Ausbau der Sportinfrastruktur wichtiger Schritt in Richtung Sportland Nummer 1

Sportlandesrat Heinrich Dorner mit Anton Beretzki, dem Geschäftsführer Sport Burgenland GmbH

LR Dorner: „Wollen uns mit neuem Landessportzentrum in Mattersburg und modernen Sportstätten in allen Bezirken national wie auch international stärker positionieren“

Die Umsetzung der Sportstrategie Burgenland ist ein Schwerpunkt im Kapitel Sport im Regierungsprogramm der Legislaturperiode bis 2030. Zentrales Element ist der Ausbau der Sportinfrastruktur in allen Bezirken des Landes. „Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, das Burgenland Schritt für Schritt zum Sportland Nummer 1 zu machen. Wesentlicher Punkt dabei ist, moderne, hochwertige und attraktive Sportstätten für den Breiten- und Spitzensport zur Verfügung zu stellen“, sagte Sportlandesrat Heinrich Dorner bei der Präsentation erster Details zum neuen Landessportzentrum, das in Mattersburg entstehen soll, und des Status quo der Projekte im gesamten Burgenland gemeinsam mit Anton Beretzki, dem Geschäftsführer der Sport Burgenland GmbH.
Wichtige Projekte, die derzeit realisiert werden beziehungsweise schon umgesetzt wurden, ist beispielsweise im Bezirk Neusiedl das Leuchtturmprojekt „Hallenbad Neu“ in Neusiedl am See. Die Generalsanierung und die Erweiterung der Wasserflächen sind nahezu abgeschlossen. Im Mittelburgenland wurde in Oberpullendorf mit der
Thiem-Academy-Burgenland ein Zentrum für den Tennissport geschaffen. Im Bezirk Güssing kann der runderneuerte Aktivpark Güssing nach größeren Herausforderungen bei Adaptierung und Sanierung eröffnet werden, damit der Region eine moderne Sportstätte mit Gastronomie und Hotel in vollem Umfang zur Verfügung steht.
„Aktuell sind spannende und zukunftsträchtige Vorhaben vom Nord- bis ins Südburgenland in Planung wie auch in Umsetzung. Mit dem Bau eines neuen Landessportzentrums in Mattersburg sowie dem Ausbau der Sportinfrastruktur in allen Bezirken soll das Sportland Burgenland künftig national und international stärker positioniert werden und eine führende Rolle in Österreich einnehmen“, betonte Dorner.

Neues Landessportzentrum Burgenland

Das größte Projekt, das in den kommenden Jahren umgesetzt wird, ist das neue Landessportzentrum Burgenland, das nahe am Standort der Fußballakademie in Mattersburg entstehen wird. „Ein Ziel, das wir mit Hochdruck verfolgen, ist das Landessportzentrum Neu in Mattersburg. Davon soll das gesamte Burgenland profitieren, da es um Breiten- wie auch Spitzensport geht. Es wurden auch konstruktive Gespräche mit der Bildungsdirektion geführt, denn das neue LSZ bietet viel mehr Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit den Schulen“, führte Dorner auch mit Verweis auf den bereits präsentierten Schulcluster in Mattersburg mit Schwerpunkt Spitzensport aus, der bereits in der Testphase ist.
Die Planungen für das neue Landessportzentrum laufen schon seit längerem und wurden laufend adaptiert, da die Gespräche mit Expertinnen und Experten wie auch den Dach- und Fachverbänden, die in die Konzeption einbezogen wurden, immer wieder zusätzliche Erkenntnisse gebracht haben. „Das Projekt wurde auf Basis einer Machbarkeitsstudie erstellt und von der Landesregierung abgesegnet. Die Phase der Vorentwurfsplanung wurde jetzt abgeschlossen, nun erfolgt mit der Entwurfsplanung der nächste Schritt. Die Größe dieses Projektes beziehungsweise die sportliche Vielfalt eines Landessportzentrums braucht Zeit für die Planung. Dies ist essentiell für einen optimalen Betrieb eines solchen zukunftsorientierten Vorhabens“, erklärte der Landesrat.

