Burgenländischer Handwerkerbonus

Richtlinien für die Sonderwohnbauförderungsaktion im Rahmen
des Burgenländischen Wohnbauförderungsgesetzes

  • Diese Richtlinien bieten den Förderungswerbenden mit Hauptwohnsitz im Burgenland die Möglichkeit, für erbrachte Arbeitsleistungen einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Form des Burgenländischen Handwerkerbonus 2020 zu erhalten. Dieser Zuschuss kann in der Höhe von 25% der förderbaren Kosten, bis maximal € 5.000 gewährt werden.
  • Bei der Durchführung von Maßnahmen, die die nachweisbaren Steigerung der Energieeffizienz bzw. der Senkung des Energiebedarfs dienen wird nicht nur die Arbeitsleistung sondern auch Materialkosten in Höhe von 25 % der förderbaren Kosten, bis maximal € 7.000 gefördert (Energieeffizienzförderung).
  • Bei Energieeffizienz -Checks und der Erstellung von Energieausweisen (in Zusammenhang mit einer Maßnahme zur Steigerung der Energieeffizienz) werden 75 % der Kosten maximal aber € 300 gefördert.

Das Land Burgenland stellt für diese Förderung gesamt € 2.000.000 zur Verfügung.

Diese Sonderwohnbauförderungsaktion des Landes tritt mit 1. Jänner 2020 in Kraft und endet am 31. Dezember 2020 (Sanierungsmaßnahmen müssen zwischen 01.01.2020 und 31.12.2020 ausgeführt werden)

Die Arbeitsleistungen müssen von ausführenden Unternehmen (im Sinne des § 94 der Gewerbeordnung 1994) mit Sitz im Burgenland durchgeführt werden.

Ziele der Sonderförderaktion:

  • Sanierung von Wohnobjekten
  • Einsparung von Energie und elementaren Ressourcen
  • Schaffung von Barrierefreiheit
  • Reduzierung der Winterarbeitslosigkeit und Sicherung von Arbeitsplätzen im Burgenland
  • Stärkung der heimischen Wirtschaft
  • Steigerung der Wertschöpfung im Burgenland

Was wird gefördert?

Kosten für die reine Arbeitsleistung ohne Umsatzsteuer; (Ausnahme: bei Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Einbau einer Rückstauklappe im Kanal wird auch das Material gefördert)
für z.B. folgende Maßnahmen (inklusive Fahrt-, Planungs- und Beratungskosten):

  • Erneuerung von Dächern (Energieeffizienzförderung möglich)
  • Spenglerarbeiten
  • Erneuerung und Dämmung von Fassaden (Energieeffizienzförderung möglich)
  • Austausch von Fenstern (Energieeffizienzförderung möglich)
  • Austausch von Bodenbelägen
  • Malerarbeiten
  • Installationen
  • Einbau einer Rückstauklappe in den Abwasserkanal
  • Durchführung von barrierefreien Maßnahmen
  • Energieeffizienz-Check (Heizungsanalyse, Thermografieuntersuchung)


Folgende Handwerker und befugte Gewerbebetriebe mit Sitz im Burgenland sind unter anderem förderungsfähig:

  • Hafner
  • Maler und Anstreicher, Lackierer, Tapezierer und Trockenausbauer
  • Glaser
  • Dachdecker, Spengler
  • Tischler und Drechsler
  • Holzbau-Meister (Zimmermeister)
  • Elektrotechnik
  • Bodenleger, Keramiker, Platten- und Fliesenleger
  • Baumeister
  • Gas- und Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungs-, Kälte und Klimatechnik
  • Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung
  • Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer
  • Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau

Was wird nicht gefördert?

  • Kosten für Materialeinsatz, Geräte, Kleinmaterial und Entsorgung – Ausnahme Förderung Material bei Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und Einbau einer Rückstauklappe im Kanal;
  • Arbeitsleistungen an Gebäuden oder an Gebäudeteilen, die nicht zur Wohnnutzfläche zählen (z.B. Garagen, Einfriedungen, Pools, etc.)
  • Arbeitsleistungen aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Auflagen (Kaminkehrung)
  • Gutachten (z.B. Einreichplan)
  • Ablesedienste, Abrechnungen von Verbrauchszählern (Strom, Gas, Wasser, Heizung, usw.)

Wie hoch ist die Förderung?

  • 25% der reinen Arbeitsleistung ohne Umsatzsteuer, maximal € 5.000 (inklusive Fahrt-, Planungs- und Beratungskosten).
  • Bei der Durchführung von Maßnahmen, die der nachweisbaren Steigerung der Energieeffizienz oder der Senkung des Energieverbrauchs dienen 25% der Kosten für Arbeit und Material bis maximal € 7.000 gefördert. Arbeitsleistungen müssen pro Endrechnung zumindest € 400 ohne Umsatzsteuer betragen.
  • 75% der Kosten für Energieeffizienz-Checks und Energieausweise, maximal € 300


Wer kann eine Förderung beantragen?

  • Eigentümerin oder Eigentümer des Wohnobjektes im Burgenland sowie deren nahestehenden Personen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen oder dieser gleichgestellt sind (z.B. EU-Bürger)

Welche Fördervoraussetzungen gibt es?

  • Hauptwohnsitz im zu fördernden Wohnobjekt bei dem die Baubewilligung bereits mindestens 10 Jahre zurückliegt
  • Arbeitsleistungen müssen zwischen 1. Jänner 2020 und 31. Dezember 2020 erbracht werden
  • Endrechnung darf nicht vor dem 1. Jänner 2020 und nach dem 31. Dezember 2020 ausgestellt sein
  • Endrechnung mit detaillierter Beschreibung der Leistung von einem befugten Unternehmen mit Sitz im Burgenland
  • Ort der Leistungserbringung
    Förderungsanträge können bis längstens 10. Jänner 2021 beim Amt der Burgenländischen Landesregierung (Wohnbauförderung) eingebracht werden.

Welche Unterlagen werden für die Antragstellung benötigt?

  • Vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Originalrechnung(en) samt Originalzahlungsbelege bzw. Endrechnung
  • Bestätigung eines befugten Unternehmens mit Sitz im Burgenland betreffend die ordnungsgemäße
  • Inbetriebnahme und ordnungsgemäße Funktion der Anlage (Haustechnik)
  • Bestätigung, dass die zu fördernde Leistung im Zeitraum 1. Jänner 2020 bis 31. Dezember 2020 umgesetzt wurde bzw.

Für Energieeffizienzförderung bis € 7.000

  • Energieausweis aus dem die Steigerung der Energieeffizienz bzw. die Senkung des Energiebedarfs durch die umgesetzte Maßnahme hervorgeht

Zum Öffnen und Herunterladen der Richtlinie zum Handwerkerbonus 2020 klicken Sie auf folgenden Link:

Handwerkerbonus