In Nickelsdorf realisierte der Stromerzeuger PÜSPÖK mit dem Unternehmenshauptsitz in Parndorf das aktuell zweitgrößte Super-Hybrid-Energieprojekt Europas. Bei einem Vor-Ort-Besuch in Nickelsdorf informierten sich Landesrat Heinrich Dorner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, EIB-Vizepräsident Karl Nehammer und Erste Bank-Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller über den Fortschritt aller Projekte und die Bedeutung integrierter Energiesysteme für Österreich und Europa. Dorner hob dabei die Vorreiterrolle des Burgenlands beim Ausbau der erneuerbaren Energien hervor, die bereits seit fast 30 Jahren fester Bestandteil der Energiepolitik im Burgenland ist. „Mit der Eröffnung des Super-Hybrid-Parks in Nickelsdorf wird nun ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität und Energieunabhängigkeit gesetzt – eine Zielsetzung, die angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen noch mehr an Bedeutung gewonnen hat und für die das Burgenland in den letzten Jahren die Schlagzahl mit einer Vielzahl an Maßnahmen noch einmal deutlich erhöht hat“, führte der Landesrat aus.
Das Projekt in Nickelsdorf kombiniert Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher über eine gemeinsame Infrastruktur und stärkt damit die stabile Einspeisung erneuerbarer Energie in das Stromsystem. Das Zusammenspiel dieser drei Technologien schafft zusätzliche Flexibilität im Energiesystem und optimiert die Nutzung bestehender Netzanschlüsse. „Mit dem Super-Hybrid-Park in Nickelsdorf zeigen wir, wie die Energieversorgung der Zukunft funktioniert, und zwar erneuerbar, flexibel und unabhängig von fossilen Energieträgern“, sagt Lukas Püspök, Geschäftsführer von PÜSPÖK.
Ein zentraler Bestandteil des Super-Hybrid-Projekts ist die Agri-Photovoltaik. Dabei wird landwirtschaftliche Nutzung mit Stromerzeugung kombiniert, indem Photovoltaikanlagen über Acker- und Grünland errichtet werden. So können Flächen doppelt genutzt, landwirtschaftliche Erträge gesichert und gleichzeitig erneuerbare Energie erzeugt werden. Agri-Photovoltaik und Windkraft versorgen bereits heute mehr als 338.000 Haushalte mit sauberem Strom. Mit der Inbetriebnahme von Österreichs größtem Batteriespeicher in Nickelsdorf im Juni 2026 wird das System um zusätzliche Speicher- und Flexibilitätskapazitäten erweitert. Mit 336,4 Megawatt-Peak (MWp) Agri-Photovoltaik und 246 Megawattstunden (MWh) Speicherkapazität über alle Projekte hinweg entsteht so eine stabile Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen.
„Mit Projekten wie diesem treten wir in die nächste Phase der Energiewende ein. Es geht nicht mehr nur darum, mehr erneuerbare Energie zu erzeugen, sondern sie auch intelligent in unser Stromsystem zu integrieren. Speicher spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie erhöhen die Versorgungssicherheit, entlasten die Netze und helfen dabei, günstigen heimischen Strom genau dann verfügbar zu machen, wenn er gebraucht wird. Als Bundesregierung setzen wir alles daran, dass die Rahmenbedingungen für solche Projekte passen. Mit dem Elektrizitätswirtschaftsgesetz haben wir bereits einen wesentlichen Baustein gesetzt. Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz und die Weiterentwicklung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes schließen daran an und sollen dafür sorgen, dass solche Investitionen künftig schneller, einfacher und wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden können. Mein Dank gilt PÜSPÖK, der Europäischen Investitionsbank, der Erste Bank und allen Beteiligten, die mit diesem Projekt eindrucksvoll zeigen, wie Energiewende, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich zusammenspielen“, so Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.
Für das Projekt in Nickelsdorf stellt die EIB 57 Millionen Euro zur Verfügung. Einschließlich früherer Finanzierungen beläuft sich das gesamte EIB-Engagement für Projekte von PÜSPÖK auf rund 200 Millionen Euro. „Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaziele“, sagte EIB-Vizepräsident Karl Nehammer. „Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speicherlösungen verbessert die Integration erneuerbarer Energie in das Stromsystem, stärkt Europas Energieunabhängigkeit und unterstützt den Übergang zu einer resilienten und klimaneutralen Wirtschaft.“ Das Projekt läuft unter dem Programm REPowerEU, das darauf abzielt, Europas Abhängigkeit von Öl und Gas zu beenden, den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen und den privaten Sektor bei der Energiewende gezielt zu unterstützen.
Die Erste Bank begleitet das Vorhaben als Finanzierungspartner und unterstützt damit den Ausbau zukunftsweisender Energieinfrastruktur in Österreich. „Dieses Projekt stärkt Österreichs Energieunabhängigkeit und zeigt, wie die Energiewende hierzulande konkret umgesetzt werden kann. Als Finanzierungspartner lenken wir Kapital gezielt in Lösungen, die Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung verbinden“, sagte Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank.
Zum Herunterladen der Fotos klicken Sie auf die folgenden Links:
Hybridpark Nickelsdorf 1
Hybridpark Nickelsdorf 2
Bildtext Hybridpark Nickelsdorf 1: Landesrat Heinrich Dorner, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Lukas Püspök (Geschäftsführer von PÜSPÖK), Erste Bank-Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller, EIB-Vizepräsident Karl Nehammer und Bürgermeister Gerhard Zapfl (Nickelsdorf) (v.l.).
Bildtext Hybridpark Nickelsdorf 2: Der neue Batteriespeicher in Nickelsdorf.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Eisenstadt, 1. Juni 2026
Landesmedienservice Burgenland
7000 Eisenstadt, Landhaus, Europaplatz 1
Tel.: 057/600
post.oa-presse(at)bgld.gv.at
www.burgenland.at