Umsetzungsplan für das neue Landessportzentrum:

  • Erstes Halbjahr 2027 Einreichplanung
  • Ausschreibung Anfang 2028
  • Baubeginn viertes Quartal 2028
  • Geplante Fertigstellung: 2. Quartal 2031

Herzstück des neuen „Sportcampus“ wird ein multifunktionaler Hallenkomplex sein, in dem viele Sportarten bis hin zum Klettern ausgeübt werden können. Die Flächengestaltung wird es erlauben, dass man die Sportarten parallel ausüben kann. Eigene Räumlichkeiten wird es für Krafttraining und Diagnostik geben. Angeschlossen wird ein Hotel für die Unterbringung der Sportlerinnen und Sportler, Teams und Mannschaften.
Das Land Burgenland führte in den vergangenen Monaten und Jahren bereits Gespräche mit Dach- und Fachverbänden im Sport, die im neuen LSZ angesiedelt sein sollen: Zugesagt hat der Dachverband „ASKÖ“, die Gespräche mit dem Burgenländischen Fußballverband verlaufen sehr gut. Zusätzlich zu diesen Organisationen sollen die Bundesleistungszentren vom VIVA Steinbrunn nach Mattersburg übersiedeln. Ringer wie auch der Volleyballverband mit den Damen- und Herren-Nationalteams und dem Nachwuchs werden modernste Bedingungen für die Vorbereitungen großer Events, aber auch eine neue und moderne Spielstätte vorfinden. Auch Vereine wie beispielsweise die Naturfreunde und weitere Fachverbände sollen im neuen LSZ Burgenland ein Zuhause finden.
„Nach der Beendigung der Vorplanungsarbeiten soll definiert werden, welche Kernsportarten im neuen LSZ angeboten werden sollen. Für die burgenländische Sportszene soll ein Kompetenzzentrum entstehen, das auch über die Landesgrenzen hinaus wirkt und bereits jetzt mit dem Österreichischen Volleyballverband international ausstrahlt. Heimische Sportlerinnen und Sportler sollen die Möglichkeit erhalten, sich weiterzuentwickeln, wie beispielsweise im Bereich der Diagnostik“, sagt der Geschäftsführer der Sport Burgenland GmbH.

Zusätzliche Schwerpunkte der Sport Burgenland GmbH

Parallel zur Umsetzung der Infrastrukturprojekte ist es die Aufgabe der Sport Burgenland GmbH (SBG), Initiativen im burgenländischen Sport zu entwickeln, die vom Breitensport bis zum Spitzensport reichen und die zu mehr Bewegung und zu mehr Erfolgen führen sollen. „Die SBG ist keine starre Firma mit starren Projekten. Der Sport entwickelt und verändert sich stetig. So muss auch die SBG in ihrer Entwicklung und ihrer Unterstützung sehr flexibel und zukunftsorientiert sein und bleiben“, sagte Dorner zu den Tätigkeitsfeldern der SBG.


Detaillierte Übersicht der aktuellen Projekte in den Bezirken

Bezirk Neusiedl: Die Generalsanierung des Hallenbads Neusiedl und die Erweiterung der Wasserflächen sind nahezu abgeschlossen. Die Umsetzung ist zeitlich im Plan. Mit Ende des Jahres werden die Sanierung, die Modernisierung und der Ausbau des Hallenbads abgeschlossen sein. Aus sportlicher Sicht ist das neue 25-Meter-Becken für den Schwimmsport von Bedeutung, das auch Triathleten und anderen Sportarten zur Verfügung steht. Das Projekt „Jedes Kind soll schwimmen lernen“ kann mit der neuen Infrastruktur ausgeweitet und breiter angeboten werden.
In Neusiedl befindet sich auch das Bundesleistungszentrum des Segelsports. Österreichische Seglerinnen und Segler finden optimale Trainingsbedingungen vor, um sich für Wettkämpfe bestens vorbereiten zu können. 
 
