Viele Familien stehen unerwartet vor der Herausforderung, Pflege und Betreuung organisieren zu müssen – sei es nach einem Unfall, durch Krankheit oder im Alter. Die Pflege- und Sozialberatung der Sozialen Dienste Burgenland unterstützt Betroffene und Angehörige dabei mit kostenloser Beratung, individueller Begleitung und rascher Vermittlung passender Hilfsangebote. „Pflege beginnt nicht erst dann, wenn Hilfe gebraucht wird – sie beginnt mit guter Beratung. Unsere Pflege- und Sozialberatung gibt Orientierung und hilft Menschen sowie ihren Familien, rasch die passende Lösung im Pflege- und Betreuungsbedarf zu finden. Mit den Pflegestützpunkten machen wir dieses Angebot künftig in allen Regionen noch besser erreichbar. Künftig profitieren alle 171 Gemeinden von einer wohnortnahen, unabhängigen und persönlichen Beratung. Das bedeutet mehr Nähe, mehr Service und mehr Sicherheit für die Burgenländerinnen und Burgenländer“, betont Landesrat Leonhard Schneemann.
Waltraud Kölly-Schranz, Leiterin der Pflege- und Sozialberatung der Sozialen Dienste Burgenland, erklärt: „Wir verstehen uns wirklich als Drehscheibe. Es geht darum, Menschen rasch, unkompliziert und individuell die Unterstützung zu vermitteln, die sie brauchen.“
Zentrale Anlaufstelle für Pflege- und Betreuungsfragen
Derzeit sind 21 Pflege- und Sozialberater:innen in insgesamt 28 Pflegeregionen im Burgenland tätig. Ziel ist es, Betroffene und ihre Familien individuell zu begleiten und maßgeschneiderte Unterstützungspakete zu erstellen. Die hohe Nachfrage zeigt die Bedeutung des Angebots: Im Jahr 2025 wurden insgesamt 12.214 Beratungen durchgeführt. Zudem standen mit 1. Juni 2026 burgenlandweit 392 Personen im Anstellungsmodell, darunter 15 Vertrauenspersonen ohne Verwandtschaftsverhältnis. „Wir schauen uns die Situation der Familien genau an, analysieren die Bedürfnisse und schnüren gemeinsam ein Versorgungspaket, das den Alltag erleichtert“, erklärt Waltraud Kölly-Schranz.
Beratung direkt bei den Menschen zuhause
Nach der ersten Kontaktaufnahme vereinbaren die Pflege- und Sozialberater:innen persönliche Gespräche – idealerweise direkt im Zuhause der Betroffenen. So können neben dem individuellen Unterstützungsbedarf auch wohnliche Gegebenheiten, etwa hinsichtlich Barrierefreiheit, berücksichtigt werden.
Gemeinsam wird erhoben, welche Unterstützungsmaßnahmen notwendig sind und welche Angebote in der jeweiligen Region zur Verfügung stehen. Dabei geht es unter anderem um Fragen wie:
Ist Betreuung zuhause weiterhin möglich?
Welche Unterstützung können Angehörige leisten?
Wird mobile Pflege benötigt?
Kommt ein Anstellungsmodell infrage?
Muss ein Pflegewohnhausplatz organisiert werden?
Welche Förderungen können beantragt werden?
Die Beraterinnen und Berater unterstützen anschließend auch bei der Koordination weiterer Schritte und bei der Kontaktaufnahme mit Pflegeeinrichtungen, mobilen Diensten oder Behörden.
Breites Netzwerk für schnelle Hilfe
Alle Pflege- und Sozialberater:innen sind diplomierte Pflegekräfte mit entsprechender Berufserfahrung. Dadurch können sie den tatsächlichen Pflege- und Betreuungsbedarf professionell einschätzen. Seit dem Aufbau der Pflege- und Sozialberatung im Jahr 2019 wurde zudem ein breites Netzwerk mit Pflegeorganisationen, Ärzt:innen, Therapeut:innen, Bezirksverwaltungsbehörden sowie sozialen Einrichtungen aufgebaut. Diese enge Zusammenarbeit ermöglicht schnelle Unterstützung und kurze Wege – insbesondere in akuten Situationen.
Pflegeberatung an den Pflegestützpunkten
Im Rahmen des neuen Modells der Pflegeregionen wird die Pflege- und Sozialberatung künftig an allen Pflegestützpunkten vertreten sein. An den bisher eröffneten acht Standorten ist dies bereits umgesetzt. Die Pflegeberatung dient dort nicht nur als Anlaufstelle für die Bevölkerung, sondern auch für die jeweiligen Trägerorganisationen der Pflegeregionen. Waltraud Kölly-Schranz nennt dazu ein praktisches Beispiel: „Wird während eines Beratungsgesprächs festgestellt, dass Hauskrankenpflege benötigt wird, kann sofort direkt am Stützpunkt Kontakt mit dem zuständigen Anbieter aufgenommen werden. Dadurch werden Unterstützungsmaßnahmen rasch eingeleitet.“
Unterstützung auch bei Demenz und Behinderung
Das Angebot der Sozialen Dienste Burgenland geht über klassische Pflegeberatung hinaus. Auch in den Bereichen persönliche Assistenz und Schulassistenz für Erwachsene und Kinder mit Behinderung, mobile Demenzbegleitung, Pflege- und Krisenpflegepersonen sowie ehrenamtliche Sozialbegleitung stehen die Mitarbeiter:innen beratend zur Seite.
Kostenloses Angebot für Burgenländerinnen und Burgenländer
Die Pflege- und Sozialberatung ist kostenlos und unverbindlich. Voraussetzung ist lediglich ein Hauptwohnsitz im Burgenland. Die Berater:innen sind an den Pflegestützpunkten und Bezirkshauptmannschaften sowie telefonisch und per E-Mail erreichbar.
Telefonisch erreichbar ist die Pflege- und Sozialberatung unter: 05 09 44 1111
Für weitere Kontaktdaten klicken Sie auf den folgenden Link:
https://www.soziale-dienste-burgenland.at/pflege-und-sozialberatung/pflegeberatung
Zum Herunterladen des Fotos klicken Sie auf den folgenden Link: Pflege- und Sozialberatung
Bildtext Pflege- und Sozialberatung: Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Waltraud Kölly-Schranz, Leiterin der Pflege- und Sozialberatung.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Eisenstadt, 2. Juni 2026
Rückfragehinweis:
Benjamin Heidinger, Landesholding Burgenland GmbH; 7000 Eisenstadt, Marktstraße 3,
Mobil: 0664 78528543, E-Mail: benjamin.heidinger(at)landesholding-burgenland.at

