Verlässlicher Partner in stürmischen Zeiten: Land Burgenland sichert mit Rekordförderungen Handlungsfähigkeit der 171 Gemeinden

LR Schneemann

LR Schneemann: „Ob am ErlebnisSee Rechnitz oder beim Feuerwehrhaus-Neubau: Wir lassen unsere Gemeinden nicht im Regen stehen, sondern investieren direkt in die Lebensqualität der Menschen vor Ort.“

Das letzte Sommerwochenende lädt noch einmal zu einem Sprung ins kühle Nass ein – etwa am neu eröffneten ErlebnisSee Rechnitz, wo das Land Burgenland mit über vier Millionen Euro massiv unterstützt hat. Eines von unzähligen Projekten im ganzen Land und ein starkes Symbol für die engagierte Standort- und Gemeindepolitik des Landes. Denn während die Kommunen österreichweit unter massiven finanziellen Druck geraten, baut das Burgenland ein felsenfestes Schutzschild auf. Landesrat Leonhard Schneemann betont die konsequente Haltung der Landesregierung, die Gemeinden als Herzstück des Landes mit Rekordsummen bei Bedarfszuweisungen, Sonderpaketen und maßgeschneiderten Konsolidierungshilfen abzusichern. „Unsere 171 Gemeinden sind das Fundament und das Rückgrat unseres Heimatlandes. Hier entscheidet sich die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger – vom Kindergartenplatz über die Feuerwehrausrüstung bis hin zu attraktiven Freizeit- und Naherholungsräumen. Das Land stehen wir verlässlich, partnerschaftlich und ohne parteipolitische Scheuklappen an der Seite jeder einzelnen Kommune. Wir sorgen dafür, dass das Burgenland handlungsfähig, lebenswert und finanziell stabil bleibt“, versichert Landesrat Leonhard Schneemann.

Wer am kommenden Wochenende das neue Freizeitangebot am Erlebnis.See Rechnitz genießt, sieht das Ergebnis gelebter Partnerschaft: Bei einem Gesamtvolumen von rund 6 Millionen Euro griff das Land der Gemeinde Rechnitz mit über 4 Millionen Euro entscheidend unter die Arme.

Ein weiteres Paradigmenbeispiel für das punktgenaue Landesengagement bietet die Gemeinde Hornstein: Wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung und die moderne Ausrüstung der Einsatzkräfte geht, lässt das Land die Kommunen nicht allein. Beim Großprojekt für den Neubau des Feuerwehrhauses und die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs mit einem Gesamtvolumen von 4,4 Millionen Euro greift das Land der Gemeinde massiv unter die Arme – mit über 3,36 Millionen Euro an reinen Landesmitteln.

Die Fakten: Rekordmittel für Kommunen trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Während sinkende Ertragsanteile des Bundes und explodierende Ausgaben im Gesundheit- und Pflegebereich die Kommunen bundesweit in die Enge treiben, steuert das Land Burgenland gezielt gegen:

  • 89 Millionen Euro im Jahr 2025: Nach 82 Millionen Euro im Jahr 2024 steigerte das Land die Unterstützung für die Gemeinden 2025 auf die Rekordsumme von 89 Millionen Euro (davon 47 Mio. Euro reguläre Bedarfszuweisungen, 27,6 Mio. Euro außerordentliche Unterstützung sowie 14,3 Mio. Euro für kommunale Sonderprojekte).
  • 64 Millionen Euro Förderreserve: Für investive Kommunalprojekte in den Jahren 2024 und 2025 (Gesamtvolumen: 105 Mio. Euro) wurden 33 Millionen Euro an Landesmitteln bereitgestellt. Inklusive der Planungen ab 2026 sind bereits rund 64 Millionen Euro an Landesfördermitteln reserviert oder ausbezahlt.
  • Starker Auftakt 2026: Für das laufende Jahr flossen in der 1. Tranche der Bedarfszuweisungen bereits 13,2 Millionen Euro. Insgesamt stehen 2026 rund 39 Millionen Euro zur direkten Unterstützung der Kommunen bereit.

