Asbest: Keine Ermittlungen zu Katastrophenschutzübung Pilgersdorf nach Prüfung durch die Staatsanwaltschaft 

LR Dorner appelliert zu Versachlichung der Diskussion 

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat heute, Freitag, bekanntgegeben, dass im Zusammenhang mit der Katastrophenschutzübung im Steinbruch Pilgersdorf im vergangenen Oktober keine Ermittlungen aufgenommen werden. Landesrat Heinrich Dorner zeigt sich in einer ersten Reaktion nicht überrascht über die Einstellung. „Ich habe von Beginn an gesagt, dass ich der von Greenpeace eingebrachten Sachverhaltsdarstellung mit großer Gelassenheit entgegensehe, weil die darin erhobenen Vorwürfe komplett an den Haaren herbeigezogen waren“, so Dorner. Der Landesrat bekräftigte in dem Zusammenhang aber auch seine Kritik an der Vorgehensweise von Greenpeace, „nämlich zu skandalisieren“. Dorner appelliert zu einer Versachlichung der Diskussion. 

Die besagte Katastrophenschutzübung fand am 18. Oktober 2025 im Steinbruch Pilgersdorf statt. Zu diesem Zeitpunkt verfügte der Steinbruch über alle aufrechten Genehmigungen; den Behörden lagen keinerlei Hinweise auf eine Gefährdungslage vor. Erst einen Monat nach der Übung, am 19. November 2025, wurden im Zuge von Kontrollen geologische Gesteinsproben entnommen. Die spätere Laboranalyse dieser Materialproben ergab einen erhöhten Asbestanteil im anstehenden Gestein. Es muss in diesem Zusammenhang fachlich und sachlich strikt festgehalten werden: Es handelte sich hierbei um Materialanalysen der tiefen Gesteinsschichten und nicht um Luftgütemessungen. 

Als die Ergebnisse dieser Gesteinsanalysen Anfang des Jahres 2026 schließlich vorlagen, hat die zuständige Bezirkshauptmannschaft als Sicherheitsbehörde keinen Tag gezögert und den Betrieb im Steinbruch umgehend bis auf Weiteres behördlich geschlossen. Die Behörde hat aus Sicherheitsgründen sofort und absolut korrekt gehandelt. Da die zeitliche Abfolge belegt, dass zum Zeitpunkt der Übung im Oktober keinerlei Hinweise auf eine Belastung vorlagen, sah das Land Burgenland von Anbeginn der Sachverhaltsdarstellung äußerst gelassen entgegen.

Eisenstadt, 19. Juni 2026

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