Die Wine Intergroup des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) hat heute, Mittwoch, ein Konzept für Europäische Wein- und Kulturrouten vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, Tourismusströme besser zu verteilen, ländliche Weinregionen zu stärken und Tourismus, Landwirtschaft sowie kulturelles Erbe enger miteinander zu verbinden.
Ein Strategiepapier wurde an die Europäische Kommission als Beitrag zur geplanten EU-Strategie für nachhaltigen Tourismus übermittelt. Die vorgeschlagenen Wein- und Kulturrouten sollen beliebte Städtedestinationen mit den umliegenden Weinregionen, Kulturlandschaften und regionalen Genussangeboten verknüpfen. So sollen Besucherinnen und Besucher ermutigt werden, auch andere Regionen Europas zu entdecken.
Robert Hergovich, Präsident der Wine Intergroup, erklärt: „Europa braucht nicht weniger Tourismus, sondern eine bessere Verteilung der Touristen. Während einige Städte unter Übertourismus leiden, verfügen viele Weinregionen über enormes Potenzial. Mit den Europäischen Wein- und Kulturrouten schaffen wir neue Chancen für den ländlichen Raum und entlasten gleichzeitig die großen Tourismuszentren.“
Die Initiative schlägt unter anderem ein Pilotprogramm mit fünf bis zehn europäischen Regionen vor und setzt auf eine bessere Anbindung zwischen Städten und Weinregionen durch Bahn, öffentlichen Verkehr und nachhaltige Mobilität. Beispiele für mögliche Routen sind unter anderem Wien–Burgenland, Florenz–Chianti oder Porto–Douro.
Mit dem Vorschlag will die Wine Intergroup einen Beitrag zu einer europäischen Tourismuspolitik leisten, die nachhaltiges Wachstum fördert und mehr Regionen an den wirtschaftlichen Chancen des Tourismus teilhaben lässt.
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Neue EU-Initiative der WINE Intergroup
Bildtext "Neue EU-Initiative der WINE Intergroup": Robert Hergovich, Präsident der WINE Intergroup, in Brüssel
Bildquelle: Büro Robert Hergovich
Brüssel, 1. Juli 2026
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