützliche Hitzetipps, um die Extremtemperaturen gut zu überstehen.
Vor allem in den bodennahen Schichten herrscht durch die extreme Trockenheit eine erhöhte Brandgefahr. Ausgetrocknete Wiesen, Felder und Böschungen können sich bereits durch kleinste Zündquellen entzünden. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette, Funkenflug bei Arbeiten im Freien oder offenes Feuer können schwerwiegende Brände auslösen.
Das Land Burgenland ersucht daher insbesondere um Beachtung folgender Vorsichtsmaßnahmen:
- Offenes Feuer im Freien nur dort entzünden, wo es ausdrücklich erlaubt ist, und niemals unbeaufsichtigt lassen.
- Grillen und Lagerfeuer nur an dafür vorgesehenen Plätzen.
- Zigaretten oder andere glimmende Gegenstände niemals achtlos wegwerfen.
- Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder Stoppelfeldern abstellen, da heiße Fahrzeugteile Brände verursachen können.
- Bei Arbeiten mit Maschinen oder Geräten, die Funken erzeugen können, besondere Vorsicht walten lassen und diese – wenn möglich – in die kühleren Morgenstunden verlegen.
- Land- und forstwirtschaftliche Maschinen regelmäßig kontrollieren und geeignete Löschmittel mitführen.
- Wetterwarnungen beachten und bei aufziehenden Gewitter Wälder, freie Flächen sowie Gewässer rechtzeitig verlassen.
Neben der Wald- und Flurbrandgefahr stellt die anhaltende extreme Hitze vor allem für ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen ein Gesundheitsrisiko dar. Das Wichtigste ist daher, sich vor den hohen Temperaturen zu schützen:
- Ausreichend Flüssigkeit – vorzugsweise Wasser – zu trinken.
- Direkte Sonneneinstrahlung während der Mittagsstunden möglichst zu vermeiden.
- Körperliche anstrengende Tätigkeiten nach Möglichkeit auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.
- Leichte, helle Kleidung sowie geeigneten Sonnenschutz zu verwenden
- Auf Mitmenschen, insbesondere ältere oder alleinlebende Personen, besonders zu achten.
Auch Gäste sowie Urlauberinnen und Urlauber werden ersucht, Wanderungen, Radtouren und andere Freizeitaktivitäten den hohen Temperaturen sowie möglichen Wetterumschwüngen anzupassen und ausreichend Trinkwasser mitzuführen.
Die Einsatzorganisationen beobachten die Wetter- und Gefahrenlage laufend und stehen im Bedarfsfall jederzeit bereit. Zur Sicherheit hat die Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) – wie bereits während der Hitzewelle Ende Juni – mit den Rettungsorganisationen eine Aufstockung des diensthabenden Personals vereinbart.
Eisenstadt, 31. Juli 2026
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