LKRK in Tulln: LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner fordert gemeinsam mit anderen Bundesländern rasches Handeln statt weiterer Ankündigungen von Minister Totschnig

Landesrat Rene Zumtobel (Tirol), Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (Niederösterreich), Bundesminister Norbert Totschnig, Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger (Kärnten) und Landesrat Stefan Kaineder (Oberösterreich) mit der Deklaration zum gemeinsamen Leitantrag.

Die Klimaschutzlandesrätinnen und Klimaschutzlandesräte der Bundesländer haben sich im Rahmen der Landesklimaschutzreferentinnenkonferenz und Landesklimaschutzreferentenkonferenz (LKRK) in Tulln parteiübergreifend und einstimmig zum Leitantrag „Klimazukunft Österreich 2050 – Mit Aufschwung zum Wohlstand“ bekannt

Damit senden die Länder ein klares Signal an die Bundesregierung: Österreich braucht endlich einen verbindlichen Kurs beim Klimaschutz – mit konkreten Maßnahmen statt bloßer Ankündigungen. Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klimaschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner fordert Bundesminister Norbert Totschnig auf, den Worten nun Taten folgen zu lassen. „Die Bundesländer bekennen sich klar zu ambitioniertem Klimaschutz und einer langfristigen Perspektive für Österreich. Jetzt ist der Bund am Zug. Wir brauchen endlich Tempo, Verlässlichkeit und konkrete Maßnahmen, damit Österreich seine Klimaziele nicht weiter verfehlt“, betonte Haider-Wallner.

Wie dringend notwendig entschlossenes Handeln ist, zeigen aktuelle Zahlen: Laut Analysen des Umweltbundesamts steuert Österreich klar auf ein Verfehlen der Klimaziele 2030 zu. Die Kosten für den notwendigen Zukauf von Emissionszertifikaten könnten sich auf bis zu sechs Milliarden Euro belaufen. Gleichzeitig verursachen Extremwetterereignisse, Hitze und Trockenheit bereits heute massive wirtschaftliche Schäden. Laut Schätzungen der Uni Graz entstehen der österreichischen Volkswirtschaft dadurch jährlich Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro.

„Die Klimakrise ist längst Realität – auch im Burgenland. Gemeinden, Landwirtschaft und Infrastruktur stehen zunehmend unter Druck. Umso unverständlicher ist es, dass die Bundesregierung weiterhin keinen klaren Plan zur Zielerreichung vorlegt. Der einstimmige Leitantrag der Länder ist ein deutlicher Auftrag an den Bund: Klimaschutz braucht endlich konsequentes Handeln. Wir werden den Bundesminister daran messen, ob seinen Worten nun auch Taten folgen“, erklärte Haider-Wallner abschließend.

Burgenländischer Antrag einstimmig angenommen

Thema der Konferenz war auch die Zukunft der Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) sowie der Klimawandel-Anpassungsregionen (KLAR!). Mit einem burgenländischen Antrag forderte Haider-Wallner Klarheit und Planungssicherheit für die regionalen Programme. Bis heute liegt kein Jahresprogramm des Klima- und Energiefonds für 2026 vor – mit gravierenden Folgen für zahlreiche Projekte in den Regionen. Bereits 2025 blieb die Bundesregierung bis Jahresende säumig und löste damit massive Unsicherheit in den KEM- und KLAR!-Regionen aus.

Österreichweit gibt es derzeit 223 KEM- und KLAR!-Regionen. Rund ein Drittel davon ist auf eine rasche Neuausschreibung angewiesen. Ohne klare finanzielle Rahmenbedingungen können Gemeinden und Managerinnen sowie Manager keine weiteren Maßnahmen vorbereiten oder Projekte umsetzen.

„Die KEM- und KLAR!-Programme sind seit Jahren das Rückgrat der regionalen Klima- und Energiearbeit. Gerade kleinere Gemeinden verfügen oft nicht über die personellen oder finanziellen Ressourcen, um Klimaschutz und Anpassungsmaßnahmen alleine voranzutreiben. Die Managerinnen und Manager vor Ort schließen genau diese Lücke: Sie beraten BürgermeisterInnen, koordinieren regionale Kooperationen und unterstützen bei technischen, rechtlichen und wissenschaftlichen Fragen. Diese gewachsenen Netzwerke jetzt durch politische Untätigkeit auszuhungern, wäre kurzsichtig und teuer“, so Haider-Wallner.

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Bildtext LKRK: Landesrat Rene Zumtobel (Tirol), Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (Niederösterreich), Bundesminister Norbert Totschnig, Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger (Kärnten) und Landesrat Stefan Kaineder (Oberösterreich) mit der Deklaration zum gemeinsamen Leitantrag.

Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Eisenstadt, 8. Mai 2026

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