Regierungskoordinator LAbg. Robert Hergovich empfing am Freitag die deutsche SPD-Politikerin Heike Raab zu einem Besuch im Burgenland. Begleitet wurde sie vom Sozialwissenschaftler Wolfgang Schroeder, der sich in seiner wissenschaftlichen Arbeit mit dem Pflegebereich in Österreich und Deutschland beschäftigt. Raab war langjährige Staatssekretärin des Landes Rheinland-Pfalz und ist Vorsitzende der Fachkommission SEDEC im Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR), in dem auch Hergovich das Burgenland vertritt. Hergovich und Raab kennen einander aus ihrer gemeinsamen Arbeit im Europäischen Ausschuss der Regionen sowie aus der WINE Intergroup.
„Heike Raab und mich verbindet eine mehrjährige Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Umso mehr freut es mich, sie nun bei uns im Burgenland begrüßen und ihr unser erfolgreiches Pflegemodell direkt vor Ort zeigen zu können“, so Hergovich.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand das burgenländische Pflegemodell, das mit seiner wohnortnahen Organisation und der Bündelung unterschiedlicher Pflege- und Betreuungsangebote europaweit eine Vorreiterrolle einnimmt. Raab zeigte besonderes Interesse an den neuen Pflegestützpunkten und deren regionaler Organisation. Gemeinsam besichtigten Hergovich und Raab daher den erst vor wenigen Tagen eröffneten Pflegestützpunkt in Trausdorf.
Hergovich: „Pflege muss dort verfügbar sein, wo die Menschen leben“
„Unser Ziel im Burgenland ist klar: Pflege muss wohnortnah, verlässlich und für die Menschen einfach zugänglich sein. Mit unseren Pflegestützpunkten schaffen wir regionale Anlaufstellen und verbinden unterschiedliche Pflege- und Betreuungsangebote unter einem Dach“, erklärt Hergovich.
Der Pflegestützpunkt Trausdorf ist einer von insgesamt 71 vorgesehenen Pflegestützpunkten im Burgenland und bildet den Hauptstützpunkt einer eigenen Pflegeregion, zu der neben Trausdorf auch Oslip, St. Margarethen, Mörbisch, Rust, Siegendorf und Klingenbach gehören. Das Angebot umfasst unter anderem Tagesbetreuung, Wohnen im Alter, mobile Hauskrankenpflege sowie Pflege- und Sozialberatung.
Auch Heike Raab zeigte sich vom burgenländischen Modell beeindruckt: „Das Burgenland zeigt sehr eindrucksvoll, wie Pflege wohnortnah organisiert und wie unterschiedliche Angebote miteinander verbunden werden können. Ich sehe darin auch interessante Ansätze für andere Regionen in der europäischen Union. Das burgenländische Modell zeigt Möglichkeiten auf, wie bestehende Angebote sinnvoll ergänzt und noch näher an die Menschen gebracht werden können“, so Raab.
„Gerade der Austausch mit anderen europäischen Regionen zeigt, dass wir voneinander lernen können. Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass das Burgenland mit seinem neuen Pflegemodell innovative Wege geht, die weit über unsere Landesgrenzen hinaus auf Interesse stoßen“, betont Hergovich.
Im Anschluss stand ein Besuch des Burgenländischen Landtages auf dem Programm. Dabei wurden aktuelle politische Themen besprochen und Einblicke in die Arbeit sowie die Geschichte des Burgenländischen Landtages gewährt.
„Persönliche Kontakte und der Austausch zwischen Regionen sind ein wesentlicher Bestandteil europäischer Zusammenarbeit. Viele gute Ideen entstehen genau dadurch, dass man sich erfolgreiche Projekte vor Ort ansieht und Erfahrungen miteinander teilt. Ich freue mich sehr, dass Heike Raab dieses Interesse am Burgenland und insbesondere an unserem Pflegemodell zeigt“, so Hergovich abschließend.
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Bildtext Burgenland Besuch Heike Raab 1 und 2: v.l.: Sozialwissenschaftler Wolfgang Schroeder, Katrin Pinter-Pieler, Heike Raab, LAbg. Robert Hergovich und Waltraud Kölly-Schranz vor dem Pflegestützpunkt in Trausdorf.
Bildquelle: Thomas Schwentenwein
Eisenstadt/Trausdorf, 18. September 2026
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