Bezirk Eisenstadt: Seit 2018 gibt es in der Stadt Eisenstadt die Leichtathletikanlage, die über die Jahre hinweg erweitert und ausgebaut wurde, woran das Land einen entscheidenden Anteil hat. Durch die Arbeit des Burgenländischen Leichtathletikverbandes mit dem Team um Präsident Rolf Meixner wurde diese Anlage im Burgenland zu einer der gefragtesten Leichtathletikanlagen Österreichs.
Im Landessportzentrum (LSZ) des Burgenlandes in Steinbrunn hat der burgenländische Sport aktuell sein Zuhause. Im LSZ sind das Bundesnachwuchszentrum im Ringen und der Bundesstützpunkt des Österreichischen Volleyballverbandes stationiert. Fußball, Klettern, Tennis, Kegeln, Fitness und vieles mehr sind in Steinbrunn zuhause. Für die Nachnutzung des VIVA nach dem Wechsel des LSZ nach Mattersburg wird aktuell ein Konzept erarbeitet.
 
Bezirk Mattersburg: In der Stadt Mattersburg hat die Fußballakademie Burgenland schon viele Jahre ihre Heimat. Der Burgenländische Fußballverband (BFV) bildet gemeinsam in Kooperation mit dem Land Burgenland die burgenländische Elite im Nachwuchs aus. Eine deutliche Aufwertung hat die Akademie mit der 2024 fixierten Partnerschaft mit Sturm Graz erfahren.
 
Bezirk Oberpullendorf: Die Stadt Oberpullendorf ist das Zentrum des Tennissports mit der Thiem-Academy-Burgenland. 2025 wurde ein neuer Center-Court eröffnet, es können dadurch internationale Turniere ausgetragen werden. Dieses Projekt will das Land in Kooperation mit dem Burgenländischen Tennisverband (BTV) und der Familie Thiem weiterhin vorantreiben.
 
Bezirk Oberwart: In Pinkafeld hat das Land Burgenland das Hallenbad inklusive der Eislaufbahn und der benachbarten Tennishalle übernommen. Die Planung der Um- bzw. Ausbau- und Sanierungsarbeiten läuft aktuell. Die angrenzende Halle wird ausgebaut, sodass Fitness- und Trendsportarten ein neues Zuhause finden werden. Die Menschen in der Region wie auch die vielen Schülerinnen und Schüler oder Studentinnen und Studenten sollen damit zahlreiche Sportmöglichkeiten bekommen.

Bezirk Güssing: In Stegersbach hat der Österreichische Rollsportverband (ÖRSV) seinen Sitz. Gemeinsam mit dem nationalen Verband, dem Burgenländischen Rollsportverband (BRSV), der Gemeinde Stegersbach, dem Sportministerium und dem Land Burgenland wird eine einzigartige Rollsportarena entstehen.
In der Stadt Güssing wird die Sanierung des Aktivparks wie geplant Ende 2026 abgeschlossen. Anfang 2027 ist die Eröffnung mit einem Pre-Opening, Ende erstes Quartal soll dann der Regelbetrieb starten. Damit steht der Region eine moderne Sportstätte mit Gastronomie und Hotel in vollem Umfang zur Verfügung. Der Kunstrasenplatz der Anlage kann seit der Saison 2026 genutzt werden.
 
Bezirk Jennersdorf: In der Stadt Jennersdorf wird eine neue Mehrzweckhalle errichtet. Es entsteht mit finanzieller Unterstützung des Landes ein regionales Projekt der Stadtgemeinde Jennersdorf beziehungsweise des Bezirks Jennersdorf, mit den sportlichen Schwerpunkten Volleyball und Judo.
 

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Bildtext LR_Dorner_Sportstrategie_0001: Sportlandesrat Heinrich Dorner mit Anton Beretzki, dem Geschäftsführer Sport Burgenland GmbH

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland – LMS

Eisenstadt, 29. Mai 2026

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