Konkrete Projektbeispiele aus den Regionen
Wie breit gefächert und zielgerichtet die Landesförderungen in der Praxis wirken, zeigt ein Blick in die einzelnen Bezirke und Gemeinden:

  • Bildungscampus Eisenstadt: Bei einem Gesamtprojektvolumen von rund 14,5 Millionen Euro unterstützt das Land den Bau des modernen Bildungscampus in der Landeshauptstadt mit zugesagten 5,4 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen und rund 470.000 Euro aus dem Schulbauprogramm.
  • Freizeitzentrum Bad Tatzmannsdorf: Für das aktuell in Umsetzung befindliche Großprojekt mit Gesamtkosten von rund 11,5 Millionen Euro greift das Land der Gemeinde mit 4,6 Millionen Euro an zugesagten Bedarfszuweisungen unter die Arme.
  • Mittelschule Gols: Der Um- und Zubau der Mittelschule schlägt mit rund 9,5 Millionen Euro zu Buche. Das Land unterstützt dieses wichtige Bildungsvorhaben im Nordburgenland mit 2 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen sowie rund 933.000 Euro aus dem Schulbauprogramm.
  • Feuerwehrhaus und Fahrzeug Hornstein: In die Sicherheit der Bevölkerung investiert die Gemeinde Hornstein rund 4,4 Millionen Euro. Das Land fördert dieses Projekt massiv mit über 3,36 Millionen Euro an reinen Landesmitteln.
  • Volksschule Hirm: Der Neubau der Volksschule mit Gesamtkosten von 4,4 Millionen Euro wird durch das Land mit 500.000 Euro an Bedarfszuweisungen und rund 388.000 Euro aus dem Schulbauprogramm abgesichert.
  • Kinderkrippe Trausdorf: Für den rund 3,2 Millionen Euro teuren Zubau der Kinderkrippe stellt das Land 750.000 Euro an Bedarfszuweisungen und 250.000 Euro aus dem Kindergartenbauprogramm bereit.
  • Mehrzweckhalle Stinatz: Auch bei der Erhaltung der lokalen Infrastruktur hilft das Land verlässlich: Die Sanierung der Mehrzweckhalle mit Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro wird mit rund 500.000 Euro an Bedarfszuweisungen gefördert.

Hilfe zur Selbsthilfe: Beratungsangebote und der Neue Gemeindefonds

Um die budgetäre Stabilität auf Gemeindeebene langfristig abzusichern, bietet das Land nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch fundiertes Know-how.

  • Konsolidierungsberatung: Das Land begleitet Kommunen bei der Erstellung rechtlich verlangter Haushaltskonsolidierungskonzepte. Allein 2025 und 2026 wurden über 320 Beratungstermine abgehalten. Ergänzend steht den Gemeinden das Experten-Team der Landesholding Burgenland kostenfrei zur Seite (37 Gemeinden nutzen dieses Service bereits 2026).
  • Burgenländischer Gemeindefonds: Seit 1. Jänner 2025 bietet das Gemeindefondsgesetz ein zusätzliches Sicherheitsnetz mit bis zu 5 Millionen Euro Liquiditätshilfe. Die Nutzung erfolgt vollkommen freiwillig per Gemeinderatsbeschluss. Dass bisher noch keine Gemeinde Mittel aus dem Fonds abrufen musste, unterstreicht den weitsichtigen und verantwortungsvollen Umgang der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mit ihren Budgets.

„Das Land Burgenland beweist damit eindrucksvoll: Eine aktive, vorausschauende Standortpolitik sichert die Lebensqualität in den Regionen und lässt die Gemeinden auch in herausfordernden Zeiten nicht allein“, so Schneemann abschließend. 

Eisenstadt, 28. August 2026 

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