Badeverbot im Badeteich Lutzmannsburg

Erhöhte Cyanobakterienbelastung: Am Badeteich Lutzmannsburg dürfen Badegäste bis auf Weiteres nicht ins Wasser

Die Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf verordnet mit heute, 18. August 2026, für den Badeteich Lutzmannsburg ein Badeverbot, das bis auf Weiteres gilt. Grund dafür ist eine Überschreitung des Grenzwertes für die Konzentration an Toxinen bei Cyanobakterien (umgangssprachlich Blaualgen), wodurch die Wasserqualität nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Um eine Gesundheitsgefährdung vollkommen auszuschließen, wurde bis auf Weiteres ein Badeverbot entsprechend dem Bäderhygienegesetz verhängt. Die erhöhte Bakterienbelastung ist auf die aktuelle Hitze und die dadurch bedingten hohen Wassertemperaturen und hohem Nährstoffgehalt im Teich zurückzuführen.

Aufgrund von Algenbildung wurde die Wasserqualität durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) überprüft. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebene Grenzwert für die Konzentration an Toxinen bei Cyanobakterien liegt bei 24 Mikrogramm pro Liter Wasser. Im Badeteich Lutzmannsburg wurde dieser Wert mit 64,84 Mikrogramm pro Liter klar überschritten.

Cyanobakterien

Laut AGES kann es bei hohen Wassertemperaturen und Nährstoffgehalten zu einer raschen Vermehrung von Cyanobakterien kommen, der sogenannten „Algenblüte“. Cyanobakterien, umgangssprachlich „Blaualgen“ genannt, sind keine echten Algen, sondern Bakterien und natürliche Bestandteile von Oberflächengewässern.

Anzeichen für Cyanobakterien im Wasser sind:

  • bläulich-grüne Trübung des Wassers
  • Schlierenbildung
  • „Algenteppiche“ an der Wasseroberfläche („Erbsensuppe“)
  • eingeschränkte Sichttiefe von weniger als 1 Meter

Cyanobakterien können Toxine (Gifte) bilden, die für Hunde tödlich sein können, z. B. wenn sie sich Algenfladen aus dem Fell lecken oder das verrottende Algenmaterial am Ufer fressen. Werden von Menschen größere Mengen Wasser verschluckt oder gelangen sie in die Atemwege, können Übelkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge, Kollaps oder Lähmungserscheinungen auftreten. Eine Aufnahme von Cyanotoxinen durch die Haut ist unwahrscheinlich, es kann aber zu Hautreizungen, Entzündungen oder allergischen Reaktionen kommen. Schwerwiegendere gesundheitliche Folgen stellen Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen und Leberschäden dar. 

Eisenstadt, 18. August 2026 

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