LH Doskozil setzt Finanzstabilitätspaket um: Burgenland baut Schulden in großem Stil ab

LH Doskozil

50 Millionen Darlehen bereits getilgt, weitere 80 Millionen in Vorbereitung

Ein zentraler Punkt des von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Vorjahr geschnürten Finanzstabilitätspaketes geht in Umsetzung: Das Land Burgenland baut konsequent Schulden ab und entlastet seinen Haushalt damit nachhaltig. Im Juni wurden bereits Verbindlichkeiten in der Höhe von rund 50 Millionen Euro getilgt, ein weiterer Abbau von Darlehen in der Größenordnung von rund 80 Millionen ist bereits in Vorbereitung und soll noch im Sommer erfolgen. „Wir zahlen Darlehen zurück, reduzieren dadurch die Zinskosten und sichern gleichzeitig die Finanzierung unverzichtbarer Leistungen wie Gesundheit und Pflege für die Zukunft. Damit halten wir Wort und sorgen für budgetpolitische Stabilität. Das ist gerade deshalb wichtig, weil Länder und Gemeinden aufgrund der gravierenden Versäumnisse der letzten Bundesregierung bei der Bekämpfung von Inflation und Rezession noch immer massiv unter Druck stehen und ihnen kaum Luft zum Atmen bleibt“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in seiner Eigenschaft als Finanzreferent des Landes. 

Möglich wird der Schuldenabbau durch den erfolgreichen Verkauf von Wohnbaudarlehen im Burgenland. In einer ersten Phase brachte ein attraktives Kaufangebot an die betroffenen Häuslbauerinnen und Häuslbauer dem Land Rückflüsse von rund 250 Millionen Euro ein. Parallel startete die Aktion in ihre nächste Runde, in der gemeinnützige Wohnbaugesellschaften und private Unternehmen ihre Wohnbaudarlehen vorzeitig zurückzahlen können. Anschließend werden die verbliebenen Darlehen schrittweise an institutionelle Investoren veräußert – abhängig von den Marktbedingungen bis ins Jahr 2027. 

In zeitlicher Abstimmung zu dieser dritten Phase der Veräußerung von Wohnbaudarlehen ist auch eine dritte Tranche zur Tilgung von Darlehen des Landes geplant. Damit wird eine Senkung des Schuldenstandes von derzeit rund 630 Millionen Euro um rund 200 Millionen Euro bis 2027 angepeilt. Das Burgenland würde so deutlich unter der im Burgenländischen Haushaltsstabilitätsgesetz festgelegten Obergrenze von 600 Millionen Euro liegen und zusätzlichen finanziellen Handlungsspielraum für die kommenden Jahre gewinnen.

„Alle Gebietskörperschaften leiden unter dem katastrophalen finanz- und wirtschaftspolitischen Erbe der letzten Bundesregierung. Während in anderen Bundesländern bereits Budgets mit neuerlicher hoher Verschuldung vorbereitet werden, halten wir im Burgenland konsequent unseren Budgetkurs und setzen öffentliche Mittel verantwortungsvoll ein“, erklärt LH Doskozil und betont grundsätzlich: „Mit dem erfolgreichen Rückkauf der Wohnbaudarlehen bauen wir gezielt Schulden ab. Das stärkt unsere Finanzkraft nachhaltig und gibt uns die nötigen Spielräume für Investitionen in Gesundheit, Pflege und Infrastruktur.“

Eisenstadt, 06. Juli 2026

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