LH-Stv.in Haider-Wallner: Herkunftskennzeichnung jetzt rasch und einfach umsetzen

LH-Stv.in Haider-Wallner

„Kantinen zeigen seit Jahren, dass Transparenz funktioniert – komplizierte neue Systeme braucht niemand"

Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarreferentin Anja Haider-Wallner begrüßt, dass sich die ÖVP nun grundsätzlich zur verpflichtenden Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie bekennt. Nach jahrelanger Blockade müsse den Ankündigungen jetzt aber rasch eine einfache und praktikable Umsetzung folgen. „Es ist erfreulich, dass sich die ÖVP endlich bewegt. Jetzt braucht es keine neuen Ausreden und keine komplizierten Parallelmodelle mehr, sondern eine rasche Umsetzung der Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Milchprodukte, Eier, Obst und Gemüse in der Gastronomie“, sagt Haider-Wallner. Für sie liegt die Lösung längst auf dem Tisch: „Seit Jahren wird darüber diskutiert, warum eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung angeblich so kompliziert sein soll. Gleichzeitig wird sie in einem Großteil der Kantinen und der Gemeinschaftsverpflegung längst erfolgreich umgesetzt. Millionen Mahlzeiten werden dort bereits transparent gekennzeichnet. Wir müssen das funktionierende System nicht neu erfinden, sondern auf die Gastronomie ausweiten."

Kritisch sieht Haider-Wallner Überlegungen, stattdessen ein neues digitales Datenabgleichsystem zu entwickeln. „Wenn wir jetzt beginnen, zusätzliche bürokratische Konstruktionen aufzubauen, verzögern wir die Einführung nur weiter. Es gibt bereits ein erprobtes und einfaches Modell – daran sollten wir anknüpfen."

Für Haider-Wallner steht fest: Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung muss einfach, praktikabel und transparent sein. „Wer bewusst regional einkaufen und konsumieren möchte, muss auch die Möglichkeit haben, diese Entscheidung zu treffen. Ohne klare Herkunftsangaben bleibt Regionalität oft ein Werbeversprechen, das niemand überprüfen kann.“

Gerade für das Burgenland sei eine verbindliche Herkunftskennzeichnung ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der regionalen, kleinstrukturierten Landwirtschaft. Viele bäuerliche Betriebe setzen auf Qualität, Tierwohl und kurze Transportwege. Diese Leistungen müssten für Konsumentinnen und Konsumenten auch erkennbar sein. Dass Herkunftstransparenz einfach und praktikabel umgesetzt werden kann, zeigt auch die Initiative „Gut zu Wissen“, an der sich das Burgenland beteiligt. Das von der Landwirtschaftskammer getragene freiwillige Kennzeichnungssystem informiert Gäste in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung auf einen Blick über die Herkunft der verwendeten Rohstoffe und macht regionale Qualität sichtbar. 

Bewusste Entscheidung für regionale Qualität

„Regionalität muss dort sichtbar sein, wo die Menschen essen gehen. Wer auf heimische Lebensmittel setzt, soll das auch zeigen können. Gleichzeitig profitieren jene Gastronomiebetriebe, die bereits heute auf regionale Lebensmittel setzen, weil sie ihre Regionalität transparent sichtbar machen können. So können sich die Gäste bewusst für regionale Qualität entscheiden – und unsere Bäuerinnen und Bauern profitieren davon“, so Haider-Wallner.

Die bestehende Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung sowie die Initiative „Gut zu Wissen“ zeigen, dass praxistaugliche Lösungen längst vorhanden sind. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt funktionierende Systeme – jetzt braucht es den politischen Mut, sie konsequent auch in der Gastronomie umzusetzen.“ 

Transparenz im Interesse aller

Haider-Wallner appelliert an die Bundesregierung, die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie endlich umzusetzen. „Die Richtung stimmt endlich. Jetzt darf die Herkunftskennzeichnung nicht wieder an komplizierten Detaildiskussionen scheitern. Die Konsumentinnen und Konsumenten wollen Transparenz. Unsere Bäuerinnen und Bauern haben sie sich verdient. Auch die vielen Gastronomiebetriebe, die bewusst auf regionale Lebensmittel setzen, profitieren von einer nachvollziehbaren Herkunftskennzeichnung. Jetzt ist es an der Bundesregierung, den Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen."

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Bildtext LH-Stv.in Haider-Wallner: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner appelliert an die Bundesregierung die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie rasch umzusetzen.

Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Eisenstadt, 09. Juli 2026

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