2001 erkannten drei diplomierte Kinderkrankenpflegerinnen im Burgenland den Bedarf an einem mobilen Angebot, das pflegebedürftigen Kindern und ihren Familien unter die Arme greift, und gründeten die Mobile Kinderkrankenpflege Burgenland, kurz MOKI. Das 25-jährige Bestehen feierte MOKI rund um die geschäftsführende Obfrau Doris Zoder-Spalek gemeinsam mit zahlreichen Festgästen, darunter auch Soziallandesrat Leonhard Schneemann in Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sowie Familienlandesrätin Daniela Winkler. Landesrat Leonhard Schneemann betonte: „Das Land Burgenland steht nicht nur symbolisch, sondern mit voller Überzeugung und aus tiefster sozialer Verantwortung hinter der Arbeit von MOKI und hat sehr früh erkannt, dass die Initiative der drei Pionierinnen aus dem Jahr 2001 kein Nischenprojekt bleiben darf, sondern flächendeckend abgesichert werden muss. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass dieses Angebot in fast allen Bezirken unseres Landes für die Familien erreichbar ist und dass das mobile Kinderpalliativteam durch die Landesförderung kostenlos für die Familien da sein kann.“ Landesrätin Winkler ergänzte: „Pflege, Betreuung und die Begleitung von Menschen, die im Alltag besonderen Herausforderungen gegenüberstehen, sind außergewöhnlich wichtige Aufgaben in unserer Gesellschaft. MOKI Burgenland unterstützt seit 25 Jahren mit großem Engagement, Herzblut und Empathie Eltern bei der Pflege ihrer chronisch oder lebenslimitierend kranken Kinder, erleichtert ihren Alltag und zeigt Eltern und Kindern, dass sie mit ihrer Situation nicht alleingelassen werden und darauf zählen können, dass jemand da ist, der hilft.“
Die Mobile Hauskrankenpflege wurde ursprünglich zunächst in Wien gegründet, um Eltern von Frühgeborenen, dies sich unsicher bei deren Pflege waren, den Weg ins Spital zu ersparen und sie stattdessen im häuslichen Umfeld eine Zeitlang zu begleiten. Die Gründerinnen von MOKI Burgenland erkannten, dass es auch im Burgenland sehr viele Frühgeborene, schwerkranke aber auch heimbeatmete Kinder gibt, deren Angehörige oft Fragen und Unsicherheiten zur Pflege haben, und gründeten daher 2001 die Mobile Kinderkrankenpflege MOKI Burgenland in Form eines Vereins.
Bereits 2004 ist das Land Burgenland als fixer Kooperationspartner bei der Mobilien Kinderkrankenpflege MOKI Burgenland eingestiegen, um den Großteil der Betreuungskosten zu übernehmen. „Damit konnte sichergestellt werden, dass qualifizierte Kinderkrankenpflege nicht am Geldbeutel der Eltern scheitert. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass dieses Angebot seit 2013 in fast allen Bezirken unseres Landes für die Familien erreichbar ist“, so Landesrat Leonhard Schneemann.
Ein weiterer Meilenstein des gemeinsamen Weges war das Jahr 2018. Über die Landesförderung für Hospiz- und Palliativversorgung finanziert das Land Burgenland das mobile Kinderpalliativteam und stellt damit sicher, dass Familien mit lebenslimitierend erkrankten Kindern eine umfassende, multiprofessionelle Begleitung erhalten – und zwar für die Familien völlig kostenlos. Durch landesseitige Unterstützungen und Förderungen hilft das Land auch dort unbürokratisch, wo Selbstbehalte, Fahrtkosten oder zusätzlicher Pflegebedarf Familien finanziell überfordern würden.
„Das Burgenland beweist hier einmal mehr seine Vorreiterrolle: Wir schaffen Versorgungsstrukturen, die nahe am Menschen sind. Gute mobile Kinderkrankenpflege sorgt dafür, dass Spitalsaufenthalte verkürzt oder ganz vermieden werden können. Sie entlastet nicht nur unser Gesundheitssystem, sondern bringt die Hilfe dorthin, wo sie hingehört: Mitten in den Alltag der Familien. Dass diese Hilfe so nahtlos funktioniert, liegt auch an der engen Vernetzung, die das Land fördert: Die Zusammenarbeit von MOKI mit unseren Landeskrankenhäusern, mit niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten, mit den Therapieberufen und unseren Stellen der Kinder- und Jugendhilfe ist ein Vorzeigemodell für ein starkes, soziales Burgenland“, so Landesrat Schneemann.
