Badeverbot im Badeteich St. Margarethen

Erhöhte Bakterienbelastung: Am Badeteich St. Margarethen dürfen Badegäste bis auf Weiteres nicht ins Wasser 

Die Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt-Umgebung verordnet für den Badeteich St. Margarethen ein Badeverbot, das mit morgen, 23. Juli 2026, in Kraft tritt und bis auf Weiteres gilt. Grund dafür ist eine Grenzwertüberschreitung bei Escherichia Coli, wodurch die Wasserqualität nicht den gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Diese Indikatorbakterien dienen als Anzeichen für eine mögliche ernsthafte Verschmutzung des Gewässers. Um eine Gesundheitsgefährdung vollkommen auszuschließen, wurde bis auf Weiteres ein Badeverbot entsprechend dem Bäderhygienegesetz verhängt. Die erhöhte Bakterienbelastung könnte von menschlichen oder tierischen Fäkalien verursacht worden sein.

Die Badewasserqualität wird regelmäßig durch die Biologische Station Illmitz überprüft. Der Grenzwert für Escherichia Coli liegt bei 500 koloniebildenden Einheiten pro 100 Milliliter Wasser (kurz KBE/100ml). Für den Badeteich St. Margarethen wurde dieser Wert bei einer Messung am 21. Juli mit 816 KBE/100ml an einer Stelle und 1733 KBE/100ml an einem weiteren Messpunkt klar überschritten.

Eine mögliche Quelle der Verschmutzung könnten Wasservögel sowie andere tierische oder menschliche Fäkalien sein. Da es im Falle eines Badeteichs keine Möglichkeit einer Aufbereitung des Wassers bzw. eines Wasseraustausches gibt, ist nun laut den Sachverständigen der Biologischen Station Illmitz seitens der als Betreiber zuständigen Gemeinde die Quelle der Verunreinigung zu ermitteln und – sofern möglich – zu beseitigen. Das Badeverbot kann erst wieder aufgehoben werden, wenn der Grenzwert nicht mehr überschritten wird. Die durchschnittliche Lebensdauer von E.coli-Bakterien beträgt drei Wochen.  

Escherichia coli (E. coli)

Escherichia coli (E. coli) – auch Kolibakterium genannt – ist ein natürlich vorkommender Keim im Darm von Vögeln und warmblütigen Säugetieren. Der Keim ist ein Bestandteil der Darmflora des Menschen. Bestimmte Stämme von Escherichia coli können bei Tieren und Menschen allerdings Erkrankungen, wie bakterielle Harnwegsinfektionen, Bauchfellentzündung, Gallenblasenentzündung oder Magen-Darm-Entzündungen (Gastroenteritis) hervorrufen.

Eisenstadt, 22. Juli 2026 

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