Wo Betriebe investieren, Menschen Arbeit finden und Regionen wachsen, braucht es Verlässlichkeit. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind stabile Rahmenbedingungen keine Selbstverständlichkeit. Umso erfreulicher ist die aktuelle Entwicklung im Burgenland: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent gesunken. Für Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann ist das ein wichtiges Signal dafür, dass die konsequente Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik des Landes Wirkung zeigt. „Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind nach wie vor groß. Umso wichtiger ist es, dass wir Betriebe nicht allein lassen. Jede vermiedene Insolvenz bedeutet gesicherte Arbeitsplätze, wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsperspektiven für unsere Regionen. Genau dafür arbeiten wir Tag für Tag“, betont Schneemann.
Die aktuellen Zahlen des Kreditschutzverbandes KSV1870 zeigen für das Burgenland einen leichten Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 105 Firmenpleiten verzeichnet, vier weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit entwickelt sich das Burgenland besser als viele befürchtet hatten – trotz anhaltend hoher Kostenbelastungen, schwacher Konjunktur und zurückhaltender Konsumnachfrage.
Besonders betroffen bleiben laut KSV1870 die Branchen Handel und Bauwirtschaft. Hohe Energie- und Personalkosten sowie eine schwierige Auftragslage setzen zahlreiche Unternehmen weiterhin unter Druck. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass gezielte Unterstützungsmaßnahmen des Landes dazu beitragen, Betriebe zu stabilisieren und Investitionen zu ermöglichen. „Die Zahlen sind kein Grund zum Zurücklehnen, aber sie zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Während andere nur über Krisen reden, investieren wir konsequent in Arbeitsplätze, Betriebsansiedlungen und wirtschaftliche Zukunftschancen. Unser Ziel ist klar: Unternehmen stärken, Wertschöpfung sichern und Beschäftigung schaffen“, erklärt Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann.
Das Burgenland setzt dabei auf eine aktive Wirtschafts- und Standortpolitik. Mit Investitionsförderungen, Betriebsansiedlungen, Innovationsprogrammen, Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte sowie gezielten Unterstützungen für kleine und mittlere Unternehmen schafft das Land wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft. Allein über die Wirtschaftsagentur Burgenland werden laufend Projekte begleitet, die Investitionen auslösen und Arbeitsplätze sichern.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt sich die Bedeutung einer handlungsfähigen öffentlichen Hand. Das Land Burgenland investiert weiterhin in Infrastruktur, Digitalisierung, Energiewende und regionale Wertschöpfung und stärkt damit die Widerstandskraft des Wirtschaftsstandortes.
„Unser Anspruch ist nicht, Krisen zu verwalten, sondern Zukunft zu gestalten. Das Burgenland soll auch künftig jener Standort sein, an dem Unternehmen gute Bedingungen vorfinden, investieren können und Arbeitsplätze schaffen. Dafür setzen wir auf Verlässlichkeit, Tempo und gezielte Unterstützung statt auf Stillstand“, so Schneemann.
Trotz des Rückgangs bei den Insolvenzfällen mahnt der Wirtschaftslandesrat zur Wachsamkeit. Die deutlich gestiegenen Verbindlichkeiten – insbesondere aufgrund einer einzelnen Großinsolvenz – zeigen, dass die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen weiterhin angespannt bleibt.
„Jeder Betrieb, der erfolgreich wirtschaftet, ist ein Gewinn für das ganze Burgenland. Deshalb werden wir unseren Kurs fortsetzen: investieren, unterstützen und gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmern an einer starken wirtschaftlichen Zukunft unseres Landes arbeiten“, betont Schneemann abschließend.
Eisenstadt, 18. Juni 2026
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