MOKI-Obfrau Doris Zoder-Spalek erklärte dazu: „In vergangenen 25 Jahren konnte MOKI Burgenland mit den unterschiedlichsten Angeboten eine Vielzahl von Kindern, Jugendlichen und ihre Familien begleiten. Waren es im ersten Jahr fünf Familien und 47 Einsatzstunden, konnte diese Zahl durch die Kooperation mit dem Land Burgenland und die Anerkennung der Förderwürdigkeit im ein Vielfaches erhöht werden. Heute kommen pro Jahr etwa 150 Familien neu in unseren Klientenkreis. Wir konnten unser Angebot verbreitern und flächendeckend Familien mit Frühgeborenen, schwerkranken Kindern aber auch Kinder und Jugendliche begleiten, die nicht mehr gesund werden. Deshalb ist die Gründung des Kinderpalliativteams ein besonderer Meilenstein in der Geschichte von MOKI, die hoffentlich noch lange andauert.“
Über MOKI Burgenland
MOKI Burgenland ist eine Non-Profit Organisation und bietet mobile Hauskrankenpflege für Kinder im Burgenland an. Die Leistungen werden dabei mobil und in der gewohnten Umgebung der Betroffenen erbracht. Das Angebot ist breit aufgestellt und beginnt bei der Neugeborenen-Unterstützung und reicht über Elternberatung bei Themen wie Gewichtskontrolle und Stillen bis zur Beratung und Unterstützung in Spezialfragen, etwa bei der Sondenernährung von Frühgeborenen.
Auch bei chronischen oder lebenslimitierenden Krankheiten und Behinderungen unterstützt das Team von MOKI Kinder und ihre Eltern, etwa mit der Möglichkeit einer Entlastungspflege für Familien und pflegende Angehörige. Ein weiterer Bereich der Mobilen Kinderkrankenpflege umfasst das multiprofessionell aufgestellte Kinder-Palliativteam.
Pro Jahr kommen rund 150 Kinder in die MOKI-Betreuung. Dabei absolviert das MOKI-Pflegeteam rund 6.000 Einsatzstunden. Das Palliativteam betreut aktuell 15 Familien.
Das Angebot von MOKI Burgenland umfasst folgende Bereiche:
- Frühe Hilfe – Präventive Gesundheitspflege für Eltern, die im Umgang mit ihrem Kind noch unsicher sind und Fragen zu Themen wie z.B. Stillen haben.
- Frühgeborenenpflege für den Übergang vom Krankenhaus in den Familienalltag.
- Chirurgische Pflege für Kinder nach Operationen
- Fachliche Unterstützung bei der Pflege von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen
- Entlastungspflege zur Unterstützung bei der Pflege von Kindern mit Behinderung oder einer schweren, lebenslimitierenden Erkrankung
- Psychosoziale Elternberatung in Zusammenarbeit mit der Kinder -und Jugendhilfe des Landes für Eltern in schwierigen Lebenssituationen
- Kinderpalliativteam zur Beratung, Begleitung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit schweren lebenslimitierenden Erkrankungen durch ein multiprofessionelles Team von Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegefachkräften in der Kinder- und Jugendlichenpflege, Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleitern
- MOKI Familienzirkel als Möglichkeit für Jungeltern mit Kindern im ersten Lebensjahr, sich untereinander auszutauschen und sich durch eine qualifizierte Diplomierte Kinderkrankenpflegerin beraten zu lassen
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Bildtext 25 Jahre MOKI Burgenland 1: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann, Doris Zoder-Spalek, MBA, die geschäftsführende Obfrau von MOKI Burgenland, und Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler beim 25-Jahr-Jubiläum.
Bildtext 25 Jahre MOKI Burgenland 2: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann, Doris Zoder-Spalek, MBA, die geschäftsführende Obfrau von MOKI Burgenland, und Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler und ´LAbg. Kilian Brandstätter beim 25-Jahr-Jubiläum.
Bildtext 25 Jahre MOKI Burgenland 3: LAbg. Elisabeth Böhm, Doris Zoder-Spalek, MBA, die geschäftsführende Obfrau von MOKI Burgenland, und Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler beim 25-Jahr-Jubiläum.
Bildtext 25 Jahre MOKI Burgenland 4: Landesrat Dr. Leonhard Schneemann und Doris Zoder-Spalek, MBA, die geschäftsführende Obfrau von MOKI Burgenland, beim 25-Jahr-Jubiläum.
Bildtext 25 Jahre MOKI Burgenland 5: MOKI-Burgenland-Obfrau Doris Zoder-Spalek, MBA, und ihr Team feierten gemeinsam mit Wegbegleitern und Partnern 25 Jahre MOKI Burgenland.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Eisenstadt, 18. September 2